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Technisches Denken und Schaffen

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Technisches Denken und Schaffen

Monograph

Persistent identifier:
1767338295
Author:
Hanffstengel, Georg
Title:
Technisches Denken und Schaffen
Sub title:
eine leichtverständliche Einführung in die Technik : mit 172 Textabbildungen
Scope:
XII, 219 Seiten
Edition title:
Fünfte, neubearbeitete Auflage
Year of publication:
1935
Place of publication:
Berlin
Publisher of the original:
Verlag von Julius Springer
Identifier (digital):
1767338295
Illustration:
Illustrationen, Diagramme
Signature of the source:
a 2062,5
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2021
Document type:
Monograph
Collection:
Technology

Chapter

Title:
Zweiter Abschnitt. Die Ausnutzung der Energie.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
7. Energiebilanz und wirtschaftliche Bilanz einer Dampfkraftanlage.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Technisches Denken und Schaffen
  • Cover
  • ColorChart
  • Title page
  • Einleitung und Vorwort zur ersten Auflage.
  • Aus dem Vorwort zur zweiten Auflage.
  • Vorwort zur fünften Auflage.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Erster Abschnitt. Grundlagen.
  • 1. Einfache technische Anwendungen der Hebelgesetze.
  • 2. Berechnung eines Brückenträgers auf Grund des Hebelgesetzes.
  • 3. Zusammensetzung von Kräften (technische Anwendungen des Kräfteparallelogramms und des Kräftedreiecks).
  • 4. Technische Anwendungen des Gesetzes von der Erhaltung der Energie.
  • 5. Berechnung der Arbeitsleistung einer Dampfmaschine.
  • 6. Massenwirkungen. Schwungradberechnung.
  • 7. Reibung und die technischen Mittel, sie zu vermindern.
  • 8. Grundlagen für die technische Verwertung des im Wasser enthaltenen Arbeitsvermögens.
  • 9. Grundlagen der Elektrotechnik.
  • 10. Wärmegefälle.
  • Zweiter Abschnitt. Die Ausnutzung der Energie.
  • 1. Ausnutzung von Wasserkräften durch Wasserräder.
  • 2. Wasserturbinen.
  • 3. Regelung der Kraftmaschinen und Feststellung des Wirkungsgrades bei verschiedenen Leistungen.
  • 4. Wärmeentwicklung bei der Verbrennung.
  • 5. Verluste bei der technischen Verwertung der Brennstoffenergie in einer Dampfanlage.
  • 6. Indizieren der Dampfmaschine.
  • 7. Energiebilanz und wirtschaftliche Bilanz einer Dampfkraftanlage.
  • 8. Andere Verfahren der Brennstoffausnutzung in Kraftmaschinen. Gasmaschine; Sauggasanlage; Dieselmotor.
  • 9. Dampfturbinen.
  • 10. Neuere Wege der Energiewirtschaft.
  • Dritter Abschnitt. Die Ausnutzung des Werkstoffs und die Entwicklung der Form.
  • 1. Dehnung und Arbeitsvermögen der Stoffe.
  • 2. Das Verhalten von Eisen und Stahl bei verschiedenen in der Technik vorkommenden Belastungsarten.
  • 3. Die verschiedenen Eisen- und Stahlarten und ihre Prüfung.
  • 4. Ausbildung von Bauteilen vom Gesichtspunkte genügender Festigkeit aus.
  • 5. Ausbildung von Bauformen vom Gesichtspunkt der zweckmäßigen Herstellung aus.
  • 6. Grundlagen moderner Herstellungsmethodik in der mechanischen Industrie.
  • 7. Bearbeitung auf Werkzeugmaschinen.
  • 8. Fließarbeit.
  • 9. Schaffung ästhetisch schöner Formen.
  • Vierter Abschnitt. Praktische Ingenieurarbeit.
  • Sachverzeichnis.
  • Cover

Full text

110 
Die Ausnutzung der Energie. 
daß etwa */, der im Dampf zugeführten Wärme — in unserem Falle 
1, >< 70 = 171), Kalorien — nutzbar gemacht werden. Etwas 
anderes zu versuchen, käme auf dasselbe heraus, wie wenn man das 
Gefälle einer Wasserkraft dadurch künstlich erhöhen wollte, daß 
man einen Kanal unmittelbar bis zum Meere .grübe, damit das 
Wasser auf dem Wege von seiner natürlichen Abflußstelle bis zum 
Meer kein Gefälle mehr einbüßte (vergl. S. 76). Das Mittel stände 
in gar keinem Verhältnis zu dem Erfolge, der zu erzielen wäre! 
Wohl kann durch einen kurzen, nicht zu teneren Graben das Gefälle 
etwas vergrößert werden — bei der Dampfmaschine entspricht dem 
der Kondensator, der den Zweck hat, den Dampf statt mit 100° 
mit 50° aus dem Zylinder zu entlassen. Eine weitere erhebliche 
Verringerung des Temperaturgefälles wäre nur möglich, wenn man 
die Kühlwassermenge ganz ungeheuer vermehrte oder gar statt des 
gewöhnlich zur Verfügung stehenden Wassers, bei dem man mit 
einer Temperatur von durchschnittlich 20° Celsius rechnen muß, 
künstlich gekühlte Flüssigkeiten zum Niederschlagen des Dampfes 
anwenden wollte, was vom wirtschaftlichen Standpunkt natürlich gar 
nicht in Frage kommt. Den Dampf sich so weit ausdehnen zu 
lassen, würde außerdem, wie wir gesehen haben, doch nicht mög- 
lich sein, weil dabei die Spannungen und somit die ausgeübten 
Kräfte so niedrig wären, daß sie nicht einmal die eigene Reibung 
der Maschine überwinden könnten?). 
Es ist demnach richtig, wenn die Hauptarbeit darauf verwandt 
wird, die Energieverluste, die durch Mängel des eigentlichen Ar- 
beitsvorganges entstehen — in unserem Falle 5*/, Kalorien —, So 
niedrig wie möglich zu halten. Allerdings müssen wir heute die 
Dampfmaschine als ziemlich vollkommen betrachten und dürfen von 
weiteren Verbesserungsversuchen keine übertriebenen Erfolge erhoffen. 
Leicht kann übrigens bei solchen und ähnlichen Versuchen der 
Ingenieur mit dem Kaufmann — oder das wissenschaftliche Streben 
mit dem wirtschaftlichen Denken — durchgehen, so daß sich viel- 
leicht ein scheinbarer Erfolg ergibt, der in Wahrheit nicht im Sinne 
der Ziele der Technik liegt. Die guten Ergebnisse von Probe- 
versuchen lassen sich nämlich meist nicht im praktischen Be- 
trieb erreichen, auf den es allein ankommt. Ein Elektrizitätswerk 
z. B. ist immer nur während verschwindend kurzer Zeit an jedem 
Tage „voll belastet“, d.h. es hat die größte Strommenge, die es ab- 
1) Etwas günstiger liegen die Verhältnisse bei der Dampfturbine, weil sie 
große Mengen niedrig gespannten Dampfes leichter verarbeiten kann. Hier lohnt 
es sich also eher, das Gefälle weiter zu erhöhen, d. h. die Temperatur und damit 
die Dampfspannung im Kondensator niedriger zu halten (vgl. die Ausführungen 
auf S. 127).
	        

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Hanffstengel, Georg. Technisches Denken Und Schaffen. Verlag von Julius Springer, 1935.
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