Heron von Alexandria.
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diese Dinge könnten nicht ursprünglich einem einzigen Werke als
Bestandteile angehört haben. Wir können diesem Einwurfe zu be
gegnen auf jüngere, auf ältere Aehnlichkeiten hindeuten. Spätere
Nachahmungen waren bestrebt in ein Ganzes zu vereinigen, was in
heronischen Schriften verzettelt vorlag; sollte das geschehen sein
ohne damals wache üeberlieferung einstmaliger Zusammengehörigkeit?
Wir haben das Uebungsbuch des Ahmes in seinem bunten Inhalte;
sollte es, das, wie wir noch sehen werden, in der sprachlichen Form
als Muster beibehalten wurde, im Uebrigen nicht uachgeahmt wor
den sein?
Ahmes gab ein Rechenbuch heraus. Ihm war die eigentliche
Feldmessung, wenn sie auch wichtige und häufig vorkommende Rechen
beispiele bot, immerhin etwas Nebensächliches. Nichtsdestoweniger
fanden wir bei ihm die Berechnung des Flächen- und des Körper
raumes geometrischer Gebilde und Maassvergleichungen. Beides
durfte ein Schriftsteller, dem nachgrade die Feldmessung Hauptsache
geworden war, um so weniger vermissen lassen. Daneben musste
dieser aber auch noch Anderes geben, falls man einmal gewohnt war,
in einem einzigen Buche AntAvort auf alle Fragen zu suchen, welche
das praktische Bedürfniss stellen liess. Er musste Auskunft geben
über die Operationen der Feldmessung selbst im weitesten Sinne des
Wortes. Er musste, wenn das Werk zu einer Zeit und an einem
Orte geschrieben wurde, wo eine wissenschaftliche Geometrie Volks-
eigenthum geworden war, Definitionen der vorkommenden Raum
grössen und Beweise wenigstens für solche Formeln geben, die neu
waren, und deren Richtigkeit nicht ohne Weiteres einleuchtete. Ins
besondere aber durfte der Nachahmer alter ägyptischer Musterwerke,
mochten die Zielpunkte sich einigermassen verschoben haben, doch
unter keiner Bedingung die Rechnungsaufgaben als solche ganz ver
nachlässiget]. Auch algebraische Aufgaben werden uns bei ihm nicht
unerwartet sein, und unerwartet wieder nicht Vorschriften zur Voll
ziehung bestimmter Rechnungsoperationen, wenn nur Erstere in
näherer oder fernerer Beziehung zur rechnenden Geometrie stehen,
wenn nur Letztere, z, B. die Quadratwurzelausziehung, grade in der
rechnenden Geometrie ihre vorzugsweise Anwendung finden.
So ist es uns gelungen ein — ob festes lassen Avir dahin gestellt
sein — geistiges Band um Gegenstände zu schlingen, welche der
Vereinigung zu widerstreben schienen, und genau diese Gegenstände
sind es, über welche Heron geschrieben hat. Die Maassvergleichuugen,
soweit sie alt sein können, sind neben und mit den Berechnungen
der Flächen und Körper in der Geometrie und Stereometrie enthalten.
Die Lehre von der Feldmessung selbst liefert die Abhandlung über
die Dioptra. Die Definitionen haben wir erwähnt. Beweise sind bei
Proklus aufbewahrt gefunden worden; einen Beweis, und zwar den