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Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Erfurt und des Erfurter Landkreises

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Bibliographic data

fullscreen: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Erfurt und des Erfurter Landkreises

Monograph

Persistent identifier:
1815120401
Author:
Tettau, Wilhelm
Title:
Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Erfurt und des Erfurter Landkreises
Sub title:
mit über achtzig in den Text gedruckten Abbildungen und vier Tafeln
Scope:
X, 412 Seiten, 6 ungezählte Faltblätter
DOI:
10.14463/KXP:1815120401
Year of publication:
1890
Place of publication:
Halle a. d. S.
Publisher of the original:
Druck und Verlag von Otto Hendel
Identifier (digital):
1815120401
Illustration:
Illustrationen, Karten
Reihe:
Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete (13. Heft)
Signature of the source:
a 2805(13.15-17)
Language:
German
Additional Notes:
Mit Register
Other Title:
Nebentitel: Die @Stadt Erfurt und der Erfurter Landkreis
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Editor:
Historische Commission der Provinz Sachsen
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek (TIB)
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2022
Document type:
Monograph
Collection:
Architecture
Arts

Chapter

Title:
Der Erfurter Landkreis.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Büssleben.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Erfurt und des Erfurter Landkreises
  • Cover
  • ColorChart
  • Title page
  • Title page
  • Vorrede.
  • Inhaltsverzeichniss.
  • [Abbildung]
  • Figure
  • Die Stadt Erfurt.
  • Einleitung.
  • I. Kirchliche Gebäude.
  • II. Profangebäude.
  • Kunststatistische Uebersicht.
  • Glockenschau.
  • Register.
  • Der Erfurter Landkreis.
  • Einleitung.
  • Literatur.
  • Alach.
  • Andisleben.
  • Bechstedtwagd.
  • Bindersleben.
  • Büssleben.
  • Dachwig.
  • Dittelstedt.
  • Egstedt.
  • Elxleben.
  • Ermstedt.
  • Frienstedt.
  • Gispersleben Kiliani.
  • Gispersleben Viti.
  • Gottstedt.
  • Hochheim.
  • Ilversgehofen.
  • Kirchheim.
  • Klein Rettbach.
  • Kühnhausen.
  • Marbach.
  • Melchendorf.
  • Möbisburg.
  • Mühlberg.
  • Nieder - Nissa.
  • Nottleben.
  • Ringleben.
  • Röhrensee.
  • Salomonsborn.
  • Schmira.
  • Tiefthal.
  • Tröchtelborn.
  • Urbich.
  • Walschleben.
  • Waltersleben.
  • Wandersleben.
  • Werningsleben.
  • Willrode.
  • Windisch-Holzhausen.
  • Witterda.
  • Zimmern supra.
  • Kunststatistische Uebersicht.
  • Glockenschau.
  • Cover

Full text

Bindersleben. — Büssleben. 
371 
Bindersleben. 
Evangelisches Kirchdorf mit 574 Einwohnern, 5,3*m westlich von Erfurt, 
liegt auf der Alacher. Höhe an der hier entspringenden Nesse. 
Bindersleben , das bereits zur Zeit Kaiser Otto I. unter dem Namen Bilters- 
leyben, 1143 als Bindersleibin, 1157 als Biltersleuin , 1269 Billerichesleybin , 1300 
Biltirsleybin, 1506 Biltersleben vorkommt und angeblich von Wenden angelegt ist, 
während nur ein, wie die Endung des Namens darthut, ursprünglich unzweifelhaft 
deutscher Ort in späterer Zeit slavische Colonisten erhalten hat, gehörte in frühester 
Zeit, wenigstens theilweise nicht nur dem Erzbischofe von Mainz, sondern sogar 
zu dessen Küchendörfern, namentlich besass das Erzstift dort 7 Hufen, davon 
6 zu seinem Gute. Es trat solche als Entschädigung für ein Gut im Dorfe Prog- 
nitz an das Peterskloster zu Erfurt ab, das bereits 1224 durch Ankauf von Heinrich 
von Biltersleyben den Antheil dieses schon im 9. Jahrh. blühenden Geschlechtes 
erworben hatte. Am Ende des 15. Jahrh. befand sich der Ort noch im Besitze 
des Klosters. Bei dem damals stattfindenden Vermögensverfall desselben, muss 
es aber von ihm an den Rath zu Erfurt verkauft sein, der die eine Hälfte des 
Gerichtes schon 1350 von Dietrich von Weissensee käuflich erworben hatte. 1516 
wird Bindersleben unter den städtischen Besitzungen mitgenannt,. doch war die 
dortige ‚Pfarrei, auch nachdem die Gemeinde sich der evangelischen Kirche zu- 
gewendet hatte, dem Severistifte zu Erfurt bis zu dessen Säcularisation lehn- 
pflichtig. 
Das Schiff der dem h. Lucas geweihten Kirche hat seine gegenwärtige Ge- 
stalt im Jahre 1737 erhalten und ist neuerdings restaurirt. Doch lässt der Chor- 
abschluss mit den drei Seiten eines Achtecks erkennen, dass bei dem Neubau 
einzelne Bautheile der älteren Kirche Verwendung gefunden haben. Anch ist bei 
jenem der bisherige Thurm erhalten. Derselbe ist spätgothisch und deutet durch 
grosse Uebereinstimmung mit dem Bartholomäusthurm zu Erfurt, namentlich durch 
seine achtseitige Spitze und die dieselbe einschliessende durchbrochene Steingallerie 
auf die erste Hälfte. des 15. Jahrh. als Bauzeit. In der Vorderfront befindet sich 
eine kleine spitzbogige Nische, die wohl einst zur Aufnahme einer jetzt fehlenden 
Statuette bestimmt war. 
Die drei Glocken im Thurme gehören anscheinend dem Anfange des 18. Jahr- 
hunderts an. 
Büssleben. ; 
Evangelisches Kirchdorf mit 487 Einwohnern, 6*" östlich von Erfurt. 
Der Ort ist sehr alt und kommt urkundlich unter den Namen: Busileben 
(874), Buselyben (1143), Buseleybin (1192), Buseleiben (1216), Busseleyben- (1343), 
Buseleiba, Buselebe, Busileben, Bissleibe, Biseleibe vor. 
Nach den mancherlei Alterthümern, die auf der Feldmark, theilweise in 
einem Grabhügel gefunden worden sind (Tettau, Uebersichtliche Zusammenstellung 
S. 207), möchte man annehmen, dass schon in vorgeschichtlicher Zeit sich hier 
ein bewohnter Ort befunden; zur Zeit der Karolinger gehörte Büssleben zum Altgau 
des Südthüringaus. Es hat sich demnächst im Besitze des schon 1192 vor- 
kommenden Geschlechtes von Büssleben befunden; Ritter Friedrich von Buseleyben
	        

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Tettau, Wilhelm. Beschreibende Darstellung Der Älteren Bau- Und Kunstdenkmäler Der Stadt Erfurt Und Des Erfurter Landkreises. Druck und Verlag von Otto Hendel, 1890.
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