Volltext: Bericht über die wissenschaftlichen Apparate auf der Londoner internationalen Ausstellung im Jahre 1876

Apparate für Wärmelehre. 
Von Dr. Ad. Wüllner, 
Professor am Polytechnieum zu Aachen. 
Die Ausstellung war an Apparaten, welche zur Untersuchung und 
Demonstration der Wärmeerscheinungen!) dienen, nicht so reich als an 
optischen Apparaten. Das Hauptinteresse dieses Theiles bestand darin, 
dass mehrere Apparate, mit denen wichtige Untersuchungen durch- 
geführt sind, theils im Original, theils in Copien vorhanden waren. 
Zunächst war eine grosse Zahl von Quecksilberthermometern, mit den 
verschiedensten Skalen versehen, vorhanden; Deutschland war in dieser 
Sammlung hauptsächlich vertreten durch Dr. H. Geissler in Bonn, 
Geissler & Greiner in Berlin und W. Haak zu Neuhaus am Renn- 
weg in Thüringen. Professor Jolly in München hatte ein Exemplar 
des von ihm construirten Luftthermometers, das College de France 
ein Originalluftthermometer von Regnault eingesandt, Professor Beetz 
in München eines der von ihm construirten Vorlesungsthermometer. 
An die Thermometer reihten sich eine Anzahl Pyrometer, von 
denen namhaft zu machen wäre das neue Siemens’sche, welches die 
Temperaturen durch die Zunahme des elektrischen Widerstandes in 
einer Drahtspirale misst, welche, in einer eisernen Röhre eingeschlossen, 
in den Raum, etwa den Ofen, eingeschoben wird, dessen Temperatur 
bestimmt werden soll. Nach den Versuchen von Weinhold in Chem- 
nitz, der die Angaben des Siemens’schen Pyrometers mit denen eines 
Luftthermometers mit Porzellangefäss verglichen hat, ist das Siemens’- 
sche Pyrometer das einzig brauchbare, d. h. das einzige, dessen An- 
  
!) Vergl. den unmittelbar folgenden Bericht von Kundt 425 u. ff. und 
den später folgenden von Neumayer & Schreiber. 
  
 
	        
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