226
mit einer dünnen Lage überzogen iſt. Sobald dieſe
ausgetrodnet ift, fo wird eine zweite und nach deren
Austrodnung eine dritte, wohl gar vierte gegeben.
Sind die Gegenſtände, welche man mit der Politur
überziehen will, mit Gefimfen oder Bildhauerarbeit
verziert, ſo muß der Politurla> durch- Zuſaß von Al-
Eohol dünnflüſſiger gemacht werden. Man trägt ihn
dann nicht mit einem Ballen, ſondern mit einem
‘Pinſel auf die Verzierungen auf und gibt die lette
Politur mit einem aus Dachshaaren verfertigten Pin-
fel. Und iſt die Oberfläche der zu polirenden Gegen-
ſtände, wie z. B. bei Kommoden, Schränken, Tiſch-
platten, Bettſtellen 2c. groß, ſo muß die Politur, da-
mit fie nicht zu {nell austro>nen kann, ebenfalls
dünnflüſſig ſeyn z denn wenn die aufgetragenen Stellen
ſchon vollkommen ausgetro>net ſind, ehe man- noch
auf andere Politur kommt, ſo können jene, wo ſie
fich berühren, leicht noh einmal La> erhalten, wo-
durch Erhebungen entſtehen, die dex Oberfläche das
Gleichartige benehmen.
Dritte Vorſchrift. — Man ſtoße 3 Loth
farbenloſen Körnerla> und 3. Loth hellen Schelllad
ſehr fein, thue beides in einen Glaskolben, ſeze nod)
2 Loth reines Elemiharz und i Loth venediſchèn wei-
ßen Terpentin hinzu, gieße: 1 Pfund vom beſten Alko-
hol darauf und bewirke die Auflöfung in einem Waſ-
ſer - oder Sandbade. Die weitere Behandlung und
“Anwendung der Politur geſchieht, wie bereits beſchrie-
ben worden iſt.
Politur ohne Polirla >,
Viele: Kunfttifchler begnügen ſich damit, die ges
wöhnlichen Möbeln zu wichfen oder zu bohnen,
namentlich Tiſche, Stühle, Kommoden, Schränke
und andere bewegliche Gegenftände, vorzüglid von
Nußbaum- und Eichenholz, und dieſer Ueberzug nimmt
Kun
Vikas
MUN