Full text: Maschinen zur Bearbeitung der Metalle (Heft 94)

Mafchinen zur Bearbeitung der Metalle. 89 
Tifchplatte von einer bei Nuthftofsmafchinen gebräuchlichen Einrichtung, und 
zwar zu dem Zwecke, um die Mafchine auch zum Fraifen benützen zu können, 
was zum Beifpiel bei der Herftellung der Steuerungstheile von Locomotiven fehr 
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erwünfcht ift. Aufserdem enthält der Tifch noch eine auswechfelbare Führung 
für etwaige Bohrftangen. 
Die ganze Mafchine ift für ihre Gröfse recht kräftig, und kann zwar nicht als 
Mufter eines einfachen, recht gut aber als das eines Präcifionswerkzeuges dienen. 
Aufser ihr enthielt unfere Ausftellung noch eine kleinere, freiftehende 
Bohrmafchine mit abgedrehter Säule und einem Tifche, welcher vertical verftellt, 
aber auch um die Säule gedreht werden konnte. Derfelbe enthielt auf einer Seite 
ine glatte Tifchplatte mit Schlitzen und Führung für Bohrftangen, auf der 
ndern einen grofsen Parallelfchraubftock zum Einfpannen von Gegenftänden. 
Wir haben fchon früher bei Dandoy Mailliard Lucq & Co. unter 
Fig. 87, Taf. XXIX eine ähnliche Conftrudion befchrieben, und erwähnen fie hier 
nochmals, weil fie in Frankreich und Belgien fehr beliebt ift, brauchen aber wohl 
kaum hinzuzufetzen, dafs die aus den Ateliers Ducommun ftammende in 
Conftrudtion, Form und Ausführung fehr fchön und exadt war, während oben 
angezogene Mafchine mit dem Hauptaugenmerk auf Wohlfeilheit zu Stande kam. 
Es ift uns unmöglich, fämmtliche von unferen Austtellern gebrachte 
Mafchinen zu befprechen, wir erwähnen daher von den Hobelmafchinen nur, dafs 
fie mit Zahnftangenantrieb und fehr fchön gegoffenen Ueberfetzungsrädern ver- 
hen waren, und dafs die Laufprismen ihrer Tifche aus befonders dichtem und 
reinem Gufseifen hergeftellt und angefchraubt waren. Bei der gröfseren Stofs- 
mafchine fand dasfelbe hinfichtlich des Stofses und feiner Führung flatt. Die 
Kurbelfcheibe war mit der Antriebsachfe aus einem Stücke gefchmiedet und die 
Lagerftellen der letzteren im Einfatz gehärtet und gefchliffen. 
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Kleine Stofsmafchine. 
Wir bringen die kleine Stofsmafchine in Fig. 134, Taf. LIV, zur Darftel- 
lung. Sie ift zur Bearbeitung kleiner Beftandtheile beffimmt und hat nur 
100 Millimeter gröfsten Hub. Ihre Ausladung beträgt bis zur Stahlfchneide 
260 Millimeter, die Höhe vom Tifche bis unter die Führung 220 Millimeter. Sie 
ift ohne Räderüberfetzung, hat aber rafchen Rückgang des Stofses durch Whi t- 
worth’fche Schleife und in der Stufenfcheibe angegoffenen Schwungring. Die 
Achfe fammt Kurbelfcheibe ift ebenfalls aus einem Stücke gefchmiedet und im 
Einfatze gehärtet. Sie Jäuft mit verftärkter Lagerftelle am vorderen Ende in einer 
gleichfalls gehärteten Büchfe. Dagegen hat die Kurbelfcheibe an ihrem äufseren 
Umfange keine Anlage. Die Führung des Stofses geht in der ganzen Länge 
durch und ift aus befonders dichtem Gufseifen hergeftellt. Der Stofs kann durch 
eine Schraubenfpindel höher und tiefer geftellt werden, und empfängt das Meffer 
oder den Stahl durch zwei in Schlitzen gehende Bügel mit ftarken Stellfchrauben, 
Der Tifch it mit Kreuzbewegung und einer runden Auffpannplatte ausgerüftet, 
welche durch Schnecke im Kreife bewegt werden kann. Sämmtliche Bewegungen 
können felbftthätig in beiden Richtungen ausgeführt werden und zwar durch 
einen Steuerungsmechanismus, welcher dem von Sharp nachgebildet if. Um 
das hiebei, namentlich bei rafchem Gange auftretende, durch die Schwungkraft 
der Beftandtheile hervorgebrachte Vorauslaufen in Etwas zu mildern, ift die 
gen Lager mit Federanzug verfehen, welcher 
mfung hervorruft. 
Steuerungsachfe an ihrem rückwärti 
eine geeign 
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Lochmafchine und Scheere. 
Ganz eigenthümlich ift die ausgeftellte Lochmafchine und Scheere, 
Fig. 135, Taf. LV. Sie befitzt einen einfachen, fchön gefchwungenen Ständer, 
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