Wenden wir uns nun zu der Untersuchung der Aenderung des
Auftriebes von 1 cbm Gas bei einer Druckänderung von 1 mm Queck-
silbersäule unter der Voraussetzung einer konstanten Temperatur. Zu
liesem Zwecke setzen wir wieder in Gleichung 3 für den ursprüng-
lichen Druck b den um 1 mm höheren Barometerstand b-+1 ein,
zsubtrahieren beide Zustandsgleichungen von einander und erhalten
lamit die durch 1 mm Druckänderung verursachte Auftriebsdifferenz.
die wir jetzt mit ds bezeichnen wollen, zu:
sa
232\ T T ;
1
ds = 23927
5)
Die Auftriebsänderung dp für 1 mm Druckdifferenz ist also
unabhängig vom ursprünglichen Druck, also für jeden Druck die
zleiche, im Gegensatz zur Auftriebsänderung Ö, für 1° Temperatur-
differenz, die eine Funktion der ursprünglichen Temperatur darstellt,
also bei jeder Temperatur eine andere wird, und nur innerhalb der
praktisch in Betracht kommenden Temperaturgrenzen als konstant
angenommen werden konnte.
da wird um so größer, je niedriger die Temperatur ist, bei der
die Druckänderung stattfindet.
Schreiben wir Gleichung 5 wie folgt:
1
da T=—
np T 2.392
so zeigt sie sich in der Form der gleichseitigen Hyperbel, womit wir
über die Art der Differenzabnahme ö» mit steigender Temperatur
orientiert sind.
Der Mittelpunkt der Hyperbel liegt bei T= —273° ent-
sprechend der Fig. 3.
Die Hyperbel verläuft‘ im praktisch benutzten Temperatur-
zebiet wiederum schon so flach, daß sie ebenso wie vorher bei der
Änderung des Auftriebs mit der Temperatur an dieser Stelle durch
eine gerade Linie ersetzt werden kann, oder mit anderen Worten:
Die Auftriebsdifferenz d5s für 1mm Druckunter-
schied ist nicht nur unabhängig vom ursprüng-
lichen Druck, sondern innerhalb des praktisch
benutzten Gebietes auch mit größter Annäherung
unabhängig von der Temperatur.