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Grundzüge der Geschichte der Chemie

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Geschichte der Chemie

Monograph

Persistent identifier:
1727017110
Author:
Herz, Walter
Title:
Grundzüge der Geschichte der Chemie
Sub title:
Richtlinien einer Entwicklungsgeschichte der allgemeinen Ansichten in der Chemie
Scope:
VI, 142 Seiten
Year of publication:
1916
Place of publication:
Stuttgart
Publisher of the original:
Verlag von Ferdinand Enke
Identifier (digital):
1727017110
Signature of the source:
a 1208
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2020
Document type:
Monograph
Collection:
Chemistry

Introduction

Title:
I. Einleitung.
Document type:
Monograph
Structure type:
Introduction

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Geschichte der Chemie
  • Cover
  • ColorChart
  • Title page
  • Title page
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Einleitung.
  • II. Die chemischen Kenntnisse im Altertum.
  • III. Das Zeitalter der Alchemie.
  • IV. Das Zeitalter der Iatrochemie.
  • V. Die moderne Chemie.
  • Alchemie und Iatrochemie hatten die Ziele nicht erreichen können, [...]
  • A. Epoche der qualitativen Forschung.
  • B. Epoche der quantitativen Forschung.
  • C. Entwickelung der Physikalischen Chemie.
  • VI. Schlusswort.
  • Namen- und Stichwortverzeichnis.
  • Cover

Full text

_ Einleitung. 
hat gleiches Recht, und unser heutiges Leben ist ebensowenig 
denkbar ohne die spekulative Arbeit der Scholastiker wie der 
Aufklärungslehrer des achtzehnten Jahrhunderts. 
Wer seine Wissenschaft nur als etwas Fertiges kennt, der 
wird gewiss in der Lage sein, ihre Erfahrungen und Ergeb- 
nisse praktisch zu benutzen und auch an ihrem Weiterbau 
mitzuarbeiten; aber ihren schönsten Reiz wird ihm die Wissen- 
schaft nicht geben, diesen schönsten Reiz, der ihr Leben ist, 
ihre Entwicklung, ihr Werden und Entstehen. Es ist schwer 
und vielleicht sogar unmöglich, den Zauber dieses Reizes 
demjenigen zu schildern, dem der Sinn für die historische 
Betrachtung fehlt; jedenfalls geben die Worte nicht voll das 
wieder, was das Geheimnis dieses Reizes ausmacht, denn hier 
verknüpft sich gern mit der streng wissenschaftlichen Tätig* 
keit die Wirkung der gestaltenden Phantasie. 
- Wenn man das Leben einer Wissenschaft durch die Jahr- 
hunderte verfolgt, so findet man einen dauernden Kampf von 
Lehren und Meinungen, die kommen und wieder verschwin- 
den, und es könnte dem flüchtigen Auge beinahe erscheinen, 
als ob hier eine unendlich grosse Mühe und Arbeit umsonst 
geleistet würde. Aber wie wenig ist das der Fall! Jede Lehr- 
meinung, die aufkommt, regt zu weiteren Beobachtungen an; 
und wenn sie von einer anderen verdrängt vom Platze ab- 
tritt, so bleibt immer ein Teil von ihr in der neuen Anschau- 
ung übrig. Sehr oft sehen wir auch, dass eine Lehre lange 
nach ihrem ersten Entstehen von neuem hervortritt, natürlich 
verändert und umgestaltet, so dass sie auch in der Lage ist, 
die in der Zwischenzeit aufgefundenen Erfahrungen zu um- 
fassen, um nochmals ihre Rolle in der Wissenschaft zu spielen. 
Der aufmerksame Beobachter kann hieraus eine mehrfache 
Lehre ziehen. Er wird sich hüten, den Gültigkeitswert der 
herrschenden Schulmeinung zu überschätzen, er wird sich den 
offenen Blick auch für gegenteilige Ansichten bewahren, und 
er wird in dem oft übertriebenen Kampfe der Tagesmeinung 
vorsichtige Zurückhaltung wahren. Er wird sich aber auch 
klar darüber sein, dass die Mitarbeit an dem Aufbau und 
‘)
	        

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Herz, Walter. Grundzüge Der Geschichte Der Chemie. Verlag von Ferdinand Enke, 1916.
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