Full text: Das Ganze der Stärke- und Puder- sowie der damit vortheilhaft zu verbindenden Stärkegummi- und Stärkezuckerfabrication oder faßliche und vollständige Anleitung, alle Sorten feinster Stärke und Puder aus Weizen, Gerste, Kartoffeln, Roßkastanien und vielen andern Früchten und Wurzeln nach den besten jetzt in Deutschland, Frankreich und England üblichen Verfahrungsarten, mit Benutzung der neuesten Entdeckungen und Erfindungen, auf das Wohlfeilste zu bereiten, sodann das Stärkemehl auf eine höchst nutzbare Weise in Stärkegummi oder Stärkezucker zu verwandeln

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Nacht entbrennen, bald darauf aber fchmarz und 
ſtinkend, folglich zum Futter für das Vieh untaugs 
lich werden. 
$. 88. Wenn das Sauerwaffer aus den. Abz 
füßwannen abgelaufen ift, fo zeigt fih auf dem Rüds 
fland obenher ein grauer mehligter Schlamm, etliche 
Finger hoh, unter welchem erſt die Stärke auf dem 
Boden feſtſizt. Dieſe graue, lo>ere Maſſe muß nun 
mit Eleinen Schöpfmulden forgfältig abgefchöpft werz 
den, ohne die unter derſelben liegende weiße Stärke 
zu berühren. Diefer abgefchöpfte Schlamm wird 
ebenfalls in dem Schlammfübel zum Futter für das 
Vieh aufbewahrt, Wenn mit der Schöpfmulde nichts 
mehr davon gefaßt werden kann, ſo muß die noch 
Übrige graue Maſſe mit dem Flederwiſh vollends 
zufammengefehrt und abgenommen werden, bis ends 
  
lich die wahre Stärfemaffe, weiß wie Schnee, rein | 
und feſt erſcheint. Dieſe erlangte Feſtigkeit der rei- 
nen Stärke erlaubt es auch, daß man in dem Falle, 
wenn ja noch einige Spuren von dem grauen Wes 
fen auf derſelben fichtbar ſeyn ſollten, die ſi< mit 
dem Flederwifch nicht völlig entfernen laſſen, Diefels 
ben durch leife aufgegoffenes frifches Waffer hinwegs 
fpülen Fann. Zu der oben befchriebenen Arbeit nimmt 
man gern ſoviel Menſchen, als mögli, um ſolche | 
in der möglichſt kürzeſten Zeit zu vollbringen. 
$. 89. Den zuleßt abgekehrten und abgeſpülten 
grauen Schlamm kann man auch, wenn man deſſen 
ſoviel zuſammen bekommt, daß es der Mühe lohnt, | 
in ein beſonderes Gefäß thun und hierin, mittelſt 
Aufſchüttens von friſhem Waſſer und tüchtigen Um= 
rührend, noch einmal abfüßen und ſtehen laſſen; wo 
fih dann, nad abermaliger genauer Abſonderung 
des obenſtehenden Futterfchlammes, viel oder wenig 
gute Stärkemaffe unten gefegt haben wird, jenachs 
    
  
  
  
    
  
  
     
   
     
   
     
    
   
    
   
  
    
    
   
    
   
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