Full text: Ueber Kometen

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Diese Ephemeride, verbunden mit der kleinen Stern 
karte*), die wir hier beigegeben haben, beantwortet eigent 
lich von selbst alle Fragen, die man über den Lauf und 
Stand des Kometen, während seiner ganzen Sichtbarkeit 
stellen kann. — ES erübrigen uns nur einige Bemerkun 
gen, die, wenn gleich ebenfalls, so doch nur mittelbar sich 
aus jenen Quellen ergeben. 
Im Monate August ist die Bewegung des Kometen am 
Himmel nur gering, da die Richtung derselben fast gerade auf 
die Erde hingeht; eben deßwegen nähert er sich aber mit rei 
ßender Schnelligkeit unserem Planeten, gegen Ende Augusts 
täglich gegen 800,000, stündlich über 3 o,000 deutsche Meilen. 
So kommt es denn auch, daß er seinen Lichtglanz sehr stark 
ändert, und, obwohl er Anfangs Augusts noch sehr schwach, 
und vielleicht nur mit guten Fernrohren wahrnehmbar ist, schon 
mit Ende Septembers seinen größten Glanz erreicht. Im 
letzten Drittheile desselben Monates nähert er sich dem Nord 
pole so sehr, daß er um den 2(^1, schon ein Circumpolarge- 
stirn wird, und wie etwa der große Bär nicht mehr auf. und 
untergeht, sondern die ganzen Nächte hindurch am Himmel 
gesehen werden kann. In den ersten Tagen des Oktobers 
erreicht er seinen geringsten Abstand von der Erde (5 Mill. 
Meilen). , 
Unter den Gestirnen beschreibt er um diese Zeit seinen 
schnellsten Weg. Um den 5 . Oktober hört er auf, Circum- 
polargestirn zu seyn. Mit Ende desselben Monates be 
wegt er sich schon mit weit geringerer Geschwindigkeit unter 
*) In derselben bedeuten die senkrecht hcrablaufendcn, arabischen 
Zahlen die Abweichungen des Kometen, oder dessen Entfer 
nungen vom Äquator, den die mit o bezeichnete Linie vorstellt; 
die horizontal hinlaufenden, römischen Zahlen geben die geraden 
Aufsteigungen oder Abstände voni Frühlingspunkte, d. h. von 
dem Punkte des Äquators, durch den die Sonne im Anfange 
des Frühlings geht.
	        
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