Full text: Analysis (2. Band, 1. Teil, 2. Hälfte)

69. Ausgezeichnete Lösungen und Eigenfunktionen. 
1181 
Für x = 0 und für x — % der ersten Randbedingung genügt 
sin war, wenn n eine ganze Zahl ist. 
Für x — 0 und für x — 7t der zweiten Randbedingung genügt 
cos nx, wenn n eine ganze Zahl ist. 
Für x = 0 der ersten, für x = 7t der zweiten Randbedingung 
genügt sin nx, wenn n ein ungerades Vielfaches von ^ ist. 1632 ) 
Für x — 0 der zweiten, für x — 7t der ersten Randbedingung 
genügt cos nx, wenn n ein ungerades Vielfaches von \ ist. 
Für x — 0 der ersten, für x — 1 der dritten Randbedingung 
genügt sin X n x, wenn X eine Wurzel der determinierenden Gleichung 
(683) ist. 
Für x = 0 der zweiten, für x = 1 der dritten Randbedingung 
genügt cos X n x, wenn X n eine Wurzel derselben Gleichung ist. 
Für x — 1 der dritten Randbedingung mit einem Wert 2\ der 
Konstanten h, für x = 0 derselben Bedingung, aber mit einem andern 
Wert — 2\ der Konstanten genügt der Ausdruck (682), wenn X n 
eine Wurzel der Gleichung (680) ist. 
Der Periodizitätsbedingung für a = 27t genügt der Ausdruck 
A cos nx -f- JB sin nx, wenn n eine ganze Zahl ist, welches auch das 
Verhältnis der beiden Konstanten A, JB ist. 
Bei andern Aufgaben treten noch kompliziertere Randbedingungen 
oder auch „Übergangsbedingungen“ d. h. Bedingungen an einer inne 
ren Stelle des Intervalls auf; soweit man dann überhaupt noch mit 
trigonometrischen Funktionen zu tun hat, kommen die in Nr. 43 
erwähnten determinierenden Gleichungen und Eigenfunktionen in Be 
tracht. 1633 ) 
Eigenfunktionen sind durch ihre Definition im allgemeinen nur bis auf einen 
konstanten Faktor bestimmt; es ist bei den trigonometrischen Funktionen nicht 
wie bei allgemeineren bequem, diesen Faktor durch die Forderung festzulegen, 
daß die Integrale der Quadrate der Eigenfunktionen, genommen über das in 
Betracht kommende Intervall, alle den Wert 1 bekommen. 
1632) So z. B. bei Navier, Bull, philomat. 1825, p. 180; bei Poisson, Méca 
nique 2, p. 321. 
1633) Soll z. B. die Gleichung 
unter den Übergangsbedingungen 
du _dv 1 du 1 dv 
dx dx' a? dt a, * dt 
für x — h
	        
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