Full text: Die "technische" Antwort auf den Zeitungs-Aufsatz: Das "technische" Jahrhundert von Univ.-Prof. Dr. Rob. Pöhlmann - München

    
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schwersten Konfliktes im Lande mit beispielloser Kraft 
und Ausdauer die Wehrmacht neu geschaffen. In Jieser 
schlimmsten Zeit hat er die Grundlagen der heutigen 
Grösse und Wohlfahrt von Land und Reich geschaffen. 
Er hat einen grossen Heeresorganisator, den grössten 
Kriegsmeister und den unvergleichlichen Staatsmann zu 
Beratern gewählt. Entgegen der im Volke und nament- 
lich unter den Gebildeten herrschenden grossdeutschen 
Gemütspolitik ist der König in den Kampf um die Vor- 
herrschaft in Deutschland eingetreten. Eine einzige Uni- 
versität hat damals den Krieg in der Aussicht auf eine 
bessere Zukunft begrüsst und nur eine deutsche Volks- 
vertretung, die zweite badische Kammer, zu Gunsten 
Preussens einen zahmen Beschluss gefasst. Der Minister- 
präsident wurde allenthalben für das «Unglück des Lan- 
des» erklärt, er war verhasst, besonders in liberalen 
Kreisen. Dem Könige ist es zu danken, dass trotzdem 
die Zucht im Heere und das Pflichtgefühl stärker war 
als die Stimmung im Lande. 
Unmittelbar nach den Kriegserfolgen wurde der 
Friede mit dem eigenen Volke und seiner Vertretung ge- 
schlossen, der Norddeutsche Bund und wenige Jahre 
darauf nach dem beispiellosen Siegeslaufe des französi- 
schen Krieges das Deutsche Reich errichtet. Machtvoll 
und im innersten Kerne gesund, entwickelte sich das 
Reich zu nie geahnter Blüte. Den unerhörten Siegen ist 
eine ebenso kraftvolle als erfolgreiche Friedenspolitik 
gefolgt. Alles das verdanken wir dem Könige, der ın 
der entscheidenden Zeit seine Person und seine 
Krone für das grosse Zukunftswerk eingesetzt und ein 
Beispiel von Kraft und Ausdauer, von unerschütterlichem 
Vertrauen in seine Sache und seine Ratgeber gegeben 
hat, wie es uns in der Geschichte kaum wieder entgegen- 
tritt. Nicht der Greis hat so Grosses geschaffen, son- 
    
  
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