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Ursprung und Ausbreitung der Angeln und Sachsen

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Ursprung und Ausbreitung der Angeln und Sachsen

Monograph

Persistent identifier:
167075863X
Author:
Plettke, Alfred
Title:
Ursprung und Ausbreitung der Angeln und Sachsen
Sub title:
Beitrag zur Siedlungsarchäologie der Ingväonen : mit 55 Tafeln, 3 Karten und 1 Textfigur
Scope:
110 Seiten, 55 Blätter
Type of content:
Hochschulschrift
DOI:
10.14463/KXP:167075863X
Year of publication:
1921
Place of publication:
Hildesheim
Leipzig
Publisher of the original:
August Lax
Identifier (digital):
167075863X
Illustration:
Illustrationen
Reihe:
Die Urnenfriedhöfe in Niedersachsen (Band 3, Heft 1)
Signature of the source:
a 366(3,1)
Language:
German
Additional Notes:
Impressum überklebt. Frühere Ausgabe in Hannover erschienen
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Degree-granting institution:
Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2019
Document type:
Monograph
Collection:
Arts
History

Chapter

Title:
Kapitel IV Zur Ethnographie der Ingväonen
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Ursprung und Ausbreitung der Angeln und Sachsen
  • Cover
  • ColorChart
  • Title page
  • Title page
  • Title page
  • Vorwort
  • Nachschrift.
  • Inhalt
  • Kapitel I. Fibeln
  • Kapitel II Gürtelteile
  • Kapitel III Keramik
  • Kapitel IV Zur Ethnographie der Ingväonen
  • Kapitel V Fundverzeichnis
  • Kapitel VI Nachträge nach dem Tode des Verfassers hauptsächlich auf Grund seines hinterlassenen Materials zusammengestellt von Fr. Plettke Geestemünde
  • [Tafeln und Karten]
  • Tafel 1 - [Tafel 9]
  • Tafel 10 - [Tafel 19]
  • Tafel 20 - [Tafel 29]
  • Tafel 30 - [Tafel 39]
  • Tafel 40 - [Tafel 49]
  • Tafel 50 - [Tafel 55]
  • [Karten]
  • Cover

Full text

  
Kapitel IV 
Zur Ethnographie der Ingväonen 
In den vorigen Kapiteln bot sich schon hin und wieder Gelegenheit, wichtigere 
ethnographische Schlüsse, die sich aus dem archaeologischen Material ergeben, zu be- 
rühren. Aber es wird zweckmäßig sein, einmal im Zusammenhang die Funde auf ihre 
Verwertbarkeit in bezug auf ethnographische Fragen zu prüfen. Vor allen Dingen wird es 
darauf ankommen, archaeologische Kulturprovinzen herauszuarbeiten und diese mit 
Völkerstämmen zu identifizieren, eine Methode, wie sie besonders Kossinna 
herausgearbeitet und angewandt hat!). Hierzu sind wir berechtigt, wenn der Nach- 
weis gelingt, daß ein archaeologisch scharf umschriebenes Gebiet auch nach den 
historischen Nachrichten einem bestimmten Stamme zuzuweisen ist. Ich werde im 
folgenden von der auf historischer Grundlage gewonnenen Stammesverteilung ausgehen 
und damit die Verbreitung der Funde vergleichen. ; 
In der frührömischen Kaiserzeit trennen sich die Germanen in zwei große Stamm- 
familien, in die Ost- und Westgermanen, die sowohl sprachlieh als auch archaeo- 
logisch, wie Kossinna?) gezeigt hat, scharf voneinander geschieden sind. Die 
Westgermanen zerfallen wieder in die drei groDen Stammverbánde der Her - 
minonen,lIstvàonen und Ingvà&onen. Diese Dreiteilung der westgerma- 
nischen Stämme ist uns sowohl durch Plinius?) als auch dureh Tacitus * 
bezeugt. Plinius rechnet zu den Ingváonen die Stimme der Kimbern, 
Teutonen und Chauken, Tacitus die Stimme am Ozean. Die Ingváonen 
bilden auch sprachlich eine einheitliche, geschlossene Gruppe. Sie umfassen die Volker 
des anglo-friesischen Sprachstammes °). Da nach Bremer das Friesische und Ang- 
lische sich außerordentlich nahe stehen, muß diese Spracheinheit schon in vorchrist- 
licher Zeit bestanden haben, als die beiden Stämme noch nahe beieinander saßen. 
Die also sowohl sprachlich als historisch fest umschriebene Stammfamilie der Ing- 
väonen behauptete nach Bremer?*) um 100 n. Chr. das Gebiet nórdlich einer Linie, 
die sich von der Zuider-See nach Münden und von hier nach Hamburg 
zieht. Ingvàonen wohnten auch im westlichen und mittleren Holstein, in 
Schleswig, Jütland und auch auf einem Teil der dänischen Inseln*). 
Landschaftlich zeigt dieses Gebiet der Ingváonen einen sehr einheitlichen 
Charakter. Es ist im wesentlichen. die weite nordwestdeutsche Tiefebene, die dem 
deutschen Mittelgebirge im Norden vorgelagert ist. Zwischen weiten unbebauten 
Heideflichen, unwegsamen Mooren und großen Wäldern siedelten die Stämme der 
1) Gustaf Kossinna, Die Herkunft der Germanen, Zur Methode der Siedlungsarchaeologie, Würzburg 
1911. Mannus-Bibliothek Nr. 6. 
? Kossina, Zeitschrift für Ethnologie 1905, S. 386 ff. 
S Plinius, N. H. IV, 99. ® 
Tacitus, Germania, c. 2. 
5) Siebs, Zur Geschichte der englisch-friesischen Sprache I, Halle 1889. Bremer, Ethnographie der 
germanischen Stämme, S. 108 ff. 
SY Bremer a da. 0, S 110, 
7 Kossinna, Indogermanische Forschungen VII, S. 309; Mannus IV, S. 430. 
  
    
   
   
  
   
    
  
  
  
  
  
  
  
   
   
    
    
  
  
  
    
   
     
   
   
    
    
     
	        

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Plettke, Alfred. Ursprung Und Ausbreitung Der Angeln Und Sachsen. August Lax, 1921.
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