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Die Dynamomaſchine.
Einleitung. Die magnelelektriſche Maſchine. Das dynamoelektriſ<e Vrinzip. Die erſle Dynamomaſchine.
Der PVacinolli-Gramme-Ning. Der Eiſenkern des Ankers. Die Grammeſche Dynamomaſchine. Der Trommel-
anker. Die neneren Dynamomaſchinen. Die Vechſelſlrommaſchinen. Die Schallung der Dynamomaſchinen.
ie erſte Anwendung des Stromes, die Telegraphie, hat, wie wir ſahen, die
Ausbildung des galvaniſchen Elementes in deutlich erkennbarer Weiſe gefördert,
aber ihre Wirkung reichte niht aus, eine weitere Entwickelung der Erzengungs-
verfahren herbeizuführen. Dies iſ erflärkich. Nachdem die Telegraphie zu-
verläſſige, bequeme Stromerzeuger in den verbeſſerten Elementen erhalten
hatte, waren ihre Anforderungen auf lange Zeit hin befriedigt. Eine Maſchine
zur Erzeugung des Stromes entſprach ihren Zwe>en weit weniger, als das ftille, ver-
hältnismäßig bedürfnisloſe und allezeit zur Arbeit bereite Element, während eine maſchinelle
Vorrichtung das Vorhandenſein einer Betriebskraft vorausſeßt, welche jchlecht in den
Vetrieb der Telegraphenämter paſſen würde. Heute feeilich fängt man bereits an, auch
mit Maſchinenſtrom zu telegraphieren, aber das ift eine Folge der Ausbildung der
Elektrotechnik, zu einer Urſache derſelben war jedo< wenig Anlaß da. Dafür gab es
aber Anwendungen der Elektrizität, welche nah einem Erſaß der Elemente ſuchten,
Anwendungen, bei denen die Erzeugungskoſten des Stromes ſehr viel mehr ins Gewicht
fielen, als bei der Telegraphie. Jn erſter Reihe war dies bei der ſchon ſeit längerer
Zeit entwickelten Galvanotechnik der Fall, deren Bedürſniſſe weſentlich fördernd auf die
Entwickelung des neuen Erzeugungsverfahrens, das wir in den folgenden Blättern kennen
lernen werden, eingewirkt haben. Dann aber machte ſih auch in ſteigendem Maß der
Wunſch geltend, das elektriſche Licht in Anwendung zu bringen, und dasſelbe für
praktiſche Verwendung dur Elemente zu erzeugen, verbietet ſih von ſelbſt. Wir werden
im weiteren ſehen, wie die Technik die vorhandenen Mittel mehr und mehr ausbildete,
um zum Ziele zu gelangen, und es na< manchen Berhinderungen endlich auch erreichte.
Wie fie diefen Erfolg ausgenußt hat, das wird der Leſer ja in dieſem Buche kennen
lernen. Wir können es uns nicht verſagen, dem Leſer dieſen Entwickelungsgang von
ſeinem unſcheinbaren Urſprung an in Kürze darzulegen.
Jm Fahre 1883 fand in Wien eine elektriſche Ausſtellung ſtatt. Auf derſelben
hatten die Dänen einen kleinen Kompaß ausgeſtellt. Das unſcheinbare Ding ſtand ſeit-
wärts, und die meiſten Beſucher ſind wohl achtlos daran vorübergegangen. Richtig wäre
es geweſen, dieſen Kompaß in der Mitte der Rotunde, im Zentrum des ganzen Raumes
aufzuſtellen, denn von dieſem Kompaß aus hat die Elektrotechnik ihren Urſprung ge-
nommen. An ihm hat nämlich Derfted im Jahre 1819 als der erſte die Ablenkung