Full text: Die subjective Logik oder: Die Lehre vom Begriff (5. Band, 2. Theil)

Zweites Kapitel. Das Erkennen. 559 
im ject nicht weggelassen werden könne, erscheint dann umgekehrt 
jer auch so, daß Ich nur als Subject des Bewußtseyns vor- 
M fomme, oder I< mich nur als Subject eines Urtheils brau- 
ei hen fönne, und die Anschauung fehle, wodurch es als ein 
js Object gegeben würde ; daß aber der Begriff eines Dings, 
viß das nur als Subject existiren könne, noch gar keine objective 
8 Realität bei sich führe. =- Wenn zur Objectivität die äußerliche, 
riff in Zeit und Raum bestimmte Anschauung gefordert, und sie es 
eil ist, welche vermißt wird, so sicht man wohl, daß unter Objectivi- 
er: tät nur diejenige sinnliche Realität gemeint ist, über welche sich 
ant erhoben zu haben Bedingung des Denkens und der Wahrheit ist. 
fle, Aber allerdings wenn I< begrifflos als bloße einfache Vorstel- 
pi lung nach der Weise genommen wird, wie wir im alltäglichen 
ein Bewußtseyn I< aussprechen, so ist es die abstracte Bestimmung, 
18, nicht die sich selbst zum Gegenstand habende Beziehung seiner 
es selbst z = es ist so. nur Eins der Extreme, einseitiges Subject 
ifi, ohne seine Objectivität, oder es wäre auch nur Object ohne Sub- 
yes jectivität, wenn nämlich die berührte Unbequemlichkeit hierbei nicht 
is wäre, daß sich von dem I< als Object das denkende Subject 
ij nicht wegbringen läßt. Aber in der That findet dieselbe Unbe- 
ige quemlichfeit auch bei der erstern Bestimmung, dem Ich als Sub- 
mt, jecte, stattz das I< denkt etwas, sich oder etwas Anderes. 
I< Diese Untrennbarkeit der zwei Formen, in denen es sich selbst ent- 
uf gegenseßt, gehört zur eigensten Natur seines Begriffs und des Be- 
ide griffs selbst; sie ist gerade das, was Kant abhalten will um nur 
- die sich in sich nicht unterscheidende, und somit ja nur die be- 
<ht grifflose Vorstellung fest zu erhalten. Ein solches Begriff- 
bst loses darf sich nun zwar wohl den abstracten Reflexions -Bestim- 
ter mungen oder Kategorien der vorigen Metaphysik gegenüberstellen ; 
NR: =- denn an Einseitigkeit steht es auf gleicher Linie mit ihnen, ob- 
wohl diese doch ein Höheres des Gedankens sind; dagegen ex- 
7 scheint es desto dürftiger und leerer gegen die tieferen Jdeen älte- 
a rer Philosophie vom Begriff der Seele oder des Denkens, z. B. 
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1“,
	        
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