Full text: G. A. Siddons praktischer und erfahrener englischer Rathgeber für alle diejenigen Künstler und Professionisten, welche ihre Arbeiten aus Holz, Metall, Horn, Schildpatt, Elfenbein, Leder, Pappe durch Schleifen, Poliren, Färben, Beitzen, Lackiren, Anstreichen, Vergolden, Versilbern, Broziren, Brüniren, Moiriren die höchste Schönheit und Vollendung zu verleihen streben

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
   
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mit einer dünnen Lage überzogen iſt. Sobald dieſe 
ausgetrodnet ift, fo wird eine zweite und nach deren 
Austrodnung eine dritte, wohl gar vierte gegeben. 
Sind die Gegenſtände, welche man mit der Politur 
überziehen will, mit Gefimfen oder Bildhauerarbeit 
verziert, ſo muß der Politurla> durch- Zuſaß von Al- 
Eohol dünnflüſſiger gemacht werden. Man trägt ihn 
dann nicht mit einem Ballen, ſondern mit einem 
‘Pinſel auf die Verzierungen auf und gibt die lette 
Politur mit einem aus Dachshaaren verfertigten Pin- 
fel. Und iſt die Oberfläche der zu polirenden Gegen- 
ſtände, wie z. B. bei Kommoden, Schränken, Tiſch- 
platten, Bettſtellen 2c. groß, ſo muß die Politur, da- 
mit fie nicht zu {nell austro>nen kann, ebenfalls 
dünnflüſſig ſeyn z denn wenn die aufgetragenen Stellen 
ſchon vollkommen ausgetro>net ſind, ehe man- noch 
auf andere Politur kommt, ſo können jene, wo ſie 
fich berühren, leicht noh einmal La> erhalten, wo- 
durch Erhebungen entſtehen, die dex Oberfläche das 
Gleichartige benehmen. 
Dritte Vorſchrift. — Man ſtoße 3 Loth 
farbenloſen Körnerla> und 3. Loth hellen Schelllad 
ſehr fein, thue beides in einen Glaskolben, ſeze nod) 
2 Loth reines Elemiharz und i Loth venediſchèn wei- 
ßen Terpentin hinzu, gieße: 1 Pfund vom beſten Alko- 
hol darauf und bewirke die Auflöfung in einem Waſ- 
ſer - oder Sandbade. Die weitere Behandlung und 
“Anwendung der Politur geſchieht, wie bereits beſchrie- 
ben worden iſt. 
Politur ohne Polirla >, 
Viele: Kunfttifchler begnügen ſich damit, die ges 
wöhnlichen Möbeln zu wichfen oder zu bohnen, 
namentlich Tiſche, Stühle, Kommoden, Schränke 
und andere bewegliche Gegenftände, vorzüglid von 
Nußbaum- und Eichenholz, und dieſer Ueberzug nimmt 
  
   
  
    
Kun 
Vikas 
  
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