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Stil (1854— 58), von Stüler; die kath. Michaeliskirche in der Nähe von Bethanien, die nach
Soller’3 Entwurfe 1856 im roman, Stil aufgeführt wurde und für die ſchönſte Kirche D.8
gilt; die 1861—63 an der Stelle der ältern neuerbaute Dorotheenſtädtiſche Kirche. Außer
dem iſt von gottesdienſtlihen Gebäuden der nah Stüler’s Entwürfen 1855 auſgeführte Tem-
pel der jüd. Reformer in der Johannesſtraße wegen ſeiner Kuppelanlage fehenswerth, und die
Neue Synagoge in der Oranienburger Straße, von Knoblauch im orient. Stil erbaut, zählt
zu den ausgezeichnetſten Bauwerken B.s.
Unter den Paläſten und öffentlichen Gebäuden nimmt das köuigl. Schloß den erſten Rang
ein. Daſſelbe bildet ein längliches Viere> von 626 F. Länge, 373 F. Breite und 101 F. Höhe,
Auf der Schmalfronte, nah der Schloßfreiheit zu, erhebt ſich über dem ſhönen Portale ein
1845—54 ausgeführter Kuppelbau bis 225 F. Die jener Front gegenüberliegende Waſſer-
ſeite des Schloſſes iſt der älteſte Theil, der ſhon 1443 von Kurfürſt Friedrich II. begonnen
ward. Das Ganze wurde 1699—1716 unter den Königen Friedrich I. und Friedrich Wil-
helm I. duch Schlüter und Eoſander von Goethe vollendet, Der impofante Bau umſchließt
600 Säle und Gemächer, darunter der Weiße Saal, die Gemüäldegalexie (mit Bildern neuerer
Meiſter), der Ritterſaal und die prächtige Kapelle (unter der Kuppel), Den Haupteingang an
Luſtgarten hmüd>en zwei Gruppen aus Erzguß, die Nofſebändiger (von Baron Clodt in Pe-
tersburg). Auf der Nordſeite der Linden und dex öſtlich daranſtoßenden Pläße bis zur Schloß-=
brüde reihen ſi aneinander: die Akademie, die Univerſität (1754—64 als Palaſi des Prinzen
Heinrich, Bruders Friedrich's II. erbaut), die Königswache, ein Meiſterſtück Schinkel's, 1818
in Form eines röm. Caſtrum aufgeführt; das Zeughaus, ein regelmäßiges Viere>, von je
280 F. Fronte, unter Friedrich T. 1695—1706 von Nehring und Jean de Bodt unter Mit-
wirkung Schlüter’8 (die «Schlüter’fchen Masten» fterbender Krieger) errichtet; hinter der Kö:
nigswache: die Singafademte mit chöner Süulenfagade und vortrefflicher Akuſtik im Innern,
1825—26 von Ottmex erbaut. Gegenüber dieſen Prachtbauten liegen am Dpernplag das
Palais des Königs Wilhelm I., für ihn als Prinzen von Preußen 1834—836 von Langhans
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erbaut; das gefchmadlofe, in Form einer Kommode 1775
5—80 aufgeführte Bibliothefgebäude;
das ſchöne Opernhaus. Leiteres wurde 1741— 42 nad) den Plänen Knobelsdorf's errichtet
und nach dem Brande von 1843 von Langhans umgebaut. Dem Zeughaus gegenüber erhebt
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ſich das 1857 reſtaurirte Palais des Kronprinzen. Zu den größten Zierden B.8 gehören das
eite des Luſtgartens, das königl. Schauſpielhaus auf dem Gensdarmen-
narfte und die Bauakademie ſüdlih der Schloßbrü>e an der Spree: drei Meiſterwerke Schin-
fel’8, von denen das letere 1835 von Badfteinen in einem eigenen modernen Stile aufgeführt
war
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Muſeum an der Nordf
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vard, die beiden erſten aber in reinſtem antiken Bauſtil gehalten ſind. Das Alte Muſeum,
1828 auf vielen Tauſenden von Pfählen erbaut, 276 F. lang, 179 F. tief und 83 F.
hat an der Hauptfaçade eine 91 F. breite Freitreppe von 21 Stufen, welche zu der von 18
tonifchen Säulen gebildeten, mit Fresien gefchmiteten Vorhalle führt. In diefer ſtchen am
Eingang zum Innern die Standbilder Schinkel's (von Tie) und (ſeit 1864) Rauch's (von
Drake). Die Rampen der Treppe zieren die berühmte Amazone voy Kiß und der Löwenkampf
(ſeit 1861) von A. Wolff. Durch einen Bogengang mit dem «Mufeum» verbunden iſt das
Neue Muſeum, welches ſeit 1843 nah Stüler's Entwürſen erbaut wurde und in Bezug auf
innere Aus\hmü>ung für das prächtigſte Gebäude B.s gilt, Das 1819—21 aufgeführte
Schauſpielhaus, 275 F. lang, in der Mitte 160 F. tief und 120 F. hoch, hat an dex Façade
eine 85 F. breite Freitreppe und umſchließt auch einen großen Concertſaak. Von andern öffent-
lihen Gebäuden ſind noh auszuzeihnen : das Lagerhaus in der Kloſterſtraße, bis 1451 d
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furfürftl, Reſidenz, jezt Siß mehrerer Behörden; das Kammergericht; das 1856 erweiterte
Stadtgericht; das Polizeipräſidium neben der Stadtvogtei oder dem Gefänguiſfe. Ferner die
Hauptbanf, die Seehandlung, die Minze, die Staatsdruderei (mit 40 Preſfen für Papier-
geld und Werthpapiere), die Pepintere (medic. - irurgifche Bildungsanſtalt für Militärs),
die Kriegsakademie, die Artillerieſchule, die Thierarzneiſchule, das Gewerbeinſtitut, die Neue
Sternwarte, 1835 von Schinkel exbaut; das Cadettenhaus; die Gebäude des Kriegsminiſte-
riums und des Handelsminiſteriums, Außerdem zählt die Stadt 16 zum Theil jehr fchöne
Kaſernen. Bedeutende Baue der jüngſten Zeit find die 1863 vollendete neue Börſe an der
E>e der Burg - und Neuen Friedrichsſtraße, und das 1864 bis auf den Thurm fertige neue
Nathhaus, erſtere nah dem Plane Hitig's im venet. Stil (mit allegoriſchen Gruppen von
Begas, A, Fiſcher u, a. ), letzteres von Waſemann im Stil der Zeit der Königin Eliſabeth
,
Bon architektoniſhem Intereſſe ſind außerdem noh die großartigen Geb!
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ausgeführt,
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des Invalidenhau|
(120 F. hohe hohl
Bahnhofs) für 80(
dem Köpeniker Fel
(St. -Hedwig's) $
Krankenhaus, 186
gebäuden, die fich
Prinzen Karl am
in der Wilhelmeft
am Anfang der Li
Linden, des Grafe
Linden; das Hötel
DB. ift reich an
alle an Grogartigt
gearbeitet, bon Fri
eine Höhe von 43
oberer Theil alle b
Königs enthält, wi
ſelben darſtellt, A
gezogenem Schwer
1855 aufgeſtellt),
Scharnhorſt, beide
pla: Schwerin, 2
nach Modellen von
(1860 enthüllt, N
der Bauakademie.
der Langen oder K
beften plaftifchen 2
dem Hallifchen The
64 F. hohe goth.
würfen in Guß au
1849 gefallenen K1
Eiſen, mit einem
Alliance-Platze, 6C
eine eherne Victori
Drake, im Thierga
1863 in der Mitte
wurfe von Begas,
erhalten. Die Sc
in den Kampf eilen
A. Wolff, Wichma
Von den Gar
groß vor dem Bra
burger Chauſſee in
Zeit durch Lenne i
partien und Waſſe1
Schloß Bellevue m
Park von faſt 187
liegen das Kroll’fc
beſuchten, unter d
Concert- und Verg
Albrechtshof, befin
dehnt fid) dev 184
im Süden B.8, befi
ſowie Vergnügung
Moabit, das ſich
ſhinenbauerei und