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Theogonie nach den Quellen des classischen, hebräischen und christlichen Alterthums (9. Band)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Theogonie nach den Quellen des classischen, hebräischen und christlichen Alterthums (9. Band)

Multivolume work

Persistent identifier:
1696944139
Author:
Feuerbach, Ludwig
Title:
Ludwig Feuerbach's sämmtliche Werke
Year of publication:
1846
Place of publication:
Leipzig
Publisher of the original:
Druck und Verlag von Otto Wigand
Identifier (digital):
1696944139
Language:
German
Additional Notes:
Bände 1-10 erschienen von 1846-1890.
Printer:
Wigand, Otto
Document type:
Multivolume work

Volume

Persistent identifier:
169695763X
Author:
Feuerbach, Ludwig
Title:
Theogonie nach den Quellen des classischen, hebräischen und christlichen Alterthums
Scope:
2 ungezählte Blätter, 446 Seiten, 1 ungezähltes Blatt
Year of publication:
1857
Place of publication:
Leipzig
Publisher of the original:
Verlag von Otto Wigand
Identifier (digital):
169695763X
Signature of the source:
a 1167(9)
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Printer:
Wigand, Otto
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2020
Document type:
Volume
Collection:
Philosophy
Religion

Section

Title:
21. Das er- und verwünschte Schicksal.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Contents

Table of contents

  • Ludwig Feuerbach's sämmtliche Werke
  • Theogonie nach den Quellen des classischen, hebräischen und christlichen Alterthums (9. Band)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • 1. Achilleus Zorn und Zeus Wille.
  • 2. Der Gegenstand der Ilias.
  • 3. Die homerischen Gebetserhörungen.
  • 4. Der Gegenstand der Odyssee.
  • 5. Sprachliche Bemerkungen.
  • 6. Das Urphänomen der Religion.
  • 7. Der Anfangswunsch.
  • 8. Das Wesen des Glaubens.
  • 9. Der theogonische Wunsch.
  • 10. Beispiele theogonischer Wünsche.
  • 11. Die Wünsche der Noth und Liebe.
  • 12. Der Glückseligkeitswunsch.
  • 13. Furcht und Hoffnung.
  • 14. Kunst und Religion.
  • 15. Der Fluch.
  • 16. Der Eid.
  • 17. Der "providentielle" Fluch.
  • 18. Das menschliche Schicksal.
  • 19. Das Gewissen und das Recht.
  • 20. Die Strafen der beleidigten Gottheit.
  • 21. Das er- und verwünschte Schicksal.
  • 22. Tod und Unsterblichkeit.
  • 23. Das ethische Schicksal.
  • 24. Das unmenschliche Schicksal.
  • 25. Zwischenbemerkung.
  • 26. Gott und Mensch.
  • 27. Das Wunder.
  • 28. Die Gottheit des Traumes.
  • 29. Die Theodicee.
  • 30. Die Offenbarung.
  • 31. Das Wesen des Christenthums.
  • 32. Die Schöpfung aus Nichts.
  • 33. Das erste Kapitel Mosis.
  • 34. Die "christliche" Naturwissenschaft.
  • 35. Schöpfung und Dichtung.
  • 36. Die theoretische Grundlage des Theismus.
  • 37. Theismus und Anthropomorphismus.
  • 38. Der Kultus.
  • 39. Das Symbol.
  • 40. Der Unterschied der Götter.
  • 41. Die Seligkeit.
  • 42. Die Selbstliebe.
  • Anmerkungen.
  • Druckfehlerverzeichniß.
  • Cover

Full text

Das er- und verwünschte Schicksal. 
Das nicht nur bei Homer, sondern überall und überhaupt 
zweideutige und schwankende Verhältniß der Götter zum Schick— 
sal, d. h. zur Nothwendigkeit 46] findet seine Erklärung in 
dem schwankenden Wesen der menschlichen Wünsche. Was 
ist und geschieht, steht bald im Einklang, bald im Wider— 
spruch mit den menschlichen Wünschen. Bin ich gesund und 
glücklich, so will ich leben, ewig leben sogar; bin ich aber krank 
und elend, so will ich sterben. Keiner, sagt Artabanus bei 
Herodot (7, 46) zu dem über die kurze Lebensdauer des Menschen 
beim Anblick seines Heeres weinenden Xerres, keiner ist in dem 
so kurzen Leben so glücklich, daß er nicht oft lieber zu sterben als 
zu leben wünschte; denn wenn uns Unglücksfälle treffen und 
Krankheiten zerrütten, so kommt uns das Leben trotz seiner Kürze 
doch lang vor, so daß der Tod bei dem Elend des Lebens die er— 
wünschteste Zuflucht des Menschen ist, crννν οαοναν. 
Will ich leben, so ist der Tod für mich eine feindliche, blinde, un— 
begreifliche Nothwendigkeit; denn in meiner Lebensliebe finde ich 
keinen Grund für ihn, kann ich ihm keinen Sinn abgewinnen. 
Sinn hat für mich nur, was nach meinem Sinn ist; was mei— 
nem Willen, meinem Geschmack, meinem Interesse, widerspricht 
auch meinem Verstande; ich sterbe daher nur, weil ich eben sterben 
muß, ohne einen einleuchtenden Grund für den Tod zu finden. 
So reichen die Augen des Menschen nicht weiter als seine Wünsche 
und Interessen. Mit der wissenschaftlichen Kultur erweitern sich 
allerdings mit den Wünschen auch die Einsichten, aber doch gilt 
auch hier: was der Mensch nicht mag, nicht ausstehen kann, dem 
kann und will er auch kein Recht, keinen Grund in seinem Ver— 
188 
21.
	        

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Feuerbach, Ludwig, and Otto Wigand. Theogonie Nach Den Quellen Des Classischen, Hebräischen Und Christlichen Alterthums. Verlag von Otto Wigand, 1857.
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