Full text: Die Copirtelegraphen, die Typendrucktelegraphen und die Doppeltelegraphie

  
  
  
  
  
48 Zweite Abtheilung. 
lichen Ansätze an dem Typen m an und nehmen denselben mit sich 
nieder, bis er auf den zwischen dem Typen m und der Walze W hindurch- 
gehenden Papierstreifen PP auftrifft und sich auf demselben aufdruckt; 
denn die Walze W ist in das Gestell fest eingelagert, kann also nicht 
ausweichen. Wenn dann der elektrische Strom durch Herausziehen des 
Stiftes aus dem Index € wieder unterbrochen wird, führt die Feder { 
den Hebel 7, dessen Schwingung durch die Stellschrauben Ak regulirt 
werden kann, in seine Ruhelage zurück; auch der Rahmen X geht mit 
zurück und dabei legt sich der an demselben befindliche Sperrkegel n 
in das Sperrrad M an der Walze W ein, dreht diese um einen Zahn 
fort und zieht so den Papierstreifen PP zwischen dem Walzenpaare W 
und F um ein Stück weiter, so dass nun ein neuer Buchstabe darauf 
gedruckt werden kann. Der Type selbst aber, welcher in die beiden 
Ringe O und N des Typenrades so eingelegt ist, dass er sich in radialer 
Richtung frei bewegen kann, wird beim Rückgange des Hebels durch 
eine Spiralfeder r in seine Ruhelage zurückgeführt. Mit AR sind die 
Holztheile des Apparates bezeichnet. 
Das Telegraphiren ist höchst einfach: der Telegraphist schaltet 
seinen Wechsel um und steckt einen Stift in dasjenige Loch des Index 
C ein, welches dem ersten zu telegraphirenden Buchstaben entspricht; 
das Typenrad kommt durch das Uhrwerk in Bewegung; nachdem sich 
einer seiner Stifte an den eingesteckten Stift in C angelegt hat, kommt 
es zum Stillstehen und nun zieht der Telegraphist den Stift aus € wieder 
heraus und steckt ihn in das Loch des folgenden Buchstabens des zu 
telegraphirenden Wortes ein u. =. f. 
Bezüglich- des übereinstimmenden Ganges der beiden Uhrwerke ist 
zu bemerken, dass zwischen je zwei auf einander folgenden Arreturen 
das eine Pendel nicht einen halben Schlag mehr oder weniger machen 
darf als das andere. 
2. Der Typendrucktelegraph von Bain. 
Bei dem sinnreichen, von dem Mechaniker Alexander Bain aus 
Edinburg schon 1840 erfundenen, am 27. Mai 1843 in England paten- 
tirten Typendrucktelegraphen sind auf jeder Station zwei Uhrwerke in 
Thätigkeit, und der elektrische Strom hat weiter nichts zu thun, als 
das eine Paar dieser Uhrwerke auf beiden Stationen zugleich in und 
ausser Gang zu setzen, während das andere Paar von dem ersten 
Paare losgelassen oder arretirt wird. (Vgl. Shaffner, telegraph manual 
S. 269 — 272; Dinglers polytechn. Journal Bd. 90. S. 106; Civ. Eng. 
and Arch. J. 1843. 5. 300; Mech. Mag. 40. S. 268.) Das erste Paar be- 
sorgt die Einstellung des zu telegraphirenden Buchstabens oder Zeichens
	        
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