Full text: Der Gold- und Silberarbeiter und Juwelier nach allen seinen praktischen Verrichtungen

  
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n) dem Wunſch 
  
  
  
Mehrere Arten von Kitt. 213 
aufbewahrt, hält fidh fehr lange. Beim Gebrauch 
wird ‘es auf einen Teller ausgefchüittet, mit einem 
Pinſel und dem dazu nôthigen Waſſer angemacht ; 
das Gefäß muß aber, ſobald man etwas heraus ge- 
nommen, ſogleich verſchloſſen werden. Dieſer Kitt 
fann beinah zu allem gebraucht werden und ſelbſt 
Fein heißer Dampf vermag ihn aufzulöſen, wenn er 
einmal verhärtet iſt. 
Ein desgleichen. 
Zu einer Kaffeetaſſe voll warmer Milch gieße 
man einige Tropfen Weineſſig, damit die Milch gerinnt 
laſſe fie erkalten ‘und gieße alles Waſſer von dem 
Geronnenen ab. Dann nehme man ein Ei, quirle 
das Weiße und vermenge ſolches mit der Molke. 
Hierauf nehme man fein geſiebten ungelöſchten Kalk 
und vermiſche ſelbigen mit der Maſſe, daß ein bin 
ner Teig daraus wird, doh muß man mit dieſer 
Vermiſchung nicht ſäumen, weil ein ſolcher Teig 
leicht verhärtet; auch eile man gleichfalls das zer: 
brochenc Gefäß zu kitten. Wenn nun die gekittetc 
Stelle gut troden ift, fo. halt diefer Kitt Hite 
und ſiedendes Waſſer aus, daher ſih ſolcher ſehr 
gut zu harten Körpern: als Porzellan, Pfeifenköpfe, 
Steinen, Glas u. drgl. eignet und kein Bedenken zu 
tragen ift, daß die Sachen, welche mit dieſem Kitt 
richtig behandelt werden, wieder auf derſelben Stelle 
entzwei gehen. 
Ein Feucrkitt. 
Dazu nehme man Ochſenblut, Gips und Eiſen- 
fpane | 
Ein Kitt für Glaſer, 
Kreide, Leinölfirniß, Silberglätte, Mennige, Um: 
bra und Bleiweiß. Alle dieſe Species zuſammen. 
 
	        
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