Metadata: Briefwechsel zwischen Carl Friedrich Gauss und Christian Ludwig Gerling

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Nebel, den ich gerochen habe, diesen spezifischen Geruch hatte 
und stets mit Umständen begleitet war, die jener Voraussetzung 
nicht nur nicht widersprachen, sondern meistens die Wahrschein 
lichkeit sehr erhöhten, oft kaum einen Zweifel übrig ließen. 
Dem Projekt des (nach Rinteln heförderten?) Hrn. Grebe 
möchten wohl die gegenwärtigen Zeitumstände wenig günstig sein; 
jedenfalls aber finde ich es sehr zweckmäßig, wenn er zuerst die 
sich auf einen Gegenstand beziehenden allein herausgibt. Nach 
Petersburg habe ich eigentlich, seitdem Fußf 1 ] u[nd] Schubert[ 2 ] 
tot sind, keine Briefwechsel: vielleicht würde Hr. Parrot[ 3 ], der ein 
gefälliger Mann ist, sich dem Geschäft unterziehen, Hrn. Grebe 
Auskunft zu geben, wenn er sich an denselben wenden wollte. 
In Nro. 64 der hiesigen gel. Anz. finden Sie u. a. eine kurze 
Nachricht von meiner Theorie der imaginären Größen [ 4 ], die nicht 
von gestern her ist, und worüber ich gelegentlich Ihre Bemerkungen 
zu erhalten wünschen möchte. 
Mit dem Befinden meiner Frau geht es seit ein paar Wochen 
etwas weniges besser; sie kann, was seit Dez. v. J. nicht der Fall 
war, zuweilen eine Viertelstunde außer dem Bett sein. 
Mein ältester Sohn ist bestimmt, mit nach Luxemburg zu gehen 
und bei dem Stab des 10. A. C. angestellt. Die Rüstungen in Han 
nover dauern zwar noch immer fort u[nd] die Truppen müssen sich 
marschfertig halten, aber bei der Lage der Dinge muß man doch 
wohl noch immer die Möglichkeit annehmen, daß es gar nicht zum 
Marsche kommt. 
Unter den herzlichsten Grüßen an die lieben Ihrigen und mit 
der Bitte, mich recht bald wieder mit einigen Zeilen zu erfreuen 
stets Ihr treu ergebenster 
C. F. G. 
Nr. 199. [Gerling an Gauß.] 
Marburg, den 21. Mai 1831. 
Vielen herzlichen Dank zuerst, verehrter Herr Hof rat, für Ihren 
Brief vom 6. Mai, der mir wieder so viele Beweise Ihres Wohl 
wollens bringt. 
f 1 Fuß, Nicolaus v., geb. 1755, gest. 1826; Schwiegersohn von L. Euler, nach dessen 
Tode 1800 Sekretär d. Akademie d. Wissenschaften zu Petersburg.] 
[ 2 Schubert, Friedrich Theodor, geb. 1758, gest. 1825, seit 1789 wirkl. Mitglied d. 
Akademie d. Wissenschaften in Petersburg. Vergl. auch die Anmerkung zu Brief Nr. 76, 
S. 106.] 
[ 3 Parrot, Georg Friedrich, geb. 1767, gest. 1852; seit 1826 in Petersburg als ordentl. 
Mitglied d. Akademie d. Wissenschaften.] 
[ 4 Es handelt sich um die Anzeige von Gauß’ Abhandlung: „Theoria residuorum 
hiquadraticorum commentatio secunda“, die in den Gött. Gel. Anz. vom 23. April 1831 
erschien; sie ist wieder abgedruckt in Gauß’ Werken, Bd. II, S. 167—178. Die Ab 
handlung selbst erschien im VII. Bde. der Comm. soc. reg. scient. Gott. rec. 1832; 
abgedruckt in Gauß’ Werken, Bd. II, S. 93—148.]
	        
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