Full text: Die Verfertigung der Gypsfiguren und des Gypsmarmors, für Maurer und Tüncher, sowie die Darstellung der Kupferfiguren durch die Galvanoplastik

   
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Drittes Capitel, 
  
  
Ueber die Bildung kupferner Figuren in 
Goypsformen durch die Galvavoplaſtik, 
Eine der wichtigften Erfindungen: neuerer Zeit 
und von unberechnenbarem Nuten für die Künfte und 
Gewerbe im Allgemeinen iſt die Galvanoplaftif, 
mittelft deren man nicht allein von geftochenen Kupfer: 
platten, Holzſchnitten, Medaillen und Basreliefs, 
fondern auch von jeder metallifchen Fläche ſowohl, 
als hohlen Formen die getreueſten Nachbildungen er- 
haben und vertieft darzuſtellen vermag. 
Das Verfahren beſteht darin, daß man den zu 
copirenden Gegenſtand in eine metalliſche Auflöſung 
legt, aus welcher die galvaniſche Wirkung das Metall 
reducirt. Der Niederſchlag nimmt die Form eines 
reinen Metallſtü>s an, giebt ſowohl die zarteſte Linie, 
als die geringſte Unebenheit wieder und bildet fo 
eine Mater von der höchſten Vollkommenheit. 
Die Galvanoplaſtik wurde von dem Hofrathe 
Jacobi, im Februar 1837, als er ſi< in Dorpat 
mit galvaniſchen Unterſuchungen beſchäftigte , entde>t 
und ſchon in ihrem erſten Stadium mit dem glüdz 
lichften Erfolge zur Herſtellung gravirter Kupferplatten 
angewendet. Als das ruſſiſche Gouvernement für die 
völlige Bekanntmachung der Entde>ung zum allgemei- 
nen Beſten Sorge trug und der Hofrath Jacobi die 
Beſchreibung des Verfahrens veröffentlichte, machte 
dieſe hochwichtige Erfindung in ganz Europa außer: 
  
   
	        
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