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I. Abtheilung. Die Telegraphenapparate. $. 14, XXXVI XXXVI.
zum Stillstehen gelangte, wenn der Zeiger über der Kurbel ankam;
die Kurbelaxe umschloss loose die Zeigeraxe. Natürlich durfte dabei,
wie es ja auch bei dem Stöhrer’schen Zeigertelegraph ($. 14. X.) der
Fall war, die Kurbel beliebig vor- oder rückwärts bewegt werden.
Dieser Telegraph kam auf der französischen Ostbahn zur Verwendung.
XXXVI. Der Haus- und Comptoir-Telegraph von 0. Hagendorff
in Kalk bei Cöln ist sehr einfach ; sein Sender und Empfänger sind
in demselben Gehäuse eingeschlossen und ihre beiden Buchstaben-
scheiben liegen neben einander an der pultförmigen Vorderfläche des
Gehäuses. Der Sender hat auf der Kurbelaxe zwei Sperrräder sitzen,
welche um einen halben Zahn gegen einander verstellt sind und bei
der Umdrehung der Kurbel abwechselnd den einen und den andern
von zwei, zugleich sich der Rückwärtsdrehung der Kurbel wider-
setzenden Sperrkegeln heben. Durch zwei Elfenbeinstücken wirken
diese Sperrkegel auf je eine Messingfeder ; ein seitlicher Fortsatz an
der von dem vordern Kegel bewegten Feder ragt als Contact unter
die von dem hintern Kegel bewegte Feder; der vordere Kegel hebt
seine mit der Linie verbundene Feder von einer dritten nach dem
Empfänger führenden Contactfeder ab und legt sie dafür an die Fe-
der des hintern Kegels, an welche der eine Batteriepol geführt ist;
der hintere Kegel dagegen unterbricht den Strom, indem er seine
Feder von der des vordern Kegels abhebt und dieser gestattet, sich
wieder auf jene dritte Feder zu legen. Der Zeiger des Empfängers
schreitet um einen der 24 Buchstaben weiter, so oft der angezogene
oder abfallende Anker des Elektromagnetes durch die Hemmungsgabel
das von einem Triebwerke bewegte Steigrad mit 12 Zähnen um einen
halben Zahn weitergehen lässt. (Vgl. Schellen, Der elektromagne-
tische Telegraph, 5. Aufl., S. 754.)
XXXVH. In Trouve’s Zeigertelegraph für den Vorpostendienst
wird mittels eines gewöhnlichen Uhrschlüssels ein durch eine Sperr-
feder gegen den Rückgang gesichertes Rad umgedreht, dessen Zähne
dabei eine Öontactfeder zwischen zwei Contacten hin und her be-
wegen und so den Strom einer kleinen tragbaren Batterie 51) abwech-
selnd schliessen und unterbrechen. In demselben Gehäuse von der
Grösse einer Taschenuhr befindet sich auch der Empfänger; die Axe
seines Zeigers liegt in der Verlängerung der Axe jenes Zahnrades,
’') Kleine Elemente aus Zink und Kohle, mit Füllung von schwefelsauerm
Quecksilberoxyd, in kleinen, oben und unten geschlossenen Büchsen aus Horn-
gummi; bei aufrechter Stellung ragen Zink und Kohle nicht bis in die Füllungs-
füssigkeit herab, die Batterie tritt also erst bei Umlegung der Elemente in Dienst.
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