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Agrarpolitik

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Agrarpolitik

Monograph

Persistent identifier:
1698505280
Author:
Aereboe, Friedrich
Title:
Agrarpolitik
Sub title:
ein Lehrbuch
Scope:
XII, 619 Seiten
Year of publication:
1928
Place of publication:
Berlin
Publisher of the original:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey, Verlag für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwesen
Identifier (digital):
1698505280
Signature of the source:
a 1175
Language:
German
Additional Notes:
Literaturverzeichnis Seiten [590] - 610
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2020
Document type:
Monograph
Collection:
Environmental Engineering and nutrition

Chapter

Title:
Zweiter Hauptteil. Die wichtigsten agrarpolitischen Probleme und deren Lösung.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
V. Kreditpolitik in der Landwirtschaft.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
a) Die Versorgung der Landwirtschaft mit Kredit.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Agrarpolitik
  • Cover
  • ColorChart
  • Title page
  • Dem Andenken an seinen hochverehrten Lehrer und väterlichen Freund: Geheimrat Dr. Theodor Freiherrn v. d. Goltz, weiland Direktor der Großherzoglich Sächsischen Lehranstalt für Landwirte an der Universität Jena [...]
  • Vorwort.
  • Inhaltsübersicht.
  • Einleitung.
  • Erster Hauptteil. Die volkswirtschafts- und betriebswissenschaftlichen Grundlagen der Agrarpolitik.
  • I. Allgemeine wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen der Landwirtschaft.
  • II. Der Staat als Rahmen der Landwirtschaft und der Wirtschaft überhaupt.
  • III. Gutswerte und Bodenwerte unter dem Einfluß der Preise und der technischen Hilfsmittel in der Landwirtschaft.
  • IV. Die Wirtschaftssysteme der Landwirtschaft und die Intensitätslehre.
  • V. Geschichtlicher Rückblick auf die Entwicklung der ländlichen Arbeitsverfassung und der neuzeitliche Landarbeiterlohn.
  • VI. Bodeneigentum und Bodenpacht.
  • VII. Die Betriebsgrößen und Besitzgrößen der Landwirtschaft und deren Abhängigkeit von den Landarbeiterlöhnen, von den Produkten- und Produktionsmittelpreisen und von den natürlichen Verhältnissen.
  • VIII. Reinertrag und Produktionskosten der Landgüter und ihrer Betriebszweige sowie der Einfluß von Preisverschiebungen auf die Rentabilität dieser Zweige.
  • Zweiter Hauptteil. Die wichtigsten agrarpolitischen Probleme und deren Lösung.
  • I. Bevölkerungsproblem, Grundbesitzverteilung und Grundbesitzvererbung.
  • II. Ländliches Bildungswesen und ländliche Bildungspolitik.
  • III. Agrarsteuern und Steuerpolitik.
  • IV. Agrarische Zollpolitik und Preispolitik.
  • V. Kreditpolitik in der Landwirtschaft.
  • a) Die Versorgung der Landwirtschaft mit Kredit.
  • b) Die Beschränkung des Agrarkredites und die Vererbung des Grundbesitzes.
  • c) Agrarpolitik und Besitzverteilung.
  • VI. Landarbeiterpolitik.
  • VII. Siedlungspolitik und Änderungen der Besitzverteilung.
  • Literatur.
  • Stichwortverzeichnis.
  • Cover

Full text

56 V. Kreditpolitik in der Landwirtschaft. 
erfüllen. Woher soll so ein Professor mit dem normalen Lebensweg 
vom Privatdozenten aufwärts die Möglichkeit haben, gründlichen 
Einblick in das ganze Schätzungs- und Kreditwesen der Landwirtschaft 
zu bekommen? Man sehe sich doch die geradezu jämmerliche Literatur 
an, die wir auf dem Gebiete des landwirtschaftlichen Taxwesens bis 
in unser Jahrhundert hinein gehabt haben. Den Namen Wissenschaft 
verdiente sie wahrhaftig nicht. Schuld daran ist der Staat aber in- 
sofern, als an allen landwirtschaftlichen Hochschulen die Geistes- 
wissenschaften, und besonders alle reinen Naturwissenschaften, vor 
den praktischen Wissenschaften den Vorrang hatten, weil sie mehr 
den Anstrich der Gelehrsamkeit hatten. Wollen wir aber mit un- 
serem Wirtschaftsleben voran kommen, dann müssen wir an die 
Stelle dieser Gelehrsamkeit etwas mehr Lebensweisheit setzen. Ge- 
schieht das, so wird allmählich auch die landwirtschaftliche Taxations- 
lehre als Hauptgrundlage unseres so wichtigen Kreditwesens zu ihrem 
Rechte kommen. 
b) Die Beschränkung des Agrarkredites und die Vererbung 
des Grundbesitzes. 
Die Hauptanlässe zur Beanspruchung des Agrarkredites sind, wie 
wir bisher sahen: 
1. Außerordentliche Ausfälle durch Mißwachs, Feuersbrunst, Vieh- 
sterben und andere Unglücksfälle (Notstandskredit). 
2. Die Durchführung von Bodenmeliorationen und Betriebs- 
erweiterungen (Meliorationskredit). 
3. Der Ankauf von Landgütern und Grundstücken mit einem 
Vermögen, welches die volle Auszahlung des Kaufpreises nicht gestattet 
(Ankaufskredit). 
4. Die Übernahme von Landgütern und Grundstücken im Erb- 
gange, bei welchem mehrere Erben sich das Erbe des Erblassers zu 
teilen haben; und zwar treten dabei wiederum große Unterschiede 
hervor, je nachdem ob es sich um Naturalteilung des Erbes oder nur 
um Vermögensteilung mit Übergang des Eigentumstitels des ganzen 
Besitzes an einen der Erben handelt. In beiden Fällen werden Erb- 
auseinandersetzungskredite benötigt, im erstgenannten Fall zwecks Ein- 
richtung der Teilbetriebe, im letztgenannten Fall zwecks Auszahlung 
der von den Geschwistern geerbten Vermögensteile (Geschwistergelder). 
In allen Fällen der Beanspruchung des Kredites bedeutet das 
für den Kreditnehmer eine Verschuldung, welche ihm die Verpflichtung 
der Verzinsung und frühere oder spätere Rückzahlung der Darlehen 
auferlegt. Im Augenblick der Kontrahierung der Schulden werden 
diese Pflichten seitens des Kreditnehmers aber gern mit in den Kauf 
genommen, weil sie beim Notstandskredit das kleinere Übel, beim 
Meliorationskredit, Ankaufskredit und Erbauseinandersetzungskredit 
der Einsatz für relativ großen Gewinn sind. 
„J2
	        

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Aereboe, Friedrich. Agrarpolitik. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, Verlag für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwesen, 1928.
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