Full text: Briefwechsel zwischen C. F. Gauss und H. C. Schumacher (5. Band)

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Die Flora habe ich auch am 5. d. im Meridian beobachtet 
1848 Jan. 5. 9 h ll'44",8 G2° 30' 18",1 + 16° 9'45",‘2 
Abweichung der Goldschmidt’schen Elemente + 16",4, + 3",5. 
Am 3. fand ich sie zwar bedeutend schwächer als im De- 
cember v. J., aber doch noch hell genug, dass sie wohl last 
volle Beleuchtung vertragen haben würde. (Die Lampe brannte, 
wider meinen Willen ziemlich dunkel, ohne Zweifel, weil in der 
grossen Kälte das Oel nicht recht flüssig war.) Am 5. war 
besser für die Lampe gesorgt (die bis zur Beobachtung im ge 
heizten Zimmer gestanden hatte), aber hier musste ich die 
Beleuchtung sehr dämpfen, da der Planet so schwach erschien, 
dass er kaum auch nur geringe Feldbeleuchtung vertrug. Ich 
habe diess dem Zustande der Luft zugeschrieben, da auch die 
Fixsterne sehr unreine und unruhige Bilder gaben. Jedenfalls 
steht die Beobachtung vom 5. der vom 3. an Genauigkeit nach. 
Die Kälte hat seitdem noch zugenommen; morgens 8'. 1 finde ich 
seit mehreren Tagen immer — 12°5 bis — 13° Reaumur. 
Stets der Ihrige 
C. F. Gauss. 
Göttingen, 10. Januar 1848. 
N® 1222. 3rl)umad)cr an ©auss. [701 
Le Verrier will, wie Dent mir schreibt, Airj angreifen, 
weil Airy im Athenäum erklärt hat, dass der Ausdruck, mit 
dem er Arago’sWahl des Namens bezeichnete (indelicate) über 
eilt gewesen sei. Ich sehe in dem Grunde des zu erwartenden 
Angriffs keinen rechten gesunden Menschenverstand; wahrschein 
lich wird also der Angriff, wenn er würldich kommt, gegen 
etwas Anderes gerichtet seyn. 
Aus der Beilage werden Sie ersehen, dass man jetzt Formeln 
in gedruckten Circularen versendet. Ich denke eben dadurch
	        
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