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Plato und die sogenannten Pythagoreer

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Plato und die sogenannten Pythagoreer

Monograph

Persistent identifier:
1690396849
Author:
Frank, Erich
Title:
Plato und die sogenannten Pythagoreer
Sub title:
ein Kapitel aus der Geschichte des griechischen Geistes
Scope:
X, 399 Seiten
Year of publication:
1923
Place of publication:
Halle (Saale)
Publisher of the original:
Verlag von Max Niemeyer
Identifier (digital):
1690396849
Illustration:
Illustrationen
Signature of the source:
a 941
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2020
Document type:
Monograph
Collection:
Philosophy

Appendix

Title:
Anhang.
Document type:
Monograph
Structure type:
Appendix

Chapter

Title:
III. Zur Philosophie und Mathematik der sogenannten Pythagoreer.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Beilage XV. Die Mathematik der Pythagoreer.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Plato und die sogenannten Pythagoreer
  • Cover
  • ColorChart
  • Title page
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Erster Teil. Entstehung und Entwicklung des rationalen Weltbewußtseins in der griechischen Kunst, Wissenschaft und Philosophie.
  • 1. Entwicklung des musikalischen Bewußtseins.
  • 2. Die Entwicklung des Raumbewußtseins und des astronomischen Weltbilds.
  • 3. Die Entwicklung des Begriffs vom Unendlichen.
  • 4. Die Entstehung der Wissenschaft und ihre Wirkung auf die Philosophie.
  • Zweiter Teil. Die Philosophie der sogenannten Pythagoreer.
  • 1. Platos System der Natur.
  • 2. Die Philosophie der sogenannten Pythagoreer und ihre Einwirkung auf Platos philosophische Entwicklung.
  • 3. Der Ursprung des modernen wissenschaftlichen Bewußtseins in der Philosophie der sogenannten Pythagoreer.
  • Anhang.
  • I. Zur Geschichte der griechischen Musik und ihrer Theorie.
  • Il. Zur Geschichte der griechischen Astronomie.
  • III. Zur Philosophie und Mathematik der sogenannten Pythagoreer.
  • Beilage XIV. Die mathematische Philosophie der Pythagoreer.
  • Beilage XV. Die Mathematik der Pythagoreer.
  • Beilage XVI. Die stereometrischen Entdeckungen der Pythagoreer.
  • Beilage XVII (zu S. 205). Die Entstehung der mathematischen Mechanik.
  • Beilage XVII. Speusipps System der Philosophie und die sogenannten "Pythagoreer".
  • Beilage XIX. Die Fragmente des Hippasus.
  • Beilage XX. Die Fragmente des Philolaus.
  • Anmerkungen.
  • Register von Dr. E. Glassen.
  • Druckfehlerberichtigung.
  • Register - Ergänzung.
  • Cover

Full text

52 
mittelbar schöpfenden Quellen mit Sicherheit den Pythagoreern 
zugeschrieben werden können. Man sieht, daß diese Nach- 
richten uns ein ganz klares Bild vom Wesen und der Ent- 
wicklung der pythagoreischen Geometrie geben und daß die 
einzelnen Stücke alle durch eine einheitliche Idee innerlich 
zusammenhängen, so daß die eine immer die notwendige 
Voraussetzung für die andere ist. Spätere Schriftsteller erklären 
diese ganze Mathematik für das Werk des Pythagoras selbst. 
Eudem spricht aber nur ganz allgemein von „Pythagoreern“. 
Wir brauchen uns jedoch nicht mit dieser chronologisch ver- 
schwommenen Bezeichnung zu begnügen. Die Zeit fast aller 
dieser Entdeckungen läßt sich bis auf Jahrzehnte genau 
ermitteln. 
So ist über die Zeit der Entdeckung des Irrationalen, die 
der eigentliche Ausgangspunkt der pythagoreischen Geometrie 
gewesen ist, ein Zweifel gar nicht möglich. Plato spricht in 
seinem Alterswerk, den Gesetzen, deren Abfassung kaum vor 360 
fallen wird, ausführlich darüber, daß man in den weiteren 
Kreisen der Gebildeten damals vom Problem des Irrationalen 
noch nichts wußte, und daß er selbst „erst spät und vor gar 
nicht so langer Zeit davon Kenntnis erhalten habe“ (S. 819.D). 
Also war zur Zeit von Platos Jugend, d. h. vor 400, das Problem 
des Irrationalen sogar in den wissenschaftlich aufs regste 
interessierten Kreisen, in denen Plato aufwuchs, noch völlig 
unbekannt. In der Tat ist die erste Kenntnis des Irrationalen — 
und zwar nach Platos Darstellung im „Theätet“, einem Dialog, 
der dem ehrenden Andenken des 369 gefallenen Mathematikers 
gewidmet ist — im Jahre 399 von dem „Geometer“ Theodor 
nach Athen gebracht worden. An die Lehrvorträge dieses 
Theodor anknüpfend (der allerdings erst die Irrationalität in 
den Einzelfällen 3, 5, 6 ... bis 17 bewiesen hätte), habe der 
damals noch ganz junge Theätet!) den Begriff des Irrationalen 
') Es ist nicht unmöglich, daß Theätet tatsächlich schon in dem 
jugendlichen Alter von 16—18 Jahren, wie es Plato darstellt, diese gToß- 
artige mathematische Entdeckung gemacht hat. Die meisten großen 
Mathematiker — man denke z. B. an Pascal und Gauß — haben die 
Grundzüge ihrer mathematischen Erkenntnisse schon in frühen Jahren 
konzipiert (vgl. Revesz, Frühzeitiges Auftreten der Begabung, Zeitschr. f. 
angewandte Psychologie 1920). 
ZORQ
	        

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Frank, Erich. Plato Und Die Sogenannten Pythagoreer. Verlag von Max Niemeyer, 1923.
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