Vierte Abtheilung.
Von der Bildung kupferner Figuren in Gypsformen
dur) die Galvanoplaftif.
Eine der wichtigſten Erfindungen neuerer Zeit und
von unberechnenbarem Nugen für die Künfte und Gewerbe
im Allgemeinen ift die Galvanoplaftif, mittels deren
man nicht allein von geftochenen Kupferplatten, Holz:
fhnitten, Medaillen und Basreliefs, ſondern auh von
jeder metalliſhen Fläche ſowohl, als hohlen Formen die
getreueſten Nachbildungen erhaben und vertieft darzuſtellen
vermag.
Das Verfahren beſteht darin, daß man den zu co-
pirenden Gegenſtand in eine metalliſche Auflöſung legt,
aus welcher die galvaniſche Wirkung das Metall reducirt.
Der Niederſchlag nimmt die Form eines reinen Metall-
ſtü>s an, giebt ſowohl die zarteſte Linie, als die geringſte
Unebenheit wieder und bildet ſo eine Mater von der
höchſten Vollkommenheit.
Die Galvanoplaſtik wurde von dem Hofrathe Jacobi,
im Februar 1837, als er fi in Dorpat mit galvaniſchen
Unterſuchungen beſchäftigte, entde>t und ſhon in ihrem
erſten Stadium mit dem glü>lichſten Erfolge zur Herſtel-
lung gravirter Kupferplatten angewendet. Als das
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