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schwersten Konfliktes im Lande mit beispielloser Kraft
und Ausdauer die Wehrmacht neu geschaffen. In Jieser
schlimmsten Zeit hat er die Grundlagen der heutigen
Grösse und Wohlfahrt von Land und Reich geschaffen.
Er hat einen grossen Heeresorganisator, den grössten
Kriegsmeister und den unvergleichlichen Staatsmann zu
Beratern gewählt. Entgegen der im Volke und nament-
lich unter den Gebildeten herrschenden grossdeutschen
Gemütspolitik ist der König in den Kampf um die Vor-
herrschaft in Deutschland eingetreten. Eine einzige Uni-
versität hat damals den Krieg in der Aussicht auf eine
bessere Zukunft begrüsst und nur eine deutsche Volks-
vertretung, die zweite badische Kammer, zu Gunsten
Preussens einen zahmen Beschluss gefasst. Der Minister-
präsident wurde allenthalben für das «Unglück des Lan-
des» erklärt, er war verhasst, besonders in liberalen
Kreisen. Dem Könige ist es zu danken, dass trotzdem
die Zucht im Heere und das Pflichtgefühl stärker war
als die Stimmung im Lande.
Unmittelbar nach den Kriegserfolgen wurde der
Friede mit dem eigenen Volke und seiner Vertretung ge-
schlossen, der Norddeutsche Bund und wenige Jahre
darauf nach dem beispiellosen Siegeslaufe des französi-
schen Krieges das Deutsche Reich errichtet. Machtvoll
und im innersten Kerne gesund, entwickelte sich das
Reich zu nie geahnter Blüte. Den unerhörten Siegen ist
eine ebenso kraftvolle als erfolgreiche Friedenspolitik
gefolgt. Alles das verdanken wir dem Könige, der ın
der entscheidenden Zeit seine Person und seine
Krone für das grosse Zukunftswerk eingesetzt und ein
Beispiel von Kraft und Ausdauer, von unerschütterlichem
Vertrauen in seine Sache und seine Ratgeber gegeben
hat, wie es uns in der Geschichte kaum wieder entgegen-
tritt. Nicht der Greis hat so Grosses geschaffen, son-
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