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Von der Renaissance bis Kant (1. Band)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Von der Renaissance bis Kant (1. Band)

Monograph

Persistent identifier:
1019124989
Author:
Legendre, Adrien Marie
Title:
Éléments De Géométrie, Avec Des Notes
Scope:
1 Online-Ressource (3 ungezählte Blätter, 8, 431 Seiten,14 gefaltete Blätter mit Bildtafeln)
Edition title:
Neuvieme Édition
Year of publication:
1812
Place of publication:
Paris
Publisher of the original:
Didot
Identifier (digital):
1019124989
Language:
French
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Printer:
Didot, Firmin
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2018
Document type:
Monograph
Collection:
Mathematics

Section

Title:
[Verlagswerbung]
Document type:
Monograph
Structure type:
Section

Contents

Table of contents

  • Die Geschichte der neueren Philosophie in ihrem Zusammenhange mit der allgemeinen Cultur und den besonderen Wissenschaften
  • Von der Renaissance bis Kant (1. Band)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • VORWORT.
  • INHALT.
  • EINLEITUNG.
  • l. Theil. Die vorkantische Philosophie.
  • I. Kapitel. Die italienische Naturphilosophie.
  • II. Kapitel. Die deutsche Philosophie im Reformationszeitalter.
  • III. Capitel. Der englische Empirismus.
  • IV. Capitel. Der Rationalismus in Frankreich und den Niederlanden.
  • V. Capitel. Die englische Aufklärung.
  • VI. Capitel. Die französische Aufklärung.
  • VII. Capitel. Die deutsche Aufklärung.
  • Register.
  • Berichtigungen.
  • Cover

Full text

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und die Seele endlich sich zur Gottheit aufschwinge. So ist der 
Mensch mit allen Dingen gleich und kann darum sie alle erkennen. 
Als das Ebenbild der Gottheit braucht er nur sich zu betrachten, 
um zu wissen, was Gott und die Welt ist. Aber dazu gehört frei- 
lich eine Erhebung der Seele, an welche die gewöhnliche Erkennt- 
nissthätigkeit nicht heranreicht, dazu gehört, dass man den Blick 
schliesse vor der verwirrenden Flucht der Sinnesempfindung und 
den trügerischen Schlüssen des Verstandes. Consequenter als 
irgend ein Mystiker lehnt Böhme alle rationelle Erkenntniss ab 
und stützt sich allein auf die innerliche Erleuchtung. „Dein 
eigen Hören, Wollen und Sehnen verhindert dich, dass du Gott 
nicht siehst noch hörest“. „Du musst dich in das schwingen, da 
keine Creatur ist“. „So du die Welt verlässest, kommst du in das, 
daraus die Welt gemacht ist“. So scheut Böhme nicht vor dem 
Paradoxon zurück, sich der Welt zu verschliessen, um sie zu er- 
kennen. 
Die gleiche Weltflucht aber ist auch die ethische Consequenz 
seiner Lehre. Es ist ausserordentlich bezeichnend, dass dieser 
idealistische Pantheismus der Deutschen von vorn herein eben so 
pessimistisch ist, wie der naturalistische Pantheismus der 
Italiener zum Optimismus führte. Bei diesem war es die Bewun- 
derung der Natur und die Künstlerische Auffassung. ihrer zweck- 
mässigen Organisation, worin die Disharmonien der einzelnen 
Thatsachen verklangen. Bei den Deutschen war der Pantheismus 
von vorn herein sittlicher und religiöser Natur. Alle Religion aber 
ist pessimistisch, ihr tiefster Grund ist Erlösungsbedürfniss, und 
sie setzt deshalb die Vorstellung von der Verkehrtheit des Zustan- 
des voraus, aus dem die Erlösung ersehnt wird. So war es der 
Gedanke des moralischen Uebels, der Sünde, um welchen sich das 
Grübeln der religionsbedürftigen Deutschen bewegte, und dass 
sie vollen Ernst mit diesem Problem gemacht haben, darin lag die 
Energie ihrer religiösen Bewegung. Es darf nie vergessen werden, 
dass es der Ablassstreit war, aus welchem sich die deutsche Refor- 
mation entwickelte: denn er deckte unmittelbar den Punkt auf, 
welcher dem religionsbedürftigsten der Völker am meisten am 
Herzen lag. Es wurde schon bemerkt, wie dieser Punkt auch der 
Ausgangspunkt für das gesammte Denken Böhme’s war. Kr allein 
konnte deshalb für ihn auch der ethische Gesichtspunkt werden. 
Er ist tief überzeugt von der Verderbtheit und Verkehrtheit der
	        

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Windelband, Wilhelm. Von Der Renaissance Bis Kant. Druck und Verlag von Breitkopf und Härtel, 1878.
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