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(sogen. Tiroler) gestellt werden, sondern miissen auf ihr natiirliches Lager
gelegt werden, weil sie sonst schnell verwittern und nach den Schichtflächen
abblättern.
Stehen keine gebrochenen Steine, sondern Feldsteine oder Findlinge
zur Verfügung, so ist ein regelmässiger Verband nicht durchführbar und es wird
nur bei sorgfiltigster Auswahl der Steine moglich sein, der ersten Anforderung
an jeden Steinverband, dass keine Stossfugen aufeinander treffen, zu entsprechen.
Die Steine sind dann am besten unter Verwendung von Zementmdrtel so zu
legen, dass móglichst viele Durchbinder vorhanden sind, auch sind die unver-
meidlichen hohlen Stellen gut mit kleinen Steinen oder Ziegelbrocken zu ver-
zwicken.
Um grössere Feldsteine einigermassen lagerhaft und verbandfähig zu machen,
müssen dieselben gespalten werden. Das Spalten geschieht mittels grosser eiserner
Hämmer, durch Sprengen mit Pulver oder unter Verwendung eiserner Keile.
Grosse Findlinge (eratische Blócke) werden gleich an Ort und Stelle ge-
sprengt, kleinere aber auf der Baustelle zerschlagen und roh zugehauen. Mit
den so gewonnenen polygonalen Stücken lüsst sich ein ziemlich guter netz-
fórmiger Verband (Cyklopenmauerwerk) erzielen. Zu den Gebáude-, Thür- und
Fensterecken sind dann Werksteine (Fig. 274) oder Ziegelsteine (Fig. 275) zu
Fig. 274.
Fig. 275.
verwenden, welche mit Verzahnung in das Cyklopenmauerwerk eingreifen. Zur
Herbeiführung grósserer Haltbarkeit, auch wohl des besseren Aussehens wegen,
werden häufig in Abständen von 0,70 bis 1,0 m wagerechte Schichten von Werk-
steinen (Fig. 276) oder Ziegelsteinen (Fig. 277) eingelegt.
Tug. 2296 Fig. 277.
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Die Stärke der Mauern aus lagerhaften Bruchsteinen ist mindestens 15 bis
20 cm und die der Mauern aus Feldsteinen mindestens 25 bis 30 cm grösser
anzunehmen, als die der Mauern aus Ziegelsteinen.
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