Full text: Das Ganze der Bierbrauerei und Bierkellerei-Wirthschaft

   
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kaufen können, deren ed in England mehrere giebt, 
welche reichen Gutsbefigern gehören, die alles anges 
wendet haben, um das Malz im vollfommenen: Ju: 
ſtande zu liefern. Auf dem Lande, in hohen Gegenz, 
den, find große Gebaude ganz im Freien. aufgeriche 
tet, ſo daß die Ruft alle vier Seiten berührt. - Unter 
einem folchen Gebäude befindet fidy die Malztenne, ein 
reingeplatteter, luftiger, gewölbter Keller. Ueber dem-; 
ſelben ſieht man. ſehs“ Tro>enböden übereinander, 
mit Fallthüren in gleicher Richtung auf einander 
verſehen. Auf dem oberſten Boden iſ eine Zugma- 
ſchine mit einem Haspel und Schwungrad ange- 
bracht, mit welcher man das Mal; durch die Falls 
thüren von der Malztenne auf jeden dieſer ſehs Böz 
den nach Belieben ziehen kann. Damit auf dieſen 
Trodenböden ein flarfer fortdanernder Luftzug ſtatt 
finde, haben die finnreichen Engländer folgende zwede 
mäßige Vorrichtung angebracht, An den vier Geis- 
ten diefer Schwellböden find an dem Boden Zugs 
löcher angebracht, welche 3 bis 4 Fuß breit und 18 
Zoll hoch find. Dieſe haben auswendig einen Las 
den, um die Seite bei Regenwetter zu verſchlicßen;z 
inwendig iſt ein Gitterwerk von Draht angebracht, 
um. den Vögeln den Eingang zu verwehren. Ueber 
jedem dieſer Zuglöcher befindet ſih ein Fenſter mit 
beweglichen Jalouſieen verſehen, theils um der Sonne 
den Eingang zu verſagen, theils bei ungünſtiger Witz 
terung den eindringenden Regen abzuhalten. — Bei 
tro>enem: Wetter ſtehen nun Zuglöcher und Fenſter 
offen und die Luft beftreicht horizontal den Schwells 
boden, weil die Luftlöcher und Fenſter mit einander 
forreſpondiren. — Mit t4eſer trefflichen Einrichtung 
kann man in kurzer Zeit eine große Menge Malz 
lufttro>en machen. 
Wie verhalten ſih dagegen unſere Einrichtun- 
gen, wo die Brauknechte, wie die Eſel in der Mühle, 
  
     
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
   
	        
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