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Salze von Silber.
an der Luft beständigen prismatischen Krystallen an. Es ist
in 2 Th. Wasser auflöslich; bei dem Erhitzen verwandelt es
sich in ein graues Pulver, welches sich, mit Hinterlassung
von etwas Schwefelsilber, in kochendem Wasser auflöst. Das
unterschwefelsaure Silberoxyd enthält 8,72 Proc. oder 2 Atome
Wasser. Wird zu einer Auflösung dieses Salzes Ammoniak im
Ueberschuss gesetzt, so scheiden sich bald kleine Krystalle
von untersckwefelsaurejti Silberoxyd - Ammoniak aus.
Schioefligsaures Silberoxyd, AgS, erhält man, wenn
das Oxyd mit schwefliger Säure übergossen, oder wenn ein
Silbersalz mit einem schwefiigsauren Alkalisalze, oder auch
mit schwefliger Säure niedergeschlagen wird. Das Salz setzt
sich in kleinen glänzenden, weissen Krystallnadeln ab, die sich
nicht in der Luft, und, nach Fourcroy, auch nicht im
Sonnenlicht verändern. Mit schwefligsauren Alkalien giebt es
Doppelsalze.
Unter schwefligsaures Silber oxyd, ÄgS> Die unter
schweflige Säure hat, nach Herschel’s Versuchen, eine
ausgezeichnet grosse Verwandtschaft zum Silberoxyd, obgleich
die Verbindung nicht von langer Dauer ist, und sehr bald
zersetzt wird. Wenn man einer verdünnten Auflösung von
neutralem salpetersauren Silberoxyd, in kleinen Portionen,
eine verdünnte Auflösung eines neutralen unterschwefligsauren
Salzes zumischt, so erhält man einen weissen Niederschlag,
der nach einigen Augenblicken wieder aufgelöst wird. Setzt
man allmählig so viel zu, dass der Niederschlag beständig
wird, aber nicht so, dass sich das Silbersalz völlig zersetzt,
so bekommt man eine schmuziggraue, flockige Masse, die sich
unverändert erhält; und die Flüssigkeit, die unterschweflig
saures Silberoxyd enthält, hat einen zuckersüssen Geschmack,
und wird von Chlorwasserstoffsäure oder Chlorüren nicht nie
dergeschlagen. Setzt man aber einen Ueberschuss vom Fäl
lungsmittel zu, so wird der Niederschlag zu Schwefelsilber
reducirt, und das Fällungsmittel in ein schwefelsaures Salz
verwandelt. Sogar das neutrale unterschwefligsaure Silber
oxyd wird allmählig zerstört und ein Theil davon in schwefel
saures, ein anderer Theil in Schwefelsilber verwandelt.
Schlägt man unterschwefligsaure Baryterde mit Schwefelsäure