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Des Ergänzungswerkes erster Band (9. Band)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Des Ergänzungswerkes erster Band (9. Band)

Multivolume work

Persistent identifier:
1667435949
Title:
XVIIIth Congress
Sub title:
Vienna, Austria 1996
Type of content:
Konferenzschrift
Year of publication:
1996
Place of publication:
Vienna
Publisher of the original:
Austrian Society of Surveying and Geoinformation
Identifier (digital):
1667435949
Reihe:
International archives of photogrammetry and remote sensing
Language:
English
Editor:
Kraus, Karl
Waldhäusl, Peter
Author:
International Society for Photogrammetry and Remote Sensing, 18.; 1996; Wien
Contributor:
International Society for Photogrammetry and Remote Sensing
Document type:
Multivolume work

Volume

Persistent identifier:
1667438379
Title:
XVIIIth Congress
Scope:
449 Seiten
Type of content:
Konferenzschrift
DOI:
10.14463/KXP:1667438379
Year of publication:
1996
Place of publication:
Vienna
Publisher of the original:
Austrian Society of Surveying and Geoinformation
Identifier (digital):
1667438379
Illustration:
Illustrationen, Diagramme
Reihe:
International archives of photogrammetry and remote sensing (31,B2)
Signature of the source:
ZS 312(31,B2)
Language:
English
Additional Notes:
Erscheinungsdatum des Originals ist anhand des Copyrightjahrs ermittelt.
Usage licence:
Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Editor:
Kraus, Karl
Waldhäusl, Peter
Author:
International Society for Photogrammetry and Remote Sensing, 18.; 1996; Wien
Contributor:
International Society for Photogrammetry and Remote Sensing
International Society for Photogrammetry and Remote Sensing, Commission Instrumentation for Data Reduction and Analysis
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2019
Document type:
Volume
Collection:
Earth sciences

Chapter

Title:
STEREO-IMAGE REGISTRATION BASED ON UNIFORM PATCHES M. Abbasi-Dezfouli [...] T. G. Freeman [...]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Illustrirtes Konversations-Lexikon
  • Des Ergänzungswerkes erster Band (9. Band)
  • Cover
  • [Abbildung]
  • Title page
  • Title page
  • A
  • Aachen - [Acetylen]
  • Achard - [Afghanistan]
  • Asinger - [Agrostis L.]
  • Aguiar - Lureiro - [Albert]
  • Albert-Verein - [Aloe L.]
  • Aloefarbstoffe - [Ama]
  • Amadeo I. - [Ammoniak]
  • Ammoniakbikarbonat - [Anemograph]
  • Anemometer - [Antonelli]
  • Antrag - [Argentinische Republik]
  • Argometall - [Asher'sche Buchhandlung]
  • Asiatische Gesellschaften - [Assing]
  • Aßmannshausen - [Auersperg]
  • Aufbäummaschine - [Augsburg]
  • August - [Auster]
  • Austin - [Azurirte Linien]
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • Cover

Full text

u 
  
  
123 Aegypten 
Aegypten 124 
  
  
  
\< ieh) den ägypt, Sudan a ee higen gut anwend- 
bar. Das eigentliche A., von den erſten Katarakten des Nil bis an 
das Mittelmeer, 120 M. lang, bildet ein ganz Lee Tiefland am 
Fluſſe hin mit dem einzigen Nebenthale des Medînet el Fayum u. dem 
ta der Mündung angeſchwemmten Delta u. umfaßt nach amtlichen 
Duellen 554 [IM. Kulturareal, wovon 310 auf das Delta, 244 auf 
das Uebrige kommen. Scharf abgegrenzt gegen die Wüſte, ſoweit die 
ſchwarze Nil-Erde reicht u. der Nil den ſchmalen Uferſaum bewäſſert, 
liegt es eingebettet, das fruchtbarſte Gebiet im nördl. Afrika, durch den 
ſegenſpendenden Fluß mit einer Alluvionenſchicht von 10—12 m im 
Durchſchnitt an Stelle des nackten Felſens od. Sandes bedeckt, zwiſchen 
den bis zu 350 m betragenden Steilabfällen der öſtl., arabiſchen, u. der 
weſtl., libyſchen Seite. Das Thal, das der Fluß in den Nummulithen- 
falk Ober- u. Mittel-A.s geriſſen hat, iſt hier 3Z—7 M., das kultur- 
fähige Schwemmland nie mehr als 2 M. breit; unter dem Schlamm 
ruht in ganz A. ein Lager von Meerſand. Die öſtl. Arabiſche Wüſte, 
deren nördlichſter Vorſprung der Mokattam bei Kairo iſt, hat infolge 
ihrer anſehnlichen 1500—3000 m hohen Gebirge, zahlreichen tief- 
eingeſchnittenen Thäler u. kühn geformten Felsmaſſen einen ungemein 
großartigen Charakter; Gebirgszüge mit reichen mineraliſchen Schäßen 
ſind beſ. die Dſchebel Duchän, Fatire u. Zebâra. Es giebt inihr Quellen, 
beſ. im nördl. Theil, u. eine theilweiſe üppige Kräutervegetation in den 
viel verzweigten Thalſenkungen, während die ebenen Hochflächen der 
Serir vegetationsleer find; größere Dafen fehlen, berühmte Punkte 
ſind die koptiſchen Wüſtenklöſter von St. Antonius u. St. Paul, die 
älteſten Klöſter der Welt. Die Natur zeigt ſowol in den Geſteinen als 
den Pflanzen die größte Verwandtſchaft mit der Halbinſel Sinai. Viel 
einförmiger, wie eine rieſige, gänzlich von größeren Thälern u. hervor- 
ragenden Gipfeln u. Gebirgen entblößte Tafel breitet ſich weſtl. vom 
Nil der durchſchnittlich 2—300 m ü. d. M. gelegene Oſtrand der 
Libyſchen Wüſte aus, ganz ſteinig u. abſolut waſſerlos. Mit ſchroffen, 
zuweilen 300 m hohen ſchluchtenreichen Steilrändern fällt ſie zu den 
weſtl. gelegenen 5 Daſen ab, jenſeits deren etwa 6 Tagereiſen weit das 
wirkliche endloſe Sandmeer beginnt, mit parallelen, oft 100 m hohen, 
meilenlangen Dünen gelben loſen Flugſandes. Von den 5 Daſen liegen 
4 in einer von SO. nah NW. gerichteten Linie, Charge die ſüdlichſte, 
Dachel die größte, Faräfra, Sîwa, letteres 14 Tagereiſen weſtl. von 
Kairo, erjtereg 3—4 vom Nilthale bei Öirge entfernt. Von Farafra 
nach dem Medînet el Fayum zu, en weſtl. vom Nil-Thal 
bei Behneſe, liegt Bahrîye od. die kleine Daſe. Der Nummulithenkalf 
bedeckt in beiden Wüſten den größten Theil des Bodens, einen außer- 
ordentlichen Foſſilien- u. Petrefaktenreichthum (in der Arab. Wüſte z.B. 
am Dſchebel Galiba) in ſich bergend; daneben, beſ. im S., tritt ſhon 
der nubiſ ſheSandſtein auf, der den Nil vom Dſchebel Selſele bis Affuan 
aufwärts begleitet u. in Nubien u. im Sudan mchrere tauſend [IM. 
bede>t. Von Affſuan aufwärts bis Chartum, dem Vereinigungspunkt 
des Bahr el Abiad u. Bahr el Azrak, zieht ſich das Stufenland Nubien, 
in Betreff des Flußthales allerdings ein mit dem übrigen bis zum 
Delta zuſammengehöriges Land, nämlich das der ſchwarzen Nil- Erde, 
in Geſteinbildung aber, im Klima 2c. durchaus verſchieden. Hier iſt das 
in den nubiſchen Sandſtein eingeriſſene Thal nur 1—2 M. breit, 
von Chartum an der großen nubiſchen Nil-Kurve folgend bis zu den 
1. Kataraften 215 Mln. lang, aber wegen des gering entwi>elten 
Kanalſyſtems u. der nahe herantretenden Felſenufer wegen mit nur 
gegen 50 [_]M. kultivirten Bodens ausgeſtattet. Der Strich zwiſchen 
dem 1. u. 2. Katarakt bei dem 128 m ü. d. M. liegenden Wadi Halfa 
u. öſtl. wie weſtl. davon, alſo auch mit dem unter 35 5.2. u.22°n. Br. 
liegenden Dſchebel Gerfe u. dem an der Küſte bis 2103 m fich aufthür= 
menden Dſchebel Soturba gegenüber Dſchedda, dem Hafen von Mekka, 
iſt nach den heutigen Verwaltungsgrenzen zwar jchon zu Ober-W. ge- 
ſchlagen, durchaus aber von dem völlig wüſten Gebirgslande des nördl. 
Nubien, das mit den Küſtenketten am Rothen Meer in Verbindung 
ſteht u. das man gewöhnlich nubiſche Wüſte nennt, bede>t u. alſo oro- 
graphiſch zu dieſem zu rechnen. Die Sohle des Thales ſteigt nun ober- 
halb des 3. u. 4. Katarafts bei Abu Hamed auf 300m, ſüdl. vom 5. bei 
El Mechèrif od. Berber bis 355 m u. ſüdl. vom 6. bei Chartum auf 
378m. Mit lebterer Stadt haben wir nach den heutigen Berwaltungs= 
grenzen die Hauptitadt des ägypt. Sudan erreicht, der im Grunde eine 
  
  
  
unermeßliche Sandfteinplatte mit einer Neigung nach N. u. W. iſt u. in 
welchem ſich neben rieſigen Steppen, die ſich alſo auf einem im Durch- 
ſchnitt 4—500 m hohen Hochplateau hinziehen, doh auch einzelne 
Bergketten u. ganze Gebirge finden. So giebt es im ſüdl. Kordofan u. 
in den Baggara-Ländern viele namhafte Berge, in Dar Fordas mit den 
Sahara-Gebirgen der Tibbus in Zuſammenhang ſtehende Marra-Ge- 
birge, endlich erhebt ſich von den Dinka-Landſchaſten nach S., nach den 
Quellgegenden des Bahr el Arab u. Bahr el Ghaſal zu, der Boden im- 
mer mehr zu der Waſſerſcheide zwiſchen Congo (Mille) u. Nil (Bahr 
el Dſchebel), die in den Koſchi-Bergen u. beſ. dem Gniri Peak u. den 
nordweſtwärts ziehenden Rego-Bergen zwiſchen 3 u. 4°n. Br. hart an 
den Nil tritt u. mit dem Madi-Gebirge auf dem Oſtufer ihn zu einer 
oberen Katarafktenkette zwiſchen Falora u. Lado nöthigt. Jun dieſen 
allerſüdlichſten Gebieten von A., die ſhon 800—1000 m hohe Pla- 
teaux bilden, treten die gewaltigen Wälder Jnner-Afrika's auf, wäh- 
rend nördl. in den Steppenlandſchaſten nur an den Flüſſen fich dichte 
u. hohe Waldgallerien entlang ziehen. Die neueren Erwerbungen von 
A. im N. u. O. von Abeſſinien haben weit weniger günſtige Kultur- 
bedingungen als die davon weſtl. Nil-Länder; zwar die nordabeſſin. 
Hochlande, die Gebiete der Beni Amex u. Habab u. die Anſeba-Länder, 
auch die Baſen- od. Kunama-Striche vor dem Nordweſtabhang von 
Habeſch umſchließen höne Weiden an dieſen Nubien u. Abeſſinien ver- 
bindenden Hochketten u. fulturfähigen, jeßt von Urwald bedeckten Boden 
längs dex Ufer, aber der flache Küſtenſtreif, der, einer der heißeſten 
der Erde, zwiſchen Abeſſinien u. dem Meere früher türkiſch, jeht imBe- 
ſit von A. iſt, die Samhara, die Nomadenlandſchaften der Danâkils, 
u. im ©. der Gallas u. Somäâlis, ſoweit ſie öſtl. von Schoa zu A. ge- 
rechnet werden, ſind nur im W. von fruchtbaren Hügeln u. Weide- 
pläßen unterbrochen, meift E A nach S. u. SW. immer ge- 
waltiger ſich erhebende Landſchaften. Von den Küſtenbergen ſind der 
Dſchebel Gadam ſüdöſtl. von Maſſaua, der Dſchebel Kafr noch ſüdöſt- 
licher von dieſem u. der E ſüdlichere Dſchebel Guda, weſtl. von 
Tadſchura, zu erwähnen. : Vulkaniſche Berge wie der von Ed u. der 
von Kebrid-Ale u. eine Region reicher Salzebenen u. Salzſeen <harak- 
teriſiren dieſen ſüdöſtl. Beſiß von A. Endlich dex aſiat. Beſiß von A., 
den in dex Hauptſache nur die 450 [_]M. große Halbinſel Sinai aus- 
macht, iſ ganz von vegetationsarmen, wüſten Gebirgszügen erfüllt, 
von denen die granitiſche eigentliche Sinai-Gruppe mit dem Dſchebel 
Muſa (2244 m), dem Dſchebel Katherun e dem Dſchebel Um 
Js3wud (2510 m), u. den noh ſüdlicheren Dſchebel Um Schomer 
(2575 m) u. Dſchebel Thebt u. dem weſtlicheren Dſchebel Serbal 
(2052 m) die Südweſthälfte, das Kalkgebirge des Dſchebel et Tih den 
N. u. O. einnehmen. Mit dem eigentlichen A. verbindet dieſen aſiat. 
Beſit derJſthmus von Suês, eineden Gol Fgleichen Namens fortjeßende 
Bodenſenkung, die durch eine 16 m hohe Erhebung in der Mitte, die 
Schwelle El Gisxr, in eine nördl. u. ſüdl. Hälfte zerfällt. — Hydr0- 
graphiſ< iſt A. mit allen ſeinen Nebenländern, ausgenommen d 5 
jmalen K ie des Rothen Meeres, durchaus vom Nil (\. 
abhängig. Von den Seen ſind der Maryut-, Abukir-, Edku-, ne 
u. Menzale-See Strandjeen im Delta, von denen der lettere, wie die 
Balläh-Seen, der Tim 199, -See u. die alten Bitterfeen vom Suês-Kanal 
durchſchnitten werden. Jm eigentlichen U. ift nur der Birfet el urn, 
weſtl. von dem alten längſt vertro>neten u. am Oſtrande des Fayum 
gelegenen Möris-Sees zu finden. 2 Von den oberen Nil-Seen gehört bis 
jezt nur derMwutan in ſeinem Nordweſtende zu A., der größte Salzſee, 
öſtl. von Abeſſinien, iſ der Affſai- od. Aoſa-See, an welchem 1875 
Munzinger von überfallenden Gallas getödtet wurde. — Jn Betreff 
des Klimas bildet im eigentl. A. u. in Nubien die Wüſté einen tref}f- 
lichen Regulator, deren reine Luft A. zu einem außerord. geſunden 
Lande macht, in welchem nur Augenkrankheiten u. Wechſelfieber beſ. 
häufig find. Regen ſind nur im nördl. Delta regelmäßig, ſonſt bis hinauf 
nach Ober.-A. ſehr ſelten. Während auch die Libyſche Wüſte oft Jahre 
lang faſt ganz regenlos bleibt, entladen ſich in der Arabiſchen von Okt. 
bis Dez. vereinzelte, aber ſehr heftige Güſſe. Nach denWinden hat das 
Nil-Thal zwei Zeiten, eine von Mitte Juni bis Mitte Febr. mit Nord- 
u. eine kleinere in den übrigen 4 Monaten mit Südwinden ; faſt gerade 
das Umgekehrte findet ſich am Rothen Meer. Die Winde der 2. Periode 
wachſen öftex zu orkanähnlicher Stärke an u, heißen dann Samum; 
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Spamer, Otto. Des Ergänzungswerkes Erster Band. Verlag und Druck von Otto Spamer, 1881.
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