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Jahres-Supplement 1909 - 1910 (22. Band)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Jahres-Supplement 1909 - 1910 (22. Band)

Monograph

Persistent identifier:
1676569197
Author:
Kirchhoff, Gustav Robert
Title:
Abhandlungen über Emission und Absorption
Sub title:
mit dem Bildniss von G. Kirchhoff und 5 Figuren im Text
Scope:
41 Seiten
Type of content:
Aufsatzsammlung
DOI:
10.14463/KXP:1676569197
Year of publication:
1898
Place of publication:
Leipzig
Publisher of the original:
Wilhelm Engelmann
Identifier (digital):
1676569197
Illustration:
Illustrationen, Diagramme
Reihe:
Ostwald's Klassiker der exakten Wissenschaften (100)
Signature of the source:
ZS 725 x(100)
Language:
German
Additional Notes:
Die Vorlage enthält insgesamt 3 Werke: Ueber die Fraunhofer'schen Linien (1859, Seiten 3-5); Ueber den Zusammenhang zwischen Emission und Absorption von Licht und Wärme (1859, Seiten 6-10); Ueber das Verhältnis zwischen dem Emissionsvermögen und dem Absorptionsvermögen der Körper für Wärme und Licht (1860-1862, Seiten 11-36)
Other Title:
Enthaltendes Werk: Ueber die Fraunhofer'schen Linien (1859)
Enthaltendes Werk: Ueber den Zusammenhang zwischen Emission und Absorption von Licht und Wärme (1859)
Enthaltendes Werk: Ueber das Verhältnis zwischen dem Emissionsvermögen und dem Absorptionsvermögen der Körper für Wärme und Licht (1860-1862)
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Editor:
Planck, Max
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2019
Document type:
Monograph
Collection:
Physics

Section

Title:
Anmerkungen.
Document type:
Monograph
Structure type:
Section

Contents

Table of contents

  • Meyers großes Konversations-Lexikon
  • Jahres-Supplement 1909 - 1910 (22. Band)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • A.
  • B.
  • C.
  • D.
  • Daae - [Dänische Literatur seit 1900]
  • Dantas - [Deszendenztheorie]
  • Detektor - [Deutsches Heerwesen]
  • Deutsches Kapital im Ausland - [Deutsches Reich]
  • Deutsche Tageszeitung - [Diábolo]
  • Diadochit - [Dortmund]
  • Douglasit - [Drehtüren]
  • Dreifarbendruck - [Dzieduzycki]
  • E.
  • F.
  • G.
  • H.
  • I.
  • J (Jot).
  • K.
  • L.
  • M.
  • N.
  • O.
  • P.
  • Q.
  • R.
  • S.
  • T.
  • U.
  • V.
  • W.
  • X, Y.
  • Z.
  • Verzeichnis der Abbildungen im XXII. Band.
  • Retrolog zu den im "Konversations-Lexikon" enthaltenen Biographien.
  • Verzeichnis der Mitarbeiter.
  • Cover

Full text

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Dampſfſchiff (Jnneneinrichtungen moderner Paſſagierdampfer). 169 
die das Steigen ſparen wollen. Als Neuheit hat dieſer 
Dampfer auh Einrichtungen für Reiſende dritter 
Klaſſe getrennt von den Zwiſchende>spaſſagieren ; die 
Kammern ſind einfacher als bei der zweiten Klaſſe, | 
enthalten aber alles Nötige; auch iſt ein Eßzimmer | 
mit 207 Pläben für die dritte Klaſſe im Salonderk | 
erbaut ſowie ein Rauchzimmer und ein Frauenraun | 
in Höhe des Promenadende>s. Das hintere obere | 
Salonde> dient den Reiſenden dritter Klaſſe zum Auf- | 
enthalt im Freien. 
Auch die neueſten Dampfer der Hamburg-Amerika- | 
Linie, Cleveland und Cincinnati, Schweſterſchiffe von 
je 27000 Ton. Waſſerverdrängung (etwa 16500 
Brutto-Reg.-Ton.), die 1909 ihre erſten Reiſen mach- | 
ten, ſind Muſterwerke deutſcher Schiffsraumkunft. Die | 
Raumgröße und Luſftigkeit der Kabinen iſt hervor- | 
zuheben; faſt ohne Ausnahme ſind in erſter Kajüte | 
die Kojen nicht mehr übereinander, ſondern bettartig | 
einzeln angeordnet. Der Speiſeſaal der erſten Kajüte | 
des Dampfers Cleveland iſt 16,5 m lang, 19 m breit 
(von Bord zu Bord), hat 224 Sigpläße an 57 Heinen | 
Tiſchen und liegt auf dem Salonded. Dede und 
Wände ſind weiß mit Gold, Möbel (Stil Louis XVI) | 
Mahagoni mit Bronze. Zwölf Serviertiſche haben | 
elektriſche Wärmeplatten. Der Speiſeſaal öffnet fich | 
gegen den unterſten Flur des Haupttreppenhauſes, 
das durch vier Stockwerke ohne Unterbrehung zum 
Promenadende> hinaufführt und Dur<hblicknach oben 
und unten freiläßt. Jm Treppenhaus befindet fich 
die Bibliothek für die erſte Kajüte auf dem Prome- 
nadende> und auf dem Brückende> die Buhhandlung 
und das Auskunftsbureau. Der oberſte Vorplatz des 
Treppenhauſes führt zur Halle, einem vierten großen 
Geſellſhaftsraum in prächtiger Ausſchmückung (gol- 
dig und indigoblau) mit Sitgelegenheiten für den 
5 Uhr-Tee. Neben der Haupttreppe iſt ein Perſonen- 
fahrſtuhl. Neben der Halle liegt ein kleines Schreib- 
zimmer. Vom Vorplatz der Halle führt ein innerer, 
breiter Wandelgang zur Turnhalle, die mit eleftriſh 
betriebenen Zanderſchen Sport- und Turngeräten 
ausgerüſtet iſt, dann weiterhin zum Muſik- und Da- 
menſalon (Empireſtil) mit Oberlichtkuppel, und zum 
Rauchſaal mit Eichenholzvertäfelung, behaglicher 
Kaminniſche und Schenke. Vor dem Rauchſaal liegt 
ein Vorplag mit Nebentreppenhaus. Die Kabinen 
erſter Kajüte für 220 Reiſende, darunter 70 einbettige, 
liegen nur mittſchiffs im Aufbau auf Oberde>, Salon- 
de>, Brückende> und Promenadende>. Außerdem 
ſind 4 Fluchten Staatszimmer (je mit Wohn-, Schlaf- 
und Baderaum), 8 Luxuskammern (mit Bad) vorhan- 
  
den. Der Speiſeſaal der zweiten Kajüte liegt auch auf 
dem Salonded, hat 218 Sibpläze an 19 Tiſchen, Da- 
menſalon auf dem Oberde>; das Treppenhaus verbin- 
det den Damenſalon mit demuntern und obern RNauch- 
zimmer, hat auch eine Bibliothek. Die Kabinen zweiter 
Kajüte haben Plätze für 392 Reiſende, die Kammern 
dritter Klaſſe faſſen 494 Reiſende. Im Zwiſchendec> 
fönnen in 11 Räumen im Vorder- und Hinterſchiff 
1720 Reiſende untergebracht werden. Bäder und 
Duſchen ſind für alle Paſſagierklaſſen vorhanden. 
Auch Kohlenſäurebädex ſind zu haben; ein eleftriſches 
Lichtbad iſt auf dem Brückende>. Drucderei iſt auf 
dem Salonde>, Dunkelkammer für Amateurphoto- 
graphen auf dem Oberde, Friſierſalons für Damen 
Und Herren ebenda. Für Kranke ſind 6 Hoſpital- 
raume in der Schiffsmitte mit Bädern, ein Verband- 
raum und 2 Apotheken vorhanden. 3 Ärzte und 2 
Peilgehilfen bilden das Sanitätsperſonal. Die an 
Vord in deutſcher, engliſcher und franzöſiſcher Sprache 
  
gedruckte Tageszeitung enthält die neueſten drahtloſen 
Telegramme 2c. Eine außergewöhnliche Einrichtung 
ſind die Riz-Carlton-Reſtaurants auf den Dampfern 
Kaiſerin Auguſte Viktoria und Amerika; dort kann 
jeder Kajütenpaſſagier zu beliebiger Zeit an kleinen 
Tiſch nach der Karte ſpeiſen. Wer nur das Reſtaurant 
benußenwill, erhältau<h FahrkarteohneVerpflegun g8- 
anſpruch. Seit 1909 hat die Hamburg-Amerifa-Linie 
auf allen fünf Dampfern ihres Eildienſtes (Deutſch- 
land, Amerika, Kaiſerin Auguſte Viktoria, Cleve- 
land und Cincinnati) in den Speiſeſälen erſter Ka- 
| jlite Verpflegung nach der Karte an kleinen Tiſchen 
| innerhalb des Überfahrtspreifes eingeführt, neben der 
Zagesipeijelaute. Die modernen Bafjagierdampfer 
ind auch meiſt mit Blumenläden, einzelne ſogar mit 
prächtigen Wintergärten oder Palmenhäuſern ver- 
ſehen. Schiffskapelle der Stewards fehlt nirgends. 
Das Küchenweſen iſt entſpre<hend dem Wett- 
bewerb der einzelnen Dampferlinien, ihren Reiſenden 
die beſte und reichhaltigſte Verpflegung zu bieten, von 
deren Güte die Nachfrage nah Fahrkarten häufig ab- 
| hängig iſt, geradezu raffiniert durhgebildet. 2. B. 
hat der Dampfer Kaiſerin Auguſte Viktoria ſieben 
Klichen, außerdem eine beſondere franzöſiſche Reſtau- 
rantfüche mit eigner Kühlanlage und Proviantraun. 
Sämtliche Küchen haben Dampfbetrieb. Elektriſch be- 
trieben werden die Eierkocher, die Tellerwaſch - und 
Meſſerpußmaſchinen. Mehrere Bäckereien mit dreiund 
vier Backöfen, Schlächterei mit großem Kühlraum, 
Anrichten mit Wärm- und Kühlſchränken 2c. vervoll- 
ſtändigen den Stüchenbetrieb. Die Küche erſter Klaſſe 
des Lloyddampfers George Wafhington hat täglich 
etwa 600 Reiſende zu verſorgen (erſtes Frühſtück mit 
20 warmen Gerichten, Gabelfrühſtüc ähnlih, Mit- 
tagstafel etwa 10 Gänge); dazu ſind zahlreiche Hilfs- 
maſchinen erforderlich, die für Elektromotorenbetrieb 
eingerichtet ſind, auch die Geſchirrſpülmaſchinen. Un 
beim Schlingern des Schiffes die Kochtöpfe und Schüf- 
jeln auf dem Herd zu halten, find Schlingerleijten an- 
gebracht. Die Vorratsräume ſind ſehr groß, vorzüg- 
lich gelüftet und mit Kühlanlagen verſehen. Die Kühl- 
räume der Schnell- und Eildampfer faſſen etwa 
20000 kg friſches Fleiſch, Wild, Geflügel und friſche 
Fiſche, etwa 15000 Lit. Faßbier für jede Reiſe neven 
dem vielen andern Bedarf. Der Dampfer Berlin 
hat neben den Vorratsfühlräumen noch für den 
Transport von friſchem Fleiſch zwei große Laderäunrte, 
deren lange Kühlrohre eine 25proz. Salzſole von 
—15° durchſtrömt. Je nah Art des zu kühlenden 
Proviants iſt die Temperatur in den einzelnen Kühl- 
räumen abgeſtimmt. Neuerdings hat man erfolg- 
reiche Verſuche mit der Mitführung lebender Flußfiſche 
in einem großen offenen Friſchwaſſertank auf den 
Sonnende>> gemacht. Auch die Verpflegung der 
Zwiſchendesfahrgäſte iſt durch zwe>mäßige Einrich- 
tungen ſehr vervollfommt. Salzfleiſ<h und Hart- 
brot (Schiffszwieback) ſind faſt ganz verſhwunden, 
es gibt faſt täglich friſches Fleiſch, tn Dampfkochtöpfen 
zubereitet, und friſches Brot, täglich an Bord gebacken, 
und zwar für bis zu 2600 Zwiſchende>er. Die Bäcke- 
reien für das Zwiſchende liefern tägli<h Weiß- und 
Schwarzbrot. Zum Backen dienen Teigknetmaſchinen 
mit Elektromotorenbetrieb und Dampfbacköfen. Um 
geſundes und roſtfreies Trinkwaſſer zu bereiten, be- 
finden fich auf den Schiffen Schiffsfilteranlagen mit 
Saug- und Drudpunpen. Das Trinkwaſſer wird 
duch befondere Trinkwafjerfühler gekühlt. 
Die Lüftung aller Schiſfsräume, d.h. die Abſaugung 
dex verbrauchten und Einführung friſcher Luft, deren 
  
  
  
 
	        

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