einen wesentlichen, aber doch nur vorbereitenden Antheil; sie wird
als Zwischenrechnung verwendet, um Schritt für Schritt dem Quotienten
sich mehr zu nähern; allein sie kann ebenso wenig die elementare
Analysis der Theilung einer gegebenen Zahl durch eine gegebene,
als das analytische Verfahren beim Wurzelausziehen ersetzen.
Da aber doch durch die Ueberlieferung der scheinbare Ersatz
der Division durch Multiplication gegeben ist, so ist mit dem Nach
weise zu beginnen, dass den ägyptischen Rechenmeistern die nor
male Rechnungsweise, die wir Neueren Division nennen und die wir
auf die Grundformeln
Dividendus durch Divisor = Quotient, und
Divisor mal Quotient = Dividendus,
oder in Zeichen m : n — q und nq = m zurückführen, vollkommen
geläufig gewesen ist, und dass jene Alten diese arithmetischen Grund
begriffe, wenn auch nicht durch besondere Substantiva benannt, so
doch durch andere sprachliche Ausdrücke ganz sicher bezeichnet
und jede Ausrechnung dieser Art mit grosser Gewandtheit durch
geführt haben.
Die eigentliche Division wird ganz sachgemäss in imperativer
Form aufgegeben. Wir stellen zunächst aus dem Rechenbuche des
Ahraes die folgenden Belege in wortgetreuer Uebersetzung zusammen:
Nr. 66, 3: »theile du 3200 durch 300 60 5, das giebt nun
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Nr. 63, 3 f. (Eisenlohr S. 158): »theile du I durch \\\, das
giebt nun \ -fa«.
Nr. 35 (S. 80): »mache wie geschieht, theile du 1 durch 3^«,
worauf verschiedene Ausrechnungen folgen, in denen das Resultat
g = |- T V zwar nicht ausdrücklich als solches bezeichnet, aber doch
genügend angedeutet ist.
Nr. 37 (S. 84): »höre es, theile 1 durch 3^ T V«. Auch hier
folgen verschiedene Ausrechnungen, aus deren Verlaufe das Resultat
q = \ -Jy zu entnehmen ist. Darüber wird ausführlicher im X. Ab
schnitte gesprochen werden.
1) Eisenlohr S. 165. Die Interpunction vor »das giebt« ist hier und in
allen folgenden ähnlichen Fällen von mir hinzugeftigt worden. — Nach welchen
Methoden der Quotient ausgerechnet ist, kann erst später gezeigt werden (Ab
schnitt VI, n. XIII).