Full text: Handbuch der Elektrochemie

Elektrische Einheiten. 
101 
Grunde, 
auf eine 
von 1 g 
Kraft 1 
dt durch 
L in der 
elektri- 
3 abso- 
m lange 
dadurch 
ress der 
ass das 
d durch 
tjedoch 
statt cm 
erselben 
ler Zeit 
,1t. 
les Feld, 
md eine 
nus und 
an einen 
fleh ein 
eit der 
liessend, 
Ampere 
} erhält 
flter ist, 
sie wird ausgedrückt durch 1 Coulomb — 1 Cb, wofür man auch wohl 
1 Sekunde-Ampere (1 Sek.-Amp.) schreibt. 
Die elektromotorische Kraft 1 ) ist eine arbeitleistende Kraft, 
welche als Ursache des elektrischen Stromes gilt. Man bezeichnet sie 
auch als elektrische Spannung oder Potentialdifferenz, wenn 
man sich die elektromotorische Kraft als an den Enden eines Strom 
kreises wirkend denkt. 
Denkt man sich eine kreisförmige Strombahn von einem Strome i 
durchflossen und senkrecht zur Ebene des Kreisstromes eine Kraft K 
von irgend welchen magnetischen Massen in so grosser Entfernung 
ausgeübt, dass K konstant angenommen werden kann, so muss, wenn 
man den kreisförmigen Leiter gegen die wirksame Kraft der Magnete 
um ein Stück L bewegt, von aussen her demselben eine Arbeitsmenge 
zugeführt werden. Die Arbeit ist aber gleich dem Produkt aus Kraft 
und Weg, also = K . L. Als Aequivalent für diese Arbeit tritt im 
Stromkreise elektrische Arbeit auf; diese sei allein durch die äussere 
Arbeit erzeugt; dann ist, wenn die Verschiebung um 1 (cm) in t // vor 
sich geht, durch den Leiter die Elektricitätsmenge Q = i. t geflossen. 
Die Elektricitätsmenge ist aber keine Arbeit, sie wird es erst durch 
Zuführung des Faktors E (elektromotorische Kraft) und dadurch zum 
Aequivalent der äusseren Arbeit, so dass wir erhalten 
Q . E = K . L 
Erfolgt die Bewegung gegen die Kraft 1 (1 Djne) um die Länge 1 
(1 cm) in der Zeit 1 (1 Sek.) oder mit der Geschwindigkeit 1, so er 
halten wir die — absolute — Einheit der elektromotorischen 
Kraft oder der elektrischen Spannung. Als praktische Einheit 
gilt 1 Volt, d. i. der 100000000fache Betrag der absoluten Einheit. 
Schicken wir voraus, dass die Einheit des Widerstandes 1 Ohm 
heisst, so kann das Volt auch definiert werden als die elektromotorische 
Kraft, welche in einem Leiter von 1 Ohm Widerstand eine Stromstärke 
von 1 Amp. erzeugt (s. unten Ohmsches Gesetz). 
0 Potentialdifferenz und elektromotorische Kraft werden häufig als identische 
Begriffe angesehen. Das sind sie, streng genommen, nicht, wohl aber werden 
beide Grössen im selben Masssystem durch die gleiche Zahl ausgedrückt. 
Wir definieren „Potentialdifferenz“ als die Ungleichheit im elektrischen 
Zustande zweier Leiter oder Teile eines Leiters, durch welche ein Quantum 
Elektricität von dem einen zum anderen getrieben wird. Wir messen die Grösse 
dieser Potentialdifferenz durch die Anzahl von Arbeitseinheiten, welche wir auf 
wenden müssen, um die Einheit positiver Elektricität von dem einen Leiter auf 
den anderen zu schaffen. Legen wir hierbei die elektromagnetische Elektricitäts- 
einheit zu Grunde, so erhalten wir die Potentialdifferenz im elektromagnetischen 
Masssysteme ausgedrückt. 
Die Potentialdifferenz ist die Ursache jener Strömung der Elektricität, 
welche das Gleichgewicht wieder herzustellen und gleiches Potentialniveau auf den 
verbundenen Leitern herbeizuführen strebt. 
Als elektromotorische Kraft dagegen bezeichnen wir jene Kraft, welche, . 
das Gleichgewicht störend, Elektricität von niederem Potential auf höheres anhäuft. 
Die Grösse dieser elektromotorischen Kraft messen wir durch die Grösse der von 
ihr hervorgebrachten Potentialdifferenz. 
Deshalb sind beide Grössen durch dieselbe Zahl ausgedrückt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.