Full text: Einführung in die Philosophie

Unsere regelt. Auf diese Weise entsteht der Eindruck, als ob eine von 
jerwelt uns verschiedene Körperwelt beständig von außen auf uns wirkte 
‚atten, und eine Vorstellung von sich in uns hervorbrächte. In Wahrheit 
ondern wirkt jedoch nur Gott auf uns. Wir glauben, Körper in ihrer 
rstand Wirkung auf uns wahrzunehmen, während wir doch nur unsere 
velcher Wahrnehmungen von solchen wahrnehmen. Dasjenige jedoch, 
Wirk- was unserer Wahrnehmung einer Natur außer uns entspricht, 
nmen- ist Gott, der vermittelst seines Willens die Wahrnehmung einer 
> sinn- körperlichen Wirklichkeit in uns zustande bringt. 
So heißt wirklich sein so viel, wie von Gott in uns gewirkt sein. 
Dasein Und von Gott in uns gewirkt sein heißt: in der Form der sinnlichen 
a. Wir Wahrnehmung uns zum Bewußtsein kommen. Alle Wirklichkeit 
>wußt, ist insofern sinnlich bestimmt, während die Verstandesbegriffe 
selbst keine Wirklichkeit begründen können und nur eine rein subjektive 
. Das Bedeutung für unser Bewußtsein haben. Eine Ausnahme macht 
ı, von in dieser Beziehung nur der Geist. Ihn müssen wir für wirklich 
Seins, ansehen auf Grund der Überlegung, daß Empfindungen und 
(Gen. Sinneswahrnehmungen nicht für sich existieren können, sondern 
ıl wie einen substantiellen geistigen Träger voraussetzen, als dessen 
teistes Zustände sie zu gelten haben, d.h. auf Grund der Kategorie der 
DS. Substantialität. Er existiert, obschon wir von ihm nur einen Be- 
in der griff (notion), eine innere Anschauung (inward feeling) haben. 
r sich Und ebenso müssen wir einen Gott als Ursache unserer sinn- 
\aden- lichen Wirklichkeit annehmen, obschon das Verhältnis der Ursäch- 
Form lichkeit dem Bereiche der Verstandesbegriffe angehört und ihm 
t von somit nach der sensualistischen Gleichsetzung von Wirklichkeit 
mung und Sinnlichkeit eigentlich keine reale Bedeutung zukommt. 
N. des Daß diese doppelte Begründung einer Wirklichkeit oder Be- 
wußt- gründung einer doppelten Wirklichkeit, der Geister und Gottes 
nnach durch verstandesmäßige Überlegung und der Natur durch sinn- 
bt so liche Empfindungen und Wahrnehmungen, ein Widerspruch 
ırneh- in der Weltanschauung Ber kele ys ist, bedarf keiner Auseinander- 
> ver- setzung. Berkeley steht mit seiner Annahme von endlichen 
ımen, Geistern, als Trägern der sinnlichen Wirklichkeit, und Gottes, 
Vor- als Ursache dieser Wirklichkeit, nur einfach auf dem Boden des 
flanzt Cogito ergo sum, wonach das sich selbst denkende Ich die Voraus- 
halte. setzung aller Wirklichkeit nicht bloß, sondern im Grunde die 
ander einzige wahre Wirklichkeit bildet, Und sein Versuch, der Sinnes- 
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