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feine Leinwand und ſetze fie aufd neue, mit Zuthun von
anderthalb Pfd. Benetianifcher Seife, auf das Feuer. —
Nachdem man einige Hände Salz in dieſe Brühe gewor-
fen hat, ſcheidet ſih die Seife vom Waſſer: und man
\{<öpft dieſelbe in einen andern reinen fupfernen Keſſel
oder ſonſtiges hölzernes oder ſteinernes Gefäß, und miſcht,
unter fortwährendem Umrühren, 4 Loth feinen Puder,
4 Loth geſtoßene Florentiniſhe Veilchenwurzel nebſt dem
übrigen Spiritus darunter, gießt oder fchöpft die no<
lauwarme Maſſe in die dazu beftimmten Blechformen
und läßt fie darin erkalten.
Windſorſeife auf eine andere Art
Sonſt nahm man blos Talg, jebt findet man es
vortheilhafter, dem Talg 25 bis 30 Proceent Olivenöl
oder Schweinefett zuzufegen ; die Seife nimmt durch die-
fen Zufag nicht fobald den unangenehmen Talggerud)
an und kocht fih vollfommener, da man fie länger fo-
hen muß. Das Berfahren ift das gemöhnliche. Somie
die Lauge ſih abſcheidet, läßt man das Feuer ausgehen,
damit die Lauge ſi< volllommen trenne, wozu wenig-
ſtens 12 Stunden nöthig ſind. Dann ift die Seife noh
warm, vollkommen flüſſig und neutral. — Man rührt
hierauf auf 1000 Pfund Seife 6 Pfund Kümmelöl, 14
Pfund Lavendelöl und 14 Pfund Rosmarinöl ein,“ wo-
bei man darauf ſieht, daß man die Lauge niht mit um-
rühre *), läßt das Ganze no< 2 Stunden ruhig und
gießt es dann in die Formen.
Windforfeifenab F. DB. Weiſe.
Man bringt in einen womöglich verzinnten oder
emaillirten Keſſel 40 Pfd. niht mit Säure geſhmolzenen
*) S. Leu <'s Seifenfabrikant, S. 197.
®*) Arbeitet man in kleinern Mengen, ſo iſ es beſſer, die Lauge
vorher zu entfernen.
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