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Nacht entbrennen, bald darauf aber fchmarz und
ſtinkend, folglich zum Futter für das Vieh untaugs
lich werden.
$. 88. Wenn das Sauerwaffer aus den. Abz
füßwannen abgelaufen ift, fo zeigt fih auf dem Rüds
fland obenher ein grauer mehligter Schlamm, etliche
Finger hoh, unter welchem erſt die Stärke auf dem
Boden feſtſizt. Dieſe graue, lo>ere Maſſe muß nun
mit Eleinen Schöpfmulden forgfältig abgefchöpft werz
den, ohne die unter derſelben liegende weiße Stärke
zu berühren. Diefer abgefchöpfte Schlamm wird
ebenfalls in dem Schlammfübel zum Futter für das
Vieh aufbewahrt, Wenn mit der Schöpfmulde nichts
mehr davon gefaßt werden kann, ſo muß die noch
Übrige graue Maſſe mit dem Flederwiſh vollends
zufammengefehrt und abgenommen werden, bis ends
lich die wahre Stärfemaffe, weiß wie Schnee, rein |
und feſt erſcheint. Dieſe erlangte Feſtigkeit der rei-
nen Stärke erlaubt es auch, daß man in dem Falle,
wenn ja noch einige Spuren von dem grauen Wes
fen auf derſelben fichtbar ſeyn ſollten, die ſi< mit
dem Flederwifch nicht völlig entfernen laſſen, Diefels
ben durch leife aufgegoffenes frifches Waffer hinwegs
fpülen Fann. Zu der oben befchriebenen Arbeit nimmt
man gern ſoviel Menſchen, als mögli, um ſolche |
in der möglichſt kürzeſten Zeit zu vollbringen.
$. 89. Den zuleßt abgekehrten und abgeſpülten
grauen Schlamm kann man auch, wenn man deſſen
ſoviel zuſammen bekommt, daß es der Mühe lohnt, |
in ein beſonderes Gefäß thun und hierin, mittelſt
Aufſchüttens von friſhem Waſſer und tüchtigen Um=
rührend, noch einmal abfüßen und ſtehen laſſen; wo
fih dann, nad abermaliger genauer Abſonderung
des obenſtehenden Futterfchlammes, viel oder wenig
gute Stärkemaffe unten gefegt haben wird, jenachs
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