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das specifische Gewicht desselben ist 0,969. Wasser von 0 ° lösst pro
Volum 0,0387 Vol. desselben. Mit Ammoniak bildet es nur Gemenge^
keine Verbindung. Kohlensäure dagegen besitzt einen schwachsauren
Geschmack, und obgleich dieses Gas reicher an dem nicht verdichtbaren
Sauerstoffgase, als das permanente Kohlenoxydgas ist, so ist es doch
durch Druck in eine Flüssigkeit überzuführen, welche in der Kälte er
starrt. Das specifische Gewicht des Gases ( ist 1,524. Ein Volum Was.
ser bei 0 ° lost 1,7976 Volume des Gases. Mit Ammoniak verdichtet es
sich zu einer festen, weissen Masse.
Ueber die Aequivalenz.
Unter dem Ausdrucke Aequivalent versteht man die Mengen der
verschiedenen Körper, welche sich zu neuen Substanzen vereinigen und
die Mengen derselben, welche sich in den Verbindungen vertreten können,
oder genauer die Mengen der verschiedenen Körper, welche eine gleiche
chemische Wirkung ausüben.
Wird die Gewichtsmenge Wasserstoff, welche sich mit Jod zu Jod
wasserstoff verbindet, gleich 1 gesetzt, so ist die entsprechende Jodmenge
durch 127 auszudrücken. In dem Verhältnisse von 1 : 127 sind Wasser
stoff und Jod aequivalent zur Bildung der Jodwasserstoffsäure.
80 Gewichtstheile Brom und ( 35,5 Gewichtstheile Chlor verbinden
sich mit 1 Gewichtstheil Wasserstoff, indem Substanzen entstehen, wel
che der Jodwasserstoßsäure vollständig analog sind.
Jod, Brom und Chlor sind in den angegebenen Mengen aequivalent
zur Bildung dieser analogen Verbindungen.
Wirkt Chlor auf Essigsäure ein, so entstehen Mono-, Di- und Tri-
chloressigsäure, es tritt Wasserstoff aus der Essigsäure aus, und für je
einen Gewichtstheil desselben treten 35,5 Gewichtstheile Chlor in die ge
nannte Säure ein. Die Eigenschaften der Essigsäure sind durch die Sub
stitution des Chlors für Wasserstoff in vieler Beziehung nicht verändert
worden.
Durch Wasserstoff im Moment des Entstehens lassen sich die Chlor
essigsäuren wieder rückwärts in Essigsäure verwandeln, für je. 35,5 Ge
wichtstheile Chlor, welche austreten, tritt hierbei ein Gewichtstheil Was
serstoff ein.
Lässt man Jod auf Anilin einwirken, so erfolgt diu Substitution von
einem Gewichtstheile Wasserstoff in dieser Base durch 127 Gewichts
theile Jod, es entsteht Jodanilin, eine dem Anilin analoge Substanz.
Hiernach ist ein Gewichtstheil Wasserstoff aequivalent 35,5 Ge-
wichtstheilen Chlor oder 127 Gewichtstheilen Jod und da in ähnlicher
Weise 80 Gewichtstheile Brom ein Gewichtstheil Wasserstoff' in analogen
Körpern ersetzen, so drücken diese Gewichtsmengen das Verhältnis 3 der
Aequivalenz von Wasserstoff und Brom aus.