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grüne Blätter, im Wappen. Man glaubte, dies Wappen ſei das der Herren von Hagen, der älteſten
Beſitzer des 1844 zu Hagen in verfallenem Zuſtande noch beſtehenden Hofes Hagen oder der Ulippe. Das
herangezogene Wappen „Tidemans von Hagnen“ auf einer Urkunde des Jahres 1374" zeigte aber
neben einem großen Winkelhaken drei kleine Boksföpfe. Offenbar war das 1747 als Stadtſiegel über-
nommene alte Siegel der Freiheit Hagen in ſeinem undeutlichen Gepräge als Doppellilie gedeutet, wie
ſich aus einem Schreiben des Bürgermeiſters Elbers vom Jahre 1840 ergibt, An dem deutlichen Siegel
einer Urkunde des Stadtarchivs zu Soeſt vom Jahre 1439 erſah man erſt 1896, daß das Wappen
einen Baum oben mit drei Ueſten und unten mit drei Hauptwurzeln darſtellt.2 1896, wurde dann
dieſes Wappen an die Stelle des irrtümlichen früheren geſeßt und ſeitdem führt die Stadt eine weſt-
fäliſche Eiche in Goldfarbe auf fobaltblauem Grunde mit Mauerkrone in Sandſteinfarbe als Wappen.3
ar
Deijtern.
Delftern liegt an der Dolme und an der Straße Hagen=-Dahl. Der urfprüngliche Mame iſt
Delfterhufen. Im 12. Jahrhundert war dort eine Hufe zu „Waterhufile”4 dem Klofter Werden abgabe-
pflichtig ; ſie lieferte Gerſte und Geld.5 1296 übertrug der Ritter Dietrich von Volmarſtein den Gebrüdern
Sridag, ſeinen Burgmannen, eine Hufe in Delſterhuſen und die Fiſcherei in der Volme („Voleminne“)
„von der jest öffentlichen Straße abwärts ſamt dem Holze und den Bäumen unterhalb derſelben nun
gemeinen Straße“/.6
[486 verzeichnet das „Schatboik in Mar>“ die Eingeſeſſenen der „Delſterhuſer burſchop“
mit dem Steuerfaße, zu dem ſie für die Landesſchaßung veranlagt waren.
In Delſtern erblühte eine rührige nduftrie, welche in den dortigen Hammerwerken bis heute
ſich fortfeßt.
Delſtern hatte auf 653 ha Grundfläche 1858 524, 1895 1751 (1415 evangeliſche, 538 katholiſche),
1900 2085 Bewohner, welche zum Kirchſpiel Hagen gehörten.
7 im Archiv zu Hamm; v. St. IV, 1257 und II Tafel 19.
? Es könnte ja fragli<h erſcheinen, ob jene Soeſter Urkunde wirklih der jetzigen Stadt Hagen an der Volme ent-
ſtammt und nicht vielmehr der Freiheit Hachen bei Balve oder der Freiheit Hagen bei Allendorf unweit Arnsberg. Nun
führt aber Hachen im Jahre 1700 einen halbirten Rundſchild als Wappen, deſſen rechte Hälfte den halben Arnsberger
Adler, deſſen linke Hälfte das Kölner Kreuz zeigt; Hagen bei Arnsberg hatte 1700 ein Wappen mit der Umſchrift „die
Freiheit Hagen, Sigill“, welches links einen Biſchofsſtab, re<ts eine Blume mit Stengel (oder Stern mit Lichtſtreifen ?) zeigt,
darüber dreimal drei Kugeln, hindeutend auf den dortigen Kirchenpatron, den Biſchof Nikolaus. Dieſen kennzeichnen drei
Brode (Kugeln) gegenüber dem hl. Einſiedler Nikolaus von Tolentino, deſſen Zeichen ein Stern iſ; vgl. Weſſely, Jkono-
graphie, 514. Die beiden gemalten Siegel von 1700 ſind in der Bibliothek der Kgl. Regierung zu Arnsberg.
3 Akten betr. Stadtwappen im Stadtarchiv H.
4 jetzt Waſſerhövel, Höfe.
5 Kößjichfe 288.
6 Weftfälifches Urfundenbuch VII, Air. 2364.
L£udorff, Bau- und Kunſtdenkmäler von Weſtfalen, Kreis Hagen-Stadt. 3