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Vorträge (14. Band)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Vorträge (14. Band)

Multivolume work

Persistent identifier:
1788370473
Author:
Helmholtz, Hermann
Title:
Wissenschaftliche Abhandlungen
Year of publication:
1882
Place of publication:
Leipzig
Hannover
Publisher of the original:
Johann Ambrosius Barth
Identifier (digital):
1788370473
Language:
German
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek (TIB)
Document type:
Multivolume work

Volume

Persistent identifier:
1788371100
Author:
Helmholtz, Hermann
Title:
Wissenschaftliche Abhandlungen
Sub title:
mit einem Bildniss
Scope:
XXXVIII, 654 Seiten
DOI:
10.14463/KXP:1788371100
Year of publication:
1895
Place of publication:
Leipzig
Publisher of the original:
Johann Ambrosius Barth
Identifier (digital):
1788371100
Illustration:
1 Porträt
Signature of the source:
a 2610(3)
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek (TIB)
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2022
Document type:
Volume
Collection:
Natural sciences
Physics

Title page

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Gesamtausgabe
  • Vorträge (14. Band)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • Inhalt
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Ursachen und Verlauf des Veltliner Mordes im Jahr 1620 7. und 21. März 1844
  • Über die Lage Frankreichs zur Zeit des Armagnakenzuges 1444. Habilitationsvorlesung 29. März 1844
  • Der Zustand Roms unter Gregor dem Großen 3. Dezember 1857
  • Gedächtnisrede auf Schiller 9. November 1859
  • Über die Goldschmiedrisse der öffentlichen Kunstsammlung zu Basel 20. Februar 1860
  • Über den Wert des Dio Chrysostomus für die Kenntnis seiner Zeit 3. Mai 1864
  • Über die niederländische Genremalerei 24. November, 1. und 8. Dezember 1874
  • Über die Kochkunst der spätern Griechen 7. November 1876
  • Das Phäakenland Homers 14. November 1876
  • Rembrandt 6. November 1877
  • Talleyrand 7., 14. und 21. Januar 1878
  • Napoleon I. nach den neuesten Quellen 8. und 22. Februar 1881
  • Über das wissenschaftliche Verdienst der Griechen Rede an der Jahresfeier der Universität 10. November 1881
  • Über die Echtheit alter Bilder 21. Februar 1882
  • Aus großen Kunstsammlungen 16.und 30. Januar 1883
  • Pythagoras (Wahrheit und Dichtung) 28. Oktober 1884
  • Über erzählende Malerei 11. November 1884
  • Die Anfänge der neuern Porträtmalerei 10. März 1885
  • Die Malerei und das Neue Testament 27. Oktober 1885
  • Über Prozessionen im Altertum 10. November 1885
  • Format und Bild 2. Februar 1886
  • Anton van Dyck 26. Oktober 1886
  • Byzanz im 10. Jahrhundert 9. November 1886
  • Die Allegorie in den Künsten 15. Februar 1887
  • Demetrios der Städtebezwinger 25. Oktober 1887
  • Die Briefe der Madame de Sévigné 15. November 1887
  • Anmerkungen
  • Verzeichnis der Vorträge Jacob Burckhardts
  • Cover

Full text

88 Über den Wert des Dio Chrysostomus für die Kenntnis seiner Zeit 
zeigen wird, und demgemäß polemisiert er wenigstens einmal gegen die | 
Epikureer. In der Regel aber spricht er als Popularphilosoph und dann 
gerne unter einer der beiden weltbekannten Masken des hellenis<hen Alter- ; 
tums: Socrates und Diogenes, je nachdem er mehr die Selbsterkenntnis m nn 
oder die Weltverac<htung betonen will. Er hatte selbst das Leben eines ce 
äyvorys jahrelang geführt und durfte in der Tat das Bild eines durc< Ent- jn 
hehrung freien Menschen unter dem Namen des Diogenes mit vollem jeg 
Humor entwieln. In den fünf Reden, wo dies geschieht, strömt ein ergöß- Diese 
liher Hohn über Könige und Sophisten, Genußsüchtige und Athleten, ja Bera 
über alle Stände herein, die ihm gerade vor den Wurf kommen. Übrigens fein, m 
befremdet es bei der damaligen Zerseßung aller ältern S<ulen nicht, daß derm 
Dio sich keiner derselben ausdrüFlich anschließt. Er benüßt reichlich die von pre 
den Frühern ererbte Licenz, diejenigen Philosophen, welhe ihm nicht zu- 8 
sagen, als Sophisten und Rhetoren herunterzuseßen; „denn ich'', sagte (yar 
er zweimal mit Emphase, „bin kein Rhetor“. Den Zulauf, welchen die trug ß 
„Sophisten“ finden, erklärt er aus der Torheit und Erbärmlichkeit der höhrt, 
Menschen, und die Rhetoren macht er mit den damals bei ihnen beliebten sehen 
fingierten Fällen lächerlich, wie sie z. B. Reden aus dem peloponnesis<hen sb 
Kriege hielten: ob Athen mit Sparta kämpfen oder den Corceyräern helfen dt 
solle? oder aus der spätern Zeit: ob man sich mit Theben gegen Philipp von qa 
Macedonien verbinden solle? In der Rede an die Alexandriner wird der wit 
Mangel an wahren Philosophen mit dem Überfluß an Rhetoren in dieselbe fürt 
Kausalverbindung gebracht, welche zwischen dem Mangel an guten Ärzten und 
und der starken Beschäftigung der Totengräber vorhanden sei. Auch beutet Ne 
er den Umstand aus, daß er keine Schüler annehme, ja er beginnt mehr als uns 
eine seiner Reden mit einer spöttischen Berwunderung darüber, daß ihm die weise 
Hörer zuströmten, wie die Bögel der Eule, während doh so viele Rhetoren, von 1 
Scriftsteller und prächtige Pfauen von Sophisten da seien. Wie nun die ne 
Eule dem Jäger trefflich diene, um Bögel anzuloFen, so könnte er einem jenen 
Sophisten hiezu sehr dienlich sein; aber es scheine, diese Art von Leuten [ih zit 
möchten nichts mit ihm zu schaffen haben. Um so viel herrliher wird dafür (lber 
der e<te Philosoph gepriesen, der wahrste und vollfommenste Erklärer und Die 
Prophet der unsterblichen Natur, der die Menschen belehrt nicht über er- fine 1 
dichtete Fälle, sondern über das Leben, der Pflicht und Tat voraus erwägt mi 
und deshalb der Tröster im Unglü> und der Ratgeber sein kann für Städte, Fürfe 
Bölker und Könige. Über letztern Punkt verbreitet sich besonders die 49. Rede, Vp d 
wo dem Philosophen die Herrschaft über die Menschen zugesprochen wird, feln 
weil er vor allem etwas beherrsche, das schwerer zu lenken sei als alle Helle- vennf
	        

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Dürr, Emil, and Jacob Burckhardt. Vorträge. Deutsche Verlags-Anstalt, 1933.
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