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Statistik - Zwischenhandel (6. Band)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Statistik - Zwischenhandel (6. Band)

Multivolume work

Persistent identifier:
1760974358
Title:
Handwörterbuch der Staatswissenschaften
Type of content:
Wörterbuch
Info on language/writing:
In Fraktur
Year of publication:
1890
Place of publication:
Jena
Publisher of the original:
Verlag von Gustav Fischer
Identifier (digital):
1760974358
Language:
German
Additional Notes:
Die Bände 1-6 der 1. Auflage mitsamt Ergänzung erschienen 1890-1897
4. Auflage von Ludwig Elster, Adolf Weber und Friedrich Wieser herausgegeben
Neuauflage unter dem Titel: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften
Editor:
Conrad, Johannes
Elster, Ludwig
Lexis, Wilhelm
Loening, Edgar
Document type:
Multivolume work

Volume

Persistent identifier:
176164937X
Title:
Statistik - Zwischenhandel
Scope:
X, 959 Seiten
Year of publication:
1894
Place of publication:
Jena
Publisher of the original:
Verlag von Gustav Fischer
Identifier (digital):
176164937X
Signature of the source:
a 2047(6)
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Editor:
Conrad, Johannes
Elster, Ludwig
Lexis, Wilhelm
Loening, Edgar
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2021
Document type:
Volume
Collection:
Humanities and social sciences
Law

Chapter

Title:
Z.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Handwörterbuch der Staatswissenschaften
  • Statistik - Zwischenhandel (6. Band)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • Uebersicht der im 6. Bande zum Abdruck gebrachten Artikel.
  • S.
  • T.
  • U.
  • V.
  • W.
  • Y.
  • Z.
  • Nachträge.
  • Berichtigungen.
  • Verzeichnis der Mitarbeiter unter Angabe der von einem jeden bearbeiteten Artikel.
  • Cover

Full text

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Ztatistik 
144. — 
ʒeschichte 
9. 
nidt. 
Zacharia von Lingenthal, Karl Salomo, 
ward geboren am 14. IX. 1769 zu Meißen, besuchte 
die dortige Fürstenschule und bezog 1787 die Univer— 
atät Leipzig, wo er anfangs nur philologische und 
ohilosophische Vorlesungen hörte und dann dem Studium 
der Rechtswissenschaften sich widmete. 1792 begab 
iich Z. auf die Universität Heidelberg, promovierte 
1795 in Wittenberg für philosophische und rechts— 
wissenschaftliche Vorlesungen, wurde 1797 zum außer—⸗ 
ordentlichen und 1802 zum ordentlichen Professor des 
Lehnrechts dortselbst ernannt. 1807 folgte Zachariä dem 
Rufe als ordentlicher Professor nach Heidelberg. Hier 
verblieb er bis zu seinem am 27. 111 1848 erfolgten Tode, 
owohl einen Ruf (1816) nach Göttingen, wie einen 
olchen (1829) nach Leipzig ablehnend. In der Oeffent⸗ 
cichkeit wirkte Z. ferner als Abgeordneter der ersten 
und 1825 der zweiten badischen Kammer. Kurz vor 
seinem Lebensende (1842) wurde er mit dem Beinamen 
„v. Lingenthal“ in den badischen Adelsstand erhoben, 
iachdem ihm schon 1818 der Titel „Geh. Hofrat“ 
nerliehen worden war. 
Zachariä steht in volkswirtschaftlicher Beziehung 
der Hauptsache nach auf dem Boden der Adam 
Smith'schen Lehre, im übrigen ist es schwer die An— 
sichten 3.'s einer bestimmten staatswissenschaftlichen 
Richtung einzuordnen. Es ist ihm häufig nachzuweisen 
daß er mit seinen eigenen Ansichten sich in Wider— 
spruch stellt, wenigstens, daß er in den Detail-Aus— 
ührungen oft den zuerst aufgestellten Grundsatz der— 
artig umschreibt, daß dieser sich beinahe in sein Gegen— 
eil verwandelt (z. B. in seimr Definition des Staats⸗ 
zienstes, Vierzig Bücher 31835). Er leitet den 
—AVVD 
Jesetze ab, trotzdem sucht er auch die Freiheit des 
Individuums aufrecht zu erhalten. Er beweist große 
Furcht vor Uebervölkerung, trotzdem hält er die Ueber⸗ 
zölkerungstendenz für das stärkste Mittel, die Mensch— 
heit zu Kulturfortschritten anzutreiben (Roscher, Gesch. 
331). Dieses Schwankende in seinen sonst unbestritten 
scharfsinnigen, geistreichen Ausführungen erkennt 3 
zewissermaͤßen selbst an, indem er in seiner Auto— 
oiographie (Nachlaß S. 35) sagt, daß es ihm oft vor— 
käme, als ob eine doppelte Seele in ihm lebe. Nach 
Roscher (932) besteht das Hauptverdienst Z.'8 um 
die Nationalökonomik darin, daß er die volkswirtschaft— 
lichen Fragen regelmäßig als Seiten des Volkslebens, 
oder wenigstens Staatslebens auffaßt. Er schreibt der 
Staatswirtschaft eine demokratische Tendenz zu, die 
in der Mobilisierung des Grundeigentums, den Schutz— 
3. 
zöllen, der gleichen Abgabenpflicht u. s. w. sich zeige. 
ẽr tritt ein (Nachlaß, 37) für die konstitutionelle 
Ztaatsherrschaft und ist in seinen rechtsgelehrten Aus— 
ührungen stets auf der Seite der Regierung und 
)er Aristokratie. Am eingehendsten wird Zachariä von 
ßzlunschhi und R.v. Mohl charakterisiert. Ersterer 
iennt seine Betrachtungsweise eine „nüchtern verständige, 
Aelseitig aufmerksame, kalt erwägende, bald diesen, 
jald jenen Standpunkt' wählende“ (Gesch. 596) und 
zemerkt, nachdem er an Reichtum des Wissens ihn 
iber Machiavelli und Montesquieu (mit deren Schriften 
z. die seinigen selber verglich) gestellt, „daß in der 
düstkammer 3.'s jede Partei für jede Meinung 
jut gearbeitete Waffen holen könne“. v. Mohl 
onstatiert gleichfalls einerseits das oft systemlose, 
ophistische, bizzarre in 3.'8 Schriften, andererseits 
iber die bewundernswerte Klarheit, große Gelehrsam— 
eit, feinste Geschicklichkeit, Kraft der Ausführung u. s. w. 
kr schließt seine Charakteristik Z.“'s mit den Worten: 
„Er hat Wenige seines Gleichen; es ist aber schwer 
u sagen, ob man dies mit Bedauern oder mit Zu— 
riedenheit sagen soll. Ihm war es genug ein außer— 
ordentlicher Mann zu sein, und dafür gehalten zu 
verden; es ist wohl das Beste, wenn auch andere 
infach bei dieser Meinung stehen bleiben.“ 
Von den staatswissenschaftlichen Schriften 
zachariääs ist als sein Hauptwerk zu bezeichnen: 
„Vierzig Bücher vom Staate.“ Stuttgart 
820 -32. — Zweite umgearbeitete Auflage, Heidel⸗ 
zerg 1839. Diese zweite Ausgabe ist ungleich wert— 
voller als die erste, weil die erste Bearbeitung in einer 
Reihe weit auseinander liegender Jahre und in einzelnen 
Teilen, oft nach längeren Unterbrechungen erschienen 
st und daher in ihrem Inhalte vielfach die Spuren 
»er Eindrücke und Veränderungen zeigt, welche die 
ortschreitenden Ereignisse in den Ansichten eines 
»enkenden Mannes notwendig hervorbringen mußten. 
Die zweite Auflage ist besonders in den ersten Büchern 
ine völlige Umarbeitung der ersten Auflage. — Das 
Werk ist in folgende 7 Hauptabschnitte eingeteilt: 
Buch 126) Vorschule der Staatswissenschaft, (— 14) 
Allgemeine politische Naturlehre, (185 -19) Verfassungs⸗ 
ehre, (20 —26) Regierungslehre, (27—30) Völkerrecht, 
31—–35) Erziehung, Staatsdienst, (36- 40) Wirt⸗ 
chaftslehre. Das Werk ist ein geistiges Testament des 
Verfassers, es umfaßt die Ansichten, Eindrücke und For— 
chungsresultate feines ganzen Lebens und wurde erst kurz 
hor seinem Tode von ihm abgeschlossen. Schon durch 
die unendliche Fülle des Stoffes, durch die kaum „be— 
vältigbare“ (Mohl, J1, 133) Menge von Ideen und 
Richtuͤngen des Staatslebens, die das Werk behandelt.
	        

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