126 Drittes Kapitel.
für geschwärztes Kupfer
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Kennellys Versuchsresultate sind in der Fig. 72 zur Darstellung
gebracht.
Da nun die Verbandsvorschriften hier keinerlei Festsetzungen
getroffen haben, können die Werte dieser Figur dazu dienen, jene
Erwärmung zu veranschaulichen, welche bei dauerndem Betrieb
mit aus anderen Erwägungen festgesetzten und als zulässig er-
achteten Stromstärken bei mittleren Witterungsverhältnissen und
Windbewegungen eintreten wird.
Sofern es sich nicht um dauernde Belastung mit einer be-
stimmten Stromstärke handelt, wie dies namentlich bei Serien-
systemen vorkommt, können vorübergehend stärkere Ströme in
allen bisher besprochenen Fällen durch die Leiter gesandt werden.
Dies ist z. B. von Wichtigkeit für Leitungen, an welche Motoren
oder Bogenlampen angeschlossen sind. Bei diesen Anschlußob-
jekten treten im Moment des Anlassens Stromstöße auf, die je
nach der Art des Apparates, der Konstruktion der Anlaßvor-
richtung und der Geschicklichkeit, mit der sie bedient werden,
zuweilen erheblich größer sein können, als der normale Dauer-
strom. Es ist dann in allen diesen Fällen die Leitung nur für
den Dauerstrom zu bemessen, da der vorübergehende Stromstoß
nur einen geringen Mehrbetrag an Wärme zu liefern vermag, selbst
wenn er den Betriebsstrom um das Doppelte oder Dreifache über-
traf. Diese Betrachtungen führen uns zur Erörterung der inter-
mittierenden oder aussetzenden Betriebsweise, die besonders bei
unterirdischen Kabelleitungen deshalb von Wichtigkeit ist, weil
hier die Festsetzungen bis auf weiteres vom Verbande Deutscher
Elektrotechniker noch offen gelassen wurden, die Erwägungen ver-
wickelter und in ihrem Einfluß auf die Ökonomie einer Leitungs-
anlage von größerer Bedeutung sind, als bei den bisher behan-
delten Innen- und Luftleitungen.
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