Contents: Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnitz'schen Philosophie (5. Band)

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gehört aber noch etwas „Anderes zur Constitution des Wesens der 
Materie. “ Aus den ersten Principien der Monadologie , nac) welchen 
die Seele, die vis activa das universale Princip alles Seins und Me- A 
sens ist, ergiebt sich , daß dieses Andere nichts sein kann, als die thä- "EB 
tige Kraft. „Wenn unter bloß mathematischen Begriffen , nämlich ! 
Größe, Figur, Ort und deren Veränderung die Körper gedacht würden, . 
ohne Rücksicht auf metaphysische Begriffe , nämlich den Begriff der thä- 
tigen Kraft in der Form und der Trägheit und des Widerstrebens gegen 
die Bewegung in der Materie: so wäre es nothwendig , daß die Be- 
wegung eines wenn auch noch so kleinen Körpers, der auf einen andern 
noch so großen stößt, diesem eingedrückt würde , und folglich der größte 
ruhende Körper auch von dem kleinsten , der ihm begegnet, ohne daß 
dieser dadurch in seinem Laufe aufgehalten würde, mit fortgerissen wer- 
den könnte , weil in dem bloß mathematischen Begriffe der Materie kein 
Widerstreben , sondern vielmehr eine völlige Gleichgültigkeit gegen 
die Bewegung liegt. Daher wäre es nicht schwerer, einen großen Kör- 
per aus dem Zustand der Ruhe in den der Bewegung zu versezen, als 
einen kleinen, und es gäbe eine Thätigkeit ohne Gegenthätigkeit, folg- 
lich kein Maaß, die Kraft zu schäßen, da von jedem Alles geleistet werden 
könnte. Aber dies widerspricht der Ordnung der Natur und den Prin- 
cipien der wahren Metaphysik. " 
„ Die thätige Kraft ist entweder die primitive, die jeder förper- 
lihen Substanz an und für sich innewohnt, =- denn ein durchaus 
ruhender Körper widerspricht der Natur, =- und der Seele oder der sub- 
stanziellen Form entspricht , 'die aber nur zu den allgemeinen Ur- 
sachen gehört, zur Erklärung der besondern Phänomene nicht hin- 
reicht, oder die derivative, die abgeleitete, die in der Beschränkung der 
ursprünglichen besteht, welche Beschränkung in dem gegenseitigen Con- 
flift der Körper ihren Grund hat." „Keine Substanz erhält daher von 
einer andern die Kraft zu handeln , sondern nur die Bestimmung und 
Begrenzung ihres immanenten Triebes, 2
	        
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