— MT — Il
1em Setzt man oben eng und unten weit, wodurch der Strom gezwungen Il
en- werden soll, sich gleichmässig nach oben und nach unten zu verteilen, | |)
tem so macht dies nicht nur den Betrieb unsicher und schwierig, da das
ent- Gelingen von der Geschicklichkeit des Arbeiters abhängig ist, sondern
die Sache muss noch aus dem Grunde misslingen, weil einzelne Strom-
‘om partikel sich abkühlen und niedersinken, die wärmsten dagegen immer
ist | nach oben strömen, überhaupt der ganze Strom sich in seinen einzelnen
'ch- Teilen nach deren spezifischem Gewichte lagert. Diese nachteilige Eigen-
ich schaft des Ventilationsstromes lässt sich nicht beseitigen; es wird
ser immer unten kühler sein als oben und dadurch verschieden trocknen.
bei- Diese Verschiedenheit wird um so grösser sein, je langsamer der Strom
ler sich bewegt und je höher der Apparat ist. Man ist also bei dem
che Ventilationsapparat gezwungen, raschen Strom anzuwenden, während
die keramischen Fabrikate langsamsten Strom beanspruchen.
\ns- Der langsamste noch anwendbare Strom wird durch die Zirkula-
rch tion erreicht. Der Zirkulationsapparat bietet also beim Trocknen
an grössere Sicherheit gegen Reissen als die Ventilationsapparate.
Wenn die heissen Gase an der Gewölbedecke in eine Kammer ein-
getreten sind und sich an derselben verteilen, so hängt ihr Nieder-
und Zurückströmen und die Geschwindigkeit dieser Bewegung einzig
und allein von ihrem Abkühlen ab. Da sie nun an den kältesten
ses. Stellen (an,der Aussenwand) am raschesten und energischsten abkühlen,
an so strömen sie hier auch am raschesten nieder, und führen damit
308 diesen kältesten Stellen die meiste Wärme zu.
die Gegenüber den Ventilationsapparaten hat also der Zirkulations-
Wr apparat den grossen Vorteil, dass er durch seine Bodenheizung in Ver-
die bindung mit der Zirkulation gleichmässigste Temperatur in den einzel-
: d nen Räumen und damit auch gleichmässigstes Trocknen herbeiführt.
ID- Ein weiterer, wesentlicher, vorteilhafter Unterschied der Apparate
nS- liegt darin, dass bei diesen Trockenkammern mehr als die
ale Hälfte des ganzen Trockenprozesses vor sich geht, ohne
eim Zugkraft zu verbrauchen. Es geht dies deutlich daraus hervor,
der dass dı» Zirkulation überall ohne Unterbrechung weitergeht, auch
Ben wenn der Schornstein abgesperrt wird und zwar so lange, bis Wärme- |
18- ausgleich stattgefunden hat. |
en Der Ventilationsstrom erfordert dagegen für den notwendigen |
rascheren Luftstrom einen kräftigen Kamin oder einen Ventilator. |
Je- Da aber die grössere Geschwindigkeit des Luftstromes, d. h. die |
mi- grössere Zugkraft, nur durch vermehrten Wärmeaufwand beschafft wer-
er- den kann, andererseits der Trockenprozess selbst, d. h. die Verdun- |
als stung des vorhandenen Wassers, in beiden Apparaten auch gleichviel |
nt- Wärme verbraucht, so ist mit Sicherheit anzunehmen, dass |
es der Zirkulationsapparat für dieselbe Leistung weniger
er- Brennstoff erfordert als der Ventilationsapparat.
yen ’ Die Vorteile des Zirkulationsapparates vor den Ventilationsappa- |
m, raten sind daher unbestreitbar folgende: Die Verluste an Wärme, Zeit, |
lso Arbeit und Raum werden durch Anwendung der Maximaltemperatur |
hst und ebenso die Gefahr des Reissens durch ausgiebigste Verwendung |
ck- der ungefährlichen Zirkulation und durch Einführung der Ventilation
als Oberstrom vermieden.