Full text: Die Probirkunst, oder Anleitung, die wichtigsten Metallgemische auf dem trocknen und nassen Wege zu untersuchen

  
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iſt, das Silber von einer Gramme. einer Legirung 
deſſelben mit dem Kupfer vollſtändig zu fällen, um 
zu erfahren, wie viel reines Silber dieſe Gramme 
enthält, weil ſie um ſo mehr von der Salzauflöſung 
bedurft haben würde, je mehr fich diefes Silber dem 
Zuſtande der Feinheit nähert und um ſo weniger, je 
mehr Kupfer die Legirung enthält. 
Nach dem Geſagten wird man einſehen, daß fich 
zur Anſtellung der Silberprobe auf dem naſſen Wege 
wei Mittel darboten. Das erſte, indem man das 
ewicht, das zweite, indem man das Volum an- 
wendete, Das leßtere Mittel, nothwendig das eins 
fachere, iſ dasjenige, welches angenommen worden iſt. 
Da aber in gewiſſen Fällen das erſtere mehr Vortheile 
gewähren kann, indem es ſich auf eine Reihe von minder 
koſtbaren Inſtrumenten reducirt, ſo werden wir auch 
dieſes beſchreiben, nachdem wir das, bei wel<hem man 
die Volumina anwendet, beſchrieben, welches nun ſeit 
ſehs Jahren in dem Münzlaboratorium, ſo wie in 
dem Stempelbureau zu Paris angewendet worden iſt. 
Wendet man Gewichtömengen an, fo nimmt man 
immer zwei Grammen, wie wir es ſpäter ſehen wer: 
den und nur allein die Menge der Salzauflöſung iſt 
verſchieden, Das Gegentheil findet bei der Probe nah 
dem Volum ſtattz d. h. das Volum der Auflöſung 
iſt ſtets daſſelbe, während das Gewicht der Probe 
nach dem Gehalt und auf ſolche Weiſe verſchieden iſt, 
daß die, der Probe unterworfene Menge der Legirung 
faſt ſtets 1000 Tauſendtheile reines Silber enthält. 
Wenn man daher eine Probe von einem, als fein ans 
genommenen Silberzain nimmt, fo nehme man nur 
eine Gramme oder 1000 Zaufendtheile, während, wenn 
man eine Legirung zu-probiren hat, die muthmaßlich 
ungefähr 500 Zaufendtheile enthält, man zwei Gramz 
men nehmen würde, da zwei Grammen einer Legi- 
Schauplas 97, Bd, 3 
  
  
   
	        
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