Full text: Handbuch der Elektrotechnik (1. Band)

        
    
  
  
  
  
  
  
   
   
   
  
  
  
    
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
       
  
  
   
   
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
    
Dynamometer von Hirn. 353 
Der Arbeitsverlust betrug also 5,6 Procent der Dynamometerangabe. 1 
Er ist, wie aus der: Formel hervorgeht, vorzugsweise von der Ruhe- I 
spannung 5 des Riemens abhängig, indem während der Bewegung In ul 
  
  
  
  
  
  
  
5 der Einfluss der grösseren Spannung im ziehenden Riemen gegen den il 
P- der Spannungsverminderung im gezogenen Riemen sich beinahe aus- II 
| der gleicht. 
f Da auf die Angabe des Instrumentes hauptsächlich die Grösse der 
Widerstände der beiden gegen die getriebene Welle zu liegenden Eck- 
ge rollen einwirkend ist, so wird es angezeigt erscheinen, das Dynamometer 
: so in den Riemen einzuschalten, dass die Ablenkung durch diese beiden | 
rolle, Rollen möglichst gering wird. | 
Ab- Das v. Hefner-Alteneck’sche Dynamometer hat bei den elektro- 
pten- technischen Versuchen während der Ausstellungen in München I 
ıcırte (1882) und Wien (1883) häufige Anwendung gefunden und in Folge 
:nden seiner praktischen Form und leichten Handhabung vorzügliche Dienste I 
celeistet. 
Wir wollen endlich noch ein Dynamometer beschreiben, welches 306 
sich von den vorhergehenden vortheilhaft dadurch unterscheidet, dass 
es beim G@ebrauche eine Aenderung der gewöhnlichen Trans- 
mission nicht erheischt. 
Das Pandynamometer von Hirn!, welches schon im Jahre 
1867 auf der Pariser Weltausstellung bekannt wurde, gestattet die von 
einer Welle nach einer Arbeitsmaschine fortgeleitete Kraft aus der 
Torsion zu messen, welche die Welle durch die Kraft, wenn a II 
auch in geringem Masse, erleidet. I iii 
Die kleinen, feingetheilten Zahnräder p, und p, (Fig. 270) auf | | 
den Wellen d, und b, werden durch die grösseren, auf der Trans- un I 
missionswelle A B befestigten Räder r, und r, angetrieben, und zwar ı 
wird das Zusammenarbeiten von r, und p, durch das Zwischenrad i un IM 
vermittelt, so dass die Wellen b, und b, entgegengesetzte Drehrichtung | 
haben. Auf den Enden dieser Wellen sitzen einander gegenüber die | 
beiden Winkelräder a, und a,, in welche die beiden konischen Räder I 
d, und d,, lose auf dem Arme t,t,, eingreifen. Dieser Arm ist mit I 
einer Hülse um die Welle 5b, drehbar. Die Räder r,, r, sind zwei- iii 
theilie und derart auf der Axe befestigt, dass der Apparat für ver- Kun? | 
S schieden starke Wellen benutzt werden kann. Id I 
3, Wird nun durch das Wellenstück AB eine Kraft fortgeleitet, so ‚il | 
wird die Torsion, welche die Welle zwischen den Rädern r, und r, er- || | 
Q fährt, vergrössert auf die Räder p, und p, übertragen; der Arm &, t, IN I 
wird sich aus seiner anfänglichen Lage um einen Winkel herausbewegen, hikil) IN | 
welcher der die Welle. tordirenden Kraft proportional ist. IN Hl 
Die Beziehung zwischen dem Ausschlagswinkel und der tordirenden II | 
aratı Kraft kann man auf experimentellem Wege dadurch finden, dass man Il] [| 
Mit sich ein bekanntes Torsionsmoment herstellt; das Verhältniss des ent- Nu) IH 
keren stehenden Ausschlagswinkels zum Torsionsmomente kann innerhalb der An 
Ings- Elastieitätserenze für eine und dieselbe Welle als constant angenommen 
den werden. 
ı Vgl. Richard, La lumiere electr. 7, p. 101. 1882. 
  
  
  
  
 
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.