Full text: Beiträge zur Physik und Chemie (2. Heft)

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welchem Falle das Abwischen derselben mit weissem Fliess 
papier die besten Dienste thut. 
Will man sehen, ob das elektrische Verhalten des 
Zinks u. s. w. zu andern Flüssigkeiten ein verschiedenes ist,, 
will man namentlich prüfen, was für einen Einfluss die in 
glühenden Fluss versetzten Salze auf die sie chemisch ver 
ändernden* * Metalle ausüben, so wählt man ebenfalls die 
in Nro. X von mir beschriebene ringförmige Vorrichtung 
am Elektroscopteller. Prüft man z. B. das Verhalten des 
Zinks, des Cadmiums, Eisens und Blei’s zu dem (in einem 
Platinschälchen) in glühenden Fluss gesetzten salpetersauren 
Ammoniak, so sieht man alle diese Metalle ohne Ausnahme 
e\ektro-positiv, dagegen gepiilvertes Antimon und Wismuth 
sich negativ laden. *) Sämmtlich Versuche, die, wegen der 
Leichtigkeit ihrer Hervorrufung und wegen der ganz unzwei 
deutig auftretenden Resultate, zu den frappantesten gehören, 
welche die Elektrochemie aufzuweisen hat. 
ULI. 
Ueber die Eigenschaft des nicht von selbst sich 
entzündenden PhosphorwasserstofTgases, die Palla 
dium- und andere Salze mit grosser Leichtigkeit 
zu zersetzen. 
Es ist bekannt, dass die phosphorige Säure, ähnlich 
dem Wasserstoff'gase, die Eigenschaft hat, mit grosser 
\ 
*) In dem Momente der Aufeinanderwirkung von Zink-, Cadmium-, 
Eisen- und Bleispänen auf in glühenden Fluss versetztes salpetersaures 
Ammoniak entsteht eine ungemein starke Temperaturerhöhung , die 
Metalle werden mit Heftigkeit angegriffen, es entwickelt sich tumul- 
tuarisch Ammoniakgas und Stickgas. Weicht man, nach vollständig 
beendeter Reaction, die resultirende Masse mit heissem Wasser auf, 
so erhält man, z. B. bei angewandtem Zinke, als Rückstand Zinkoxyd, 
und aufgelöstes salpetersaures Zinkoxyd. Ein ganz analoges Verhal 
ten zeigen die drei andern Metalle.
	        
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