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Nebel, den ich gerochen habe, diesen spezifischen Geruch hatte
und stets mit Umständen begleitet war, die jener Voraussetzung
nicht nur nicht widersprachen, sondern meistens die Wahrschein
lichkeit sehr erhöhten, oft kaum einen Zweifel übrig ließen.
Dem Projekt des (nach Rinteln heförderten?) Hrn. Grebe
möchten wohl die gegenwärtigen Zeitumstände wenig günstig sein;
jedenfalls aber finde ich es sehr zweckmäßig, wenn er zuerst die
sich auf einen Gegenstand beziehenden allein herausgibt. Nach
Petersburg habe ich eigentlich, seitdem Fußf 1 ] u[nd] Schubert[ 2 ]
tot sind, keine Briefwechsel: vielleicht würde Hr. Parrot[ 3 ], der ein
gefälliger Mann ist, sich dem Geschäft unterziehen, Hrn. Grebe
Auskunft zu geben, wenn er sich an denselben wenden wollte.
In Nro. 64 der hiesigen gel. Anz. finden Sie u. a. eine kurze
Nachricht von meiner Theorie der imaginären Größen [ 4 ], die nicht
von gestern her ist, und worüber ich gelegentlich Ihre Bemerkungen
zu erhalten wünschen möchte.
Mit dem Befinden meiner Frau geht es seit ein paar Wochen
etwas weniges besser; sie kann, was seit Dez. v. J. nicht der Fall
war, zuweilen eine Viertelstunde außer dem Bett sein.
Mein ältester Sohn ist bestimmt, mit nach Luxemburg zu gehen
und bei dem Stab des 10. A. C. angestellt. Die Rüstungen in Han
nover dauern zwar noch immer fort u[nd] die Truppen müssen sich
marschfertig halten, aber bei der Lage der Dinge muß man doch
wohl noch immer die Möglichkeit annehmen, daß es gar nicht zum
Marsche kommt.
Unter den herzlichsten Grüßen an die lieben Ihrigen und mit
der Bitte, mich recht bald wieder mit einigen Zeilen zu erfreuen
stets Ihr treu ergebenster
C. F. G.
Nr. 199. [Gerling an Gauß.]
Marburg, den 21. Mai 1831.
Vielen herzlichen Dank zuerst, verehrter Herr Hof rat, für Ihren
Brief vom 6. Mai, der mir wieder so viele Beweise Ihres Wohl
wollens bringt.
f 1 Fuß, Nicolaus v., geb. 1755, gest. 1826; Schwiegersohn von L. Euler, nach dessen
Tode 1800 Sekretär d. Akademie d. Wissenschaften zu Petersburg.]
[ 2 Schubert, Friedrich Theodor, geb. 1758, gest. 1825, seit 1789 wirkl. Mitglied d.
Akademie d. Wissenschaften in Petersburg. Vergl. auch die Anmerkung zu Brief Nr. 76,
S. 106.]
[ 3 Parrot, Georg Friedrich, geb. 1767, gest. 1852; seit 1826 in Petersburg als ordentl.
Mitglied d. Akademie d. Wissenschaften.]
[ 4 Es handelt sich um die Anzeige von Gauß’ Abhandlung: „Theoria residuorum
hiquadraticorum commentatio secunda“, die in den Gött. Gel. Anz. vom 23. April 1831
erschien; sie ist wieder abgedruckt in Gauß’ Werken, Bd. II, S. 167—178. Die Ab
handlung selbst erschien im VII. Bde. der Comm. soc. reg. scient. Gott. rec. 1832;
abgedruckt in Gauß’ Werken, Bd. II, S. 93—148.]