M
abgetheilten Rahmen aus Gußeiſen beſteht, welcher auf
drei Nollen in einer Bahn $ (Fig. 377) vor der Ein
fagöffnung rollt, ſo daß er vor die Deffnung und zurüd
zur Seite geſchoben werden kann. Eine oben an die
Ankerplatte angeſhraubte, loſe übergreifende Falzplatte
y bewahrt das Thor vor dem Umſchlagen. Der Thor-
rahmen von der Tiefe einer Ziegelbreite wird mit feuer-
feſten Ziegeln ausgemauert und iſ dann fertig zum
Anlegen. Hierauf verſtreiht man die Fugen ſorgfältig
mit Lehm.
Der Ofen wir alle dreimal 24 Stunden gefüllt, und
ſo geht das Füllen und Entleeren ununterbrochen fort,
wodur< der Aufwand an Brennmaterial, Zeit und
Arbeit bedeutend vermindert und auf dieſe Weiſe das
Adouciren im Großen ökonomiſ<h ausführbar gemacht
werden kann. Beim Füllen der Kapfeln mit dem Ge
mentpufver ift e8 hinreichend, daß die zu adoucirenden
Gegenſtände ſoweit mit dem Gementpulver umgeben find,
daß ſowohl deren unmittelbare wechſelſeitige Berührung,
als auh die der Wände verhütet wird. Man muß
zugleich“ die heißeſten und kälteſten Stellen ſeines Ofens
fennen lernen, um beim Füllen deſſelben die di>ſten
Stüde oder diejenigen, welche durch und durch adoucirt
werden ſollen, an die heißeſten Stellen, die dünnſten
hingegen oder diejenigen, die nur an der Oberfläche
weich gemacht werden ſoilen, an die fälteſten Stellen des
Ofens bringen zu können.
Dauer des Adoucirens, Wirkung der Ce-
mentpulver. — Das Schwierigſte bei der Operation
des Adoucirens im Großen i}, fih von dem Fortgang
der Operation zu überzeugen, um vom Zuſtande des
Innern hinreichende Kenntniß zu erlangen, was in einem
Ofen nach der Art der Cementiröfen für Stahl einge-
vichtet viel leichter zu bewerkſtelligen iſ, da man Probe-
ftäbe einlegen kann, die binlänglichen Auffchluß über die
Vorgänge im Jnnern des Ofens geben. Erfahrung muß
deshalb hier die einzige Führerin ſein.