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Archäologie der Kunst (6. Band)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Archäologie der Kunst (6. Band)

Multivolume work

Persistent identifier:
831953055
Author:
Mädler, Johann Heinrich
Title:
Geschichte der Himmelskunde von der ältesten bis auf die neueste Zeit
Year of publication:
1873
Place of publication:
Braunschweig
Publisher of the original:
Westermann
Identifier (digital):
831953055
Language:
German
Document type:
Multivolume work

Volume

Persistent identifier:
831954388
Author:
Mädler, Johann Heinrich
Title:
Geschichte der Himmelskunde
Scope:
590 Seiten
Year of publication:
1873
Place of publication:
Braunschweig
Publisher of the original:
Westermann
Identifier (digital):
831954388
Signature of the source:
Astr. 5902(2)
Language:
German
Usage licence:
Public Domain Mark 1.0
Publisher of the digital copy:
Technische Informationsbibliothek Hannover
Place of publication of the digital copy:
Hannover
Year of publication of the original:
2015
Document type:
Volume
Collection:
Astronomy

Section

Title:
DRITTER ABSCHNITT. DIE HIMMELSKUNDE IN NEUERER ZEIT.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Section

Title:
II. DIE HIMMELSKUNDE IM 19. JAHRHUNDERT.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Section

Title:
§ 160. Den Sternfarben war früher fast gar keine Beachtung zu Theil geworden, [...]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Section

Contents

Table of contents

  • Handbuch der klassischen Altertums-Wissenschaft in systematischer Darstellung
  • Archäologie der Kunst (6. Band)
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • Vorrede.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Erklärung der häufigsten Abkürzungen.
  • Einleitung.
  • I. Denkmälerkunde.
  • Kap. I. Die Schicksale der Denkmäler.
  • Kap. II. Erhaltung und Auffindung der geretteten Denkmäler
  • Kap. III. Funde und Ausgrabungen.
  • Kap. IV. Sammlungen und Museen.
  • Kap. V. Archäologische Ortskunde.
  • Kap. VI - X. Die Denkmäler nach Material, Technik und Zweck.
  • Kap. VI. Materialien und Technik des Kunstgewerbes.
  • Kap. VII. Die kunstgewerblichen Arbeiten nach Form und Verzierung.
  • Kap. VIII. Die Baukunst nach Material und Technik.
  • [§] 244. [Stellung der Architektur; Schriftquellen]
  • [§] 245. [Litteratur]
  • [§] 246. [Allgemeines über die Technik; Lehmbau]
  • [§] 247. [Ziegelbau]
  • [§] 248. [Bindemittel desselben]
  • [§] 249. Holzbau
  • [§] 250. Anfänge des Steinbaus
  • [§] 251. [Opus incertum; Verputz; Verkleidung]
  • [§] 252. Quaderbau
  • [§] 253. Bausteine
  • [§] 254. [Vom Steinbruche zum Bauplatz]
  • [§] 255. [Felsarbeit]
  • [§] 256. [Verbindung von Stein- und Holzbau; Ausschmückung der Bauten mit Terrakotta]
  • [§] 257. [Anstrich]
  • [§] 258. [Inkrustation und Mosaik]
  • [§] 259. [Steinrelief und Metallschmuck]
  • [§] 260. Bauornamente
  • [§] 261. [Persönlichkeit der Architekten; ihre wissenschaftlichen Kenntnisse]
    [§] 261. [Persönlichkeit der Architekten; ihre wissenschaftlichen Kenntnisse]
  • [§] 262. Kunstformen [der Bauteile im allgemeinen; Pfeiler]
  • [§] 263. [Säulen]
  • [§] 264. Gebälk
  • [§] 265. [Bogen]
  • [§] 266. Gewölbe
  • [§] 267. [Rund- und Centralbau]
  • [§] 268. Facade[ im allgemeinen; Dach; Giebelfeld]
  • [§] 269. Wände
  • [§] 270. [Säulenfacade]
  • [§] 271. Syntax der Säulen und Pfeiler
  • [§] 272. [Portale]
  • [§] 273. Sonnenuhren
  • [§] 274. [Unterbau]
  • [§] 275. Innenbau; [Dekoration der Wand]
  • [§] 276. Fussboden
  • [§] 277. Decke
  • [§] 278. [Säulensaal; Peristyl; Hypäthraltempel]
  • Kap. IX. Die Werke der Baukunst.
  • Kap. X. Die eigentlichen Künste.
  • II. Geschichte der alten Kunst.
  • III. Angewandte Archäologie (Kritik und Hermeneutik).
  • Anhang. Antike Numismatik.
  • Nachträge.
  • Register.
  • Cover

Full text

288 Klassische Kunstarchäologie. I. Denkmälerkunde, 
teilung absehend, können wir von Griechenland und Sicilien sagen, dass 
hier die Kalksteine bei weitem vorwiegen, äusserlich betrachtet freilich 
sine bunte Musterkarte abgeben. Fast jedes Stadtgebiet besitzt seinen 
eigens gefärbten Kalkstein, was wir nur mit Rücksicht auf die Menge oder 
Bedeutung der Denkmäler näher ausführen können. Die Böoter beuteten 
‘hre einheimischen Steinbrüche energisch aus: Die Denkmäler von Orcho- 
menos und Chaironeia sind aus dem schwärzlichen Gestein Lebadeias, die 
thespischen gelblichweiss und kurzklüftig; der Südosten hat einen fein- 
körnigen, mergeligen gelblichgrauen Oolith; manchmal ist der Kalkstein 
der Kreideformation halb marmorisiert und heisst bei Archäologen geradezu 
Marmor (z. B. der des Apollo von Orchomenos). Attika besitzt drei uner- 
schöpfliche Brüche, blaugrauen Stein mit gelblichen bis rotbraunen Kalkspath- 
adern auf den Hügeln östlich und nordöstlich der Stadt, gut zu Mauern 
und Grundmauern,!) dann den dunkelgrauen etwas bräunlichen „eleusi- 
nischen Stein“, von den Propyläen, dem Fries des Erechtheions?) und der 
Basis des olympischen Zeus her wohl bekannt, endlich den lichtgelben, 
marinen dichten Acdos ’Axtirns der Peiraieushalbinsel Akte,2) woraus die 
alten Bauten der Akropolis einschliesslich der Giebelgruppen, später aber 
meist ordinäre Arbeiten gefertigt wurden.‘) Der marmorarme Peloponnes 
hat hauptsächlich Kalksteinbauten, z. B. in Mykenai hart und graugelb 
oder bräunlichgrau, in Tiryns aus Kreidekalk vom Eliasberg, zu Phigalia 
hart und gelblich von dem nahen Kotylios, in Olympia von pliocänem 
Mergelkalkstein mit vielen Petrefakten. Kbenso sind die bekannten sici- 
lischen Bauten hauptsächlich aus dem einheimischen gelben oder gelbgrauen 
Muschelkalkstein, der dem Metzer Jaumont ähnelt, errichtet, das Material 
von Syrakus ist ein trefflicher weisser Stein von der Art des sogenannten 
Pariser. In die zweite Reihe kommen für die hellenischen Gebiete Schiefer 
und Sandstein oder Konglomerat. Am häufigsten dienten und dienen noch 
Schieferplatten zur Deckung ländlicher Häuser;5) sonst passt der graublaue 
oder grüne Schiefer für Unterbauten und ähnliche unscheinbare Arbeiten. 
Das gleiche gilt von dem grauwackenartigen oder dunkelbraunen Sandstein. 
Konglomerat (Nagelfluhe) nahmen die Athener aus der Ebene östlich von 
Jer Stadt ebenfalls zu Unterbauten, zum Kerne, den man verkleiden 
wollte, und seit dem 4. Jahrhundert auch viel zu Nutzbauten. Für Italien 
ist der Kalkstein ebenfalls wichtig und zwar besonders der Travertin ge- 
aannte gelblichweisse Kalktuff,“*) dessen Name von lapis Tiburtinus kommt, 
weil in der Umgebung von Tibur sehr viele Gruben sich befinden. Diese 
in vielen Spielarten auftretende Steinart weisen Z. B. das Kolosseum und 
das Theater des Marcellus auf. Die assa fetida ist ein sehr zarter Kalk- 
stein, welcher in der Gegend von Siena viel benutzt wurde. Etwas be- 
sonderes hat Kampanien an der Lavaschlacke (Cruma) und dem Bimsstein, 
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‘) Lepsius, Marmorstudien S. 114 f. 
‘) CIA.I S. 322 Z. 41. 
;) Harpokr. u. Axty, vgl. Hesych. 'Ar- 
Ten, 
4) Z. B. der Kern des Philopapposdenk- 
mals. DörpreLD (Ath. Mitt. 14, 313) will die 
Athener im 5. Jahrhundert auf diesen Fun- 
Jamentstein, im 4. auf Breccia beschränken. 
5) Ross, Inselreisen 2, 45. 
6) Vgl. Vitr. 2, 7; Nıssen, pompejanische 
Studien S. 19 £.
	        

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Müller, Iwan, et al. Archäologie Der Kunst. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, Oskar Beck, 1895.
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