Full text: Die Kunst des Bildhauers in allen ihren Zweigen

    
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in Balten:-fchlägt oder ‚blätterti Man vergoldet daz 
her ſehr wenig und höchſtens ‘nur ſolche Gegenſtände 
mit Metalle, Halb -- oder Duidgold, von welchen 
keine lange Dauer erwartet - oder verlangt wird, 
Gegenſtände wahrer Pracht, die nicht für Augen- 
blicke“ dargeſtellt. werden , vergoldet man daher auch 
in Delgold mit dem feinſten ächten Ducatengolde, 
und in ſolcher Vergoldung kann man ſogaë große 
metallene, beſonders bleierne und zinnerne: Gegens 
ſtände vergolden, ‘die der freien Luft ausgeſeßt werz 
den. Längere Dauer im Freien bat allerdings die 
Vergoldung im Feuer , dieſe: iſt jedo< nur auf hâr- 
tere Metalle anwendbar und: gehört auch überhaupt 
nicht hierher, no, 
Es bleibt hier noch zu bemerken , daß die gute 
Delvergoldung beſonders ‘auc auf Stein und Marz 
mor anwendbar iſt, Der Stein muß jedoch vorher 
ganz volllommen ausgetro>net ſeyn, ehe-man den 
Delanſtrich bewirkt. Auch muß der Stein erſt mit 
gutem“ heißen Leinölfirniß getränkt und erſt, wenn 
er in der Oberfläche, ohne eine Haut zu bekommen, 
vollfommen mit Firniß geſättigt iſt, wird der erſte 
Delanſtrich aufgefegt. Dieſer muß hart und nach 
der Hartung mit Bimsftein abgeſchliffen, auch diez 
feö bei jedem, jeboch nicht ‚beim leßten Unftrich wies 
derholt werden. Schon dadurch bekommt der Stein 
eine Glätte und-\<óne Spiegelung, die ex den nach: 
her aufgelegten Goldblättchen mittheilt. Der harte 
Grund hat auch úberdem noch den Vortheil, daß 
man dem Golde nah gänzlicher Tro>nung ebenfalls 
eine leichte Politur geben kann, die man endlich.noch 
dur einen 'Copalfirniß erhöht. Solche Vergoldung 
iſt bei ſteinernen Monumenten und vorzugsweiſe bei 
Steinarten anwendbar, die keine Politur annehmen. 
Polirten Steinarten, wie zu B, dem Marmor, 
  
_ würde der di>e Delgrund nachtheilig werden, Sol: 
    
  
  
  
  
  
  
  
  
  
    
   
  
    
   
     
    
    
      
     
   
   
    
   
    
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