Vierter Abschnitt. Reihen,
1) at, solange sie konvergiert, d. i. für j x \ < 1, den Grenzwert
fix) = ■ 1 ; derselbe ist auch für x =— 1 stetig und doch
darf nicht
2-1 1 ! 1
gesetzt werden, weil die definierende Reihe an der Grenze
X = — 1 nicht mehr konvergiert.
Die Reihe des ersten Beispiels ist zugleich ein Beleg dafür,
daß man bei einer Potenzreihe, welche gerade und ungerade
Potenzen von x enthält, aus der Konvergenz für x = ß nicht
auch auf die Konvergenz für x = — ß schließen darf; bei einer
Reihe, welche nur gerade oder nur ungerade Potenzen enthält,
ist dieser Schluß immer zutreffend.
87. Abgeleitete Reihen. Für jeden Wert von x, für
ivelchen die Potenzreihe (9):
Üq a^x c<2 F
konvergent ist, ist auch die aus den Differentialquotienten der
einzelnen Glieder gebildete Reihe
(14) 1 a l + 2 a^x + 3 a 3 x 2 + • • ■
konvergent.
Existiert nämlich für die Reihe (9) der Grenzwert
I a |
lim j —— j und heißt er A, so ist diese Reihe konvergent für
«= + oo | a n+1 I
alle Werte innerhalb des Intervalles (— A, + A) (84). Be
zeichnet man aber die Koeffizienten der Reihe (14) mit A lf
Ai n I a [
Ä 9 , Ao, , so ist ! = —r— • —— , es hat demnach
” denselben Grenzwert wie I ——
A \ a
\ n+1 1 I n +1
ist demselben Satze zufolge absolut konvergent für die näm
liehen Werte von x wie (9).
Hiernach ist also beispielsweise mit der Reihe
1 + X + X 2 + X 3 + • ■ ■
gleichzeitig die Reihe
1 + 2 x + 3 x* H
absolut konvergent, solange | x \ < 1.
und die Reihe (14)
A n n
a
n
A . «4-1
n+1 1
a
n +1